Herzlich Willkommen!

Diese Internetseite bündelt meine aktuellen und früheren Gartenaktivitäten. Von 2010 bis 2019 stand hier im Blog der Garten rund ums Haus meiner Eltern im Fokus - zahlreiche Beiträge behandelt vor allem die dortigen Schattenbeete und die die Anlage eines Kiesbeets. Dieser Garten existiert nach wie vor - ich wohne aber nun seit sieben Jahren ein Stück weit entfernt auf einer kleinen Landwirtschaft, wo langsam aber sicher ein neuer Garten entsteht. Diesen zeige ich ausführlich auf meiner Instagram-Seite. Daneben gibts es hier Infos über meine Bücher, Vorträge und Infomaterial verschiedenster Art. Stöbern Sie gern auch im Blogarchiv!

30. Dezember 2010

Ein gutes Gartenjahr 2011!


Ich wünsche euch allen ein glückliches neues Jahr, sowohl im Garten, als auch im sonstigen Leben! Hoffentlich habt ihr schon viele Pläne. Bei mir warten etliche Pflanzen auf ein neues Beet - das ich dann wohl notgedrungen wirklich anlegen muss *grins* und etliche Beete warten auf eine gründliche Neustrukturierung, ebenso die alte Hecke, die immer nur gekürzt, aber nie ausgelichtet wurde. Und der Schredderberg wächst stetig.

Wenn das Wetter mitspielt, könnte ich schon im Februar mit dem Rückschnitt der Staudenbeete anfangen, daher ist es durchaus legitim, größere Planungsvorhaben schon jetzt gründlich durchzudenken. Von früh kann da keine Rede sein ;-).

Und sobald man draußen etwas sieht, werden dann auch meine Blog-Einträge wieder gehaltvoller werden.

24. Dezember 2010

Frohe Weihnachten!


Ich wünsche allen meinen Leserinnen und Lesern, kurz allen Gartenfreunden, ein frohes Fest nach genau eurