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Diese Internetseite bündelt meine aktuellen und früheren Gartenaktivitäten. Von 2010 bis 2019 stand hier im Blog der Garten rund ums Haus meiner Eltern im Fokus - zahlreiche Beiträge behandelt vor allem die dortigen Schattenbeete und die die Anlage eines Kiesbeets. Dieser Garten existiert nach wie vor - ich wohne aber nun seit sieben Jahren ein Stück weit entfernt auf einer kleinen Landwirtschaft, wo langsam aber sicher ein neuer Garten entsteht. Diesen zeige ich ausführlich auf meiner Instagram-Seite. Daneben gibts es hier Infos über meine Bücher, Vorträge und Infomaterial verschiedenster Art. Stöbern Sie gern auch im Blogarchiv!

15. Oktober 2010

Ein Staudenbeet im Jahreslauf




Heuer habe ich erstmals versucht, einige Staudenbeete im Laufe des Jahres aus der immer gleichen Perspektive zu fotografieren. Leider ist es mir nicht immer gelungen, auch wirklich immer den gleichen Blickwinkel zu finden und auch regelmässig ein Foto zu machen. Diese Serie bildet eine Ausnahme, sie ist in fast gleichen Zeitschritten aufgenommen worden und zeigt sehr gut, welche Stauden zu welcher Jahreszeit am meisten dominieren.

Das erste Bild stammt vom 23. April. Narzissen und erste Tulpen blühen und die Beetkonturen sind noch sehr gut erkennbar. Rechts im Bild ist jeweils das Beet zu sehen, das ich im vergangenen Jahr angelegt habe.

Am zweiten Bild ist es Ende Mai, alle Stauden befinden sich im vollem Austrieb und die Blüten von Anthriscus sylvestris 'Ravenswing' schweben über dem Beet.

Einen Monat später (24. Juni) übernehmen die Geranium, Stachys, Nepeta und Campanula. Es ist die üppigste Zeit des Beets und noch war kaum ein Rückschnitt notwendig.

Leider fehlt die Juliansicht - ich war in Urlaub - stattdessen geht es Mitte August weiter. Hier ist das Jahr bereits deutlich fortgeschritten. Phlox, Agastachen und erstmals auch die Gräser dominieren das Bild, Rudbeckia hirta im Vordergrund hat sich selbst dorthingesät und beginnt mit ihrer Blüte.

Mitte September ist alles sehr üppig geworden. Das dunkle Basilikum mit dem spannenden Namen Ocimum (kilimandscharicum x basilicum 'Purpurascens') 'Afirican Blue' hat sich zu einem beeindruckenden Busch entwickelt. Es ist eine der wenigen einjährigen Pflanzen, die ich jedes Jahr verwende. Rechts hinten sieht man die weiße Artemisia lactiflora 'Elfenbein' sowie Coreopsis tripteris.

Das letzte Bild stammt nun von vor 5 Tagen, vom 10. Oktober. Unbestrittene Stars sind im Moment die Gräser, aber auch Rudbeckia hirta ist in Vollblüte. Einige Pflanzen haben sich auch heuer wieder ausgesät und ich freue mich schon auf die Blüte im kommenden Jahr - an etwas anderen Stellen vermutlich.

12. Oktober 2010

Herbstfärbung bei Schattenstauden


Bei den meisten Schattenstauden ist die wichtigste Jahreszeit das Frühjahr, da sie die Zeit ausnützen, bevor die Bäume Laub und sie kein Licht mehr bekommen. Viele Schattenpflanzen - vor allem welche mit Zwiebeln, Knollen oder Rhizomen - ziehen danach ein und tauchen erst im Frühling wieder auf. Manche aber bleiben und beleben auch jetzt im Herbst die ansonsten schon leeren Schattenbeete.

Ich habe in den letzten Jahren eine Schattenbeetfläche unter Bäumen und Hecken als Frühlingsschattenbeete angelegt - dort finden sich ab Juni kaum mehr Blüten und das Hauptaugenmerk im Garten liegt auf den Staudenbeeten in der Sonne. Trotzdem finden sich dort auch jetzt noch einige Hingucker! Oben sieht man die herbstlich verfärbte Jeffersonia diphylla, eine überaus hübsche Schattenpflanze, die im Frühling neben den zweigeteilten Blättern helllila Schalenblüten hervorbringt. Mein Exemplar ist eine noch sehr kleine Pflanze, bei älteren Jeffersonias könnte die Herbstfärbung durchaus Fernwirkung haben!


Eine weitere Staude mit schönem Herbstaspekt ist Syneilesis aconitifolia. Diese Blattschmuckstaude hat nur sehr unauffällige Blüten und ziert im Frühling mit einem weiß bepelzten, schirmartigen Austrieb, ehe sich die tiefgeschlitzten Blätter entfalten. Jetzt im Herbst sind sie am auffälligsten. Auch bei dieser Pflanze ist mein Exemplar noch jung; größere Pflanzen fallen um diese Jahreszeit mehr auf.


Einen freieren Stand und mehr Platz hätte sich Boehmeria tricuspis wohl wirklich verdient. Diese Schattenstaude wird bis zu 100cm hoch und träg neben den eigenartigen Blättern mit Spitze längliche Blüten, an denen ganz kleine kugelige Samenstände reifen. Sie passt gut zu Hosta oder anderen höheren Schattenstauden. Am beeindruckendsten ist sie jedoch jetzt im Herbst, wenn ihre Blätter in Schattierungen zwischen Gelb und Hellgrün verfärben. Die welk-braunen Blätter unterhalb der Boehmeria gehören Caulophyllum thalictroides, einer weiteren Schattenstaude, die im Herbst eigentlich blaue Beeren tragen sollte. Das hat meine in ihren bald 7 Jahren in meinem Garten aber noch nie geschafft.


Ziemlich bekannt ist das gelb-grüne Japan-Waldgras, Hakonechloa macra 'Aureola'. Weniger verwendet wird dagegen die Urform davon, nämlich das grüne Hakonechloa macra. Es ist eine dankbare und wüchsige Pflanze für Beetkanten und den Vordergrund. Im Herbst trägt es rötliche Samenstände und verfärbt sich langsam gelb.


Im Halbschatten fühlt sich Thalictrum delavayi wohl. Ich habe in meinem Schattenbeet die Sorte 'Alba', die zur Blütenzeit ebenso leuchtet wie jetzt im Herbst, wenn sich die Blätter gelb färben und über Wochen hinweg aus dem Schattenbeet hervorstechen.


Nicht vergessen darf man bei der Herbstfärbung die Farne, hier Matteuccia struthiopteris, der Trichterfarn. Er ist jedoch sehr wüchsig und sollte entweder an Stellen gepflanzt werden, wo er sich austoben kann oder in Gefäßen, wie hier in einem alten Ofen.


Matteuccia orientalis ist eine nicht wuchernde Art, die sehr langsam wächst, niedriger ist und wohlgeformte Wedel hervorbringt.

10. Oktober 2010

Staudenbeete im Oktober


Stimmungen zwischen Nebel und Sonne eignen sich besonders gut, um den herbstlichen Garten zu fotografieren. Pennisetum alopecuroides 'Japonicum' steht dabei in tollem Kontrast zur herbstlich rot verfärbten Felsenbirne (Amelanchier lamarckii) und dem Ast eines alten Mostapfelbaumes. Rechts vom Weg blüht das nicht winterharte Basilicum 'African Blue' unermüdlich weiter. Rudbeckia hirta hat sich am Beetrand ausgesät und passt gut in die herbstliche Szenerie. Rechts im Hintergrund sieht man einmal mehr Aster leavis 'Arcturus', die jetzt in beeindruckender Vollblüte steht.


Der Schattengarten liegt am anderen Ende des Grundstückes und ist jetzt im Herbst nur mehr aufgrund der verschiedenen Blattformen interessant. Die so harmonisch wirkenden Beetformen sind erst mit den Jahren entstanden, genau genommen sieht man hier vier Beeterweiterungen, die im Laufe der Zeit notwendig wurden, um die vielen hübschen Schattenpflanzen unterzubringen. Das jüngste Beet liegt links, es entstand erst im Hochsommer und beherbergt einen Teil meiner Epimedium-Sammlung; die Pflanzung rechts besteht seit Frühling dieses Jahres.


Eine schöne Staude dieser Jahreszeit ist die weiße Aster Boltonia asteroides var. latisquama 'Snowbank'. Sie wird zwischen 1,5 und 2,2m hoch und trägt viele kleine weiße Blütchen. Dabei ist sie standfest und hat silbergrünes Laub, das auch vor der Blüte gut in Beete passt.


Hier erkennt man den tollen Effekt, den die Verwendung mehrerer Stauden der gleichen Art oder Sorte auf eine Pflanzung hat. Hier sind es Deschampsia caespitosa 'Goldtau', Aster leavis 'Arcturus' und Agastache foeniculum, die immer wieder auftauchen und so Ruhe in die an sich unordentliche (und seit Anfang Juli nicht zurückgeschnittene) Pflanzung bringen.

9. Oktober 2010

Endlich Sonne!



Die typische Herbstwetterlage im nördlichen Alpenvorland bereitete uns einige klamm-feuchte Nebeltage, die der Sonne keine Chance und mich frösteln ließen. Statt Wärme gab es nur nasse, klebrige Beete, in denen das Zwiebelblumenpflanzen keinen Spaß machte. Gestern und heute schaffte es jedoch die Sonne jeweils gegen Mittag, den Nebel aufzulösen.

Das Bild oben zeigt mein neuestes Staudenbeet - es wurde heuer am 23. April bepflanzt und lief erst im Hochsommer und Herbst so richtig zu Hochform auf.



Persicaria amplexicaule 'Blackfield' habe ich sogar in diesem neuen Blog schon öfters erwähnt, aber ich kann es mir nicht verkneifen, ihn auch heute zu zeigen. Diese Pflanze ist einfach umwerfend!


Erfreulich ist auch der Anblick dieses großen Lampenputzergrases. Es ist Pennisetum alopecuroides 'Japonicum', eine mit 1,2m besonders hohe Sorte, die an den braunen Bürstenenden kleine weiße "Schwänzchen" trägt und überreich blüht.

6. Oktober 2010

Blumenzwiebelübersicht


1 Fritillaria imperialis
2 Tulipa sylvestris
3 Narcissus triandrus 'Thalia'
4 Tulipa viridiflora 'Spring Green'
5 Tulipa 'Fontainebleau'
6 Eremurus stenophyllus bungei
7 Fritillaria meleagris
8 Anemone blanda
9 Crocus chrysanthus
10 Muscari armeniacum
11 Galanthus nivalis
12 Erythronium dens-canis
13 Tulipa turkestanica
14 Iris reticulata
15 Allium sphaerocephalum
16 Allium aflatunense
17 Chionodoxa luciliae
18 Camassia quamash
19 Eranthis hyemalis
20 Ornithogalum umbellatum

Diese Übersicht zeigt einen Teil der Blumenzwiebel, die im kommenden Frühling in unserem Garten blühen werden.Weil ich während des Jahres immer wieder aus Versehen Blumenzwiebel ausgrabe, habe ich heuer einige fotografiert, um sie bei eventuellem Auffinden im kommenden Jahr leichter identifizieren zu können.

5. Oktober 2010

Blüten abseits der Sonne



Ein weiteres Geranium, das noch immer in Blüte steht, ist Geranium richardsonii aus Nordamerika. Es verlangt einen frischen bis feuchten Standort der zumindest nie austrocknet. Meines ist eine großblütige Auslese. Die Pflanze hat in den heißen Juliwochen ziemlich gelitten, sich mit dem kühlen Restsommer aber wieder gut erholt und blüht daher erneut.


Noch eine ausgesprochen nette Staude für den Herbst ist Strobilanthes attenuata. Diese winterharte Schattenstaude blüht erst jetzt im Herbst und möchte möglichst humos stehen. Es gibt einige weitere Strobilanthes-Arten, die allesamt viel zu unbekannt sind!




Schon seit dem Frühling blüht der gelbe Lerchensporn, Corydalis lutea. Er bildet dabei einen kompakten, halbhohen Busch, der gut zwischen andere Schattenstauden passt, die jetzt schon etwas an Form verlieren. Allerdings sät er sich aus, aber die Sämlineg sind unverkennbar und daher leicht zu jäten oder zu verpflanzen. In Wuchs und Verhalten fast gleich, jedoch mit weiß-gelblicher Blütenfarbe, präsentiert sich Corydalis ochroleuca, der ebenfalls noch in Vollblüte steht.

29. September 2010

Herbst in Schatten und Sonne


Obwohl wir bald Oktober haben, sind zahlreiche Beete noch sehr ansehnlich. Das hängt natürlich auch von der Witterung ab; wir hatten heuer noch keinen Frost und in den letzten Wochen nur wenig Regen, der die Pflanzen zum Umfallen gebracht hätte. In den Schattenbeeten blühen jetzt fast nur mehr Cyclamen und den Reiz machen jetzt die verschiedenen Blattstrukturen aus.

Im obenstehenden Bild sieht man Hosta fortunei 'Aureomarginata' zusammen mit Helleborus foetidus, Epimedium x rubrum und einer panaschierten Form von Carex morrowi. Diese Pflanzung lässt kein Unkraut mehr aufkommen und ist ganz ohne Pflege das ganze Jahr über ein Blickfang.



In sonnigen Beeten ist es um diese Jahreszeit noch ziemlich bunt, eigentlich ist es jetzt im Herbst bunter als in den Monaten zuvor. Erst jetzt steht Persicaria amplexicaule 'Blackfield' in voller Blüte. Links ragt Selinum wallichianum ins Bild, ein imposanter Doldenblütler, der mit seinen dunklen Stängeln auch nach der Blüte noch ziert. Der Phlox hinter dem Knöterich ist die Sorte 'Katherine', die nach der Blüte im Juli ohne Rückschnitt meinerseits zahlreiche Verzweigungen mit neuen Blüten gebildet hat und seither durchblüht. Die Helenium im Hintergrund habe ich mir bei der Pflanzung im Frühling passender vorgestellt, sie werden kommendes Jahr einen anderen Platz bekommen.

27. September 2010

Astern und Begleiter


Ein weiteres Geranium, das jetzt noch blüht, ist Geranium procurrens. Es vermehrt sich anhand von oberirdischen Ausläufern wie eine Erdbeere und bildet daher lockere Bestände, die sich durch andere Pflanzen hindurchziehen. Leider ist es nicht ganz frosthart, weswegen viele der einzelnen Pflanzen erfrieren und nur jeweils ein paar überleben. Geranium procurrens ist die Elternart einiger bekannter Geraniumsorten wie etwa 'Ann Folkard' oder 'Salome'.


Diese Aster ist schon oben im Hintergrund zu sehen. Es ist Aster dumosus 'Starlight', eine gesunde Pflanze mit tolle Blütenfarbe.


Meine Lieblingsaster aber ist Aster laevis 'Arcturus'. Sie hat dunkles Laub und einen lockeren, ausladenden Wuchs, der etwas schwierig in Beete zu integrieren ist, da einzelne Zweige zum Umkippen und Lagern in anderen Stauden neigen. Vielleicht ist das in mageren Böden ein kleineres Problem, aber in meinen neu angelegten Staudenrabatten liegt immer ein Teil zwischen anderen Pflanzen, was jedoch, wenn man sich darauf einstellt, tolle Kombinationen ergibt. Heuer wurden die aufrechten Teile mehr als zwei Meter hoch, was zur Blütenzeit eine beeindruckende Wolke in Hellblau abgibt.



Hier entsteht zusammen mit verblühten Sanguisorbastängeln und Agastache 'Black Adder' ein sehr herbstliches Bild.


Den Namen dieser Aster weiß ich leider nicht. Sie blüht sehr reich in einem warmen Lila mit etwas hellerer Mitte. Links in der Aster liegt die silberne Artemisia ludoviviana 'Valerie Finnis', im Vordergrund wächst Calamintha nepeta ssp. nepeta, ganz rechts ragt eine hellrosa Variante von Aster ericoides ins Bild. An dieser Beetstelle halten sich Bienen und Schwebfliegen besonders gerne auf!

24. September 2010

Fingerkraut und Goldrute


Ein schönes Fingerkraut für den Vordergrund von Beeten ist Potentilla x hopwoodiana. Es blüht von Juni bis jetzt (und den Knospen nach zu urteilen auch noch weiterhin) durch und erreicht etwa 50 cm Höhe.


Bienen, Schwebfliegen, Hummeln und andere Insekten finden in den Wiesen immer weniger Nahrung. Daher freuen sie sich im Herbst über das Pflanzenangebot in unseren Gärten. Besonders viele finden sich auf der Goldrute Solidago caesia, die etwa 60 cm hoch wird und daher gut für die vorderen Bereiche von Beeten zu verwenden ist. Diese Art wächst viel langsamer als andere Goldrutenarten und kann daher getrost gepflanzt werden! Wie auf dem Bild zu sehen ist, wird sie vor allem von Schwebfliegen besucht.

22. September 2010

Staudenbeete im Morgentau


Heute war ich endlich einmal rechtzeitig im Garten um meine Staudenbeete bei Sonnenaufgang betrachten zu können. Erwartungsgemäß besonders faszinierend waren dabei die Gräser. Hier Deschampsia caespitosa 'Goldtau', das voller feiner Tropfen hing.



Zusammen mit Verbena bonariensis und mit Lythrum virgatum 'Dropmore Purple' glänzt der Staudenknöterich Persicaria amplexicaule 'Blackfield' nicht nur am Morgen. Diese besonders kompakte und dunkelblütige Form ist eine der gartenwürdigsten unter den vielen Knöterichsorten.



Überall in den Beeten befinden sich zur Zeit Spinnennetze, sie fallen aber nur am Morgen so richtig auf.



Seinem Namen alle Ehre macht das Diamantgras Calamagrostis brachytricha. Zusammen mit der hohen Coreopsis tripteris in Gelb, der dunklen Agastache 'Black Adder' und einem namenlosen rosa Phlox bildet es einen eindrucksvollen Hingucker im herbstlichen Garten.




Das gesamte Staudenbeet zu fotografieren war bei diesen Lichtbedingungen ziemlich schwierig. Besonders der helle Vordergrund aus Aster ericoides, Deschampsia und Solidago caesia, der in Wirklichkeit einen wunderbar leuchtenden und glitzernden Kontrast zu den Schattenpartien bildete, wirkt hier einfach nur hell. Die hohe Pflanze links ist Boltonia 'Snowbanks', die erst in ein paar Wochen blühen wird. Rechts schweben die Blüten von Aster leavis 'Arcturus' bis zu 2m über dem Boden.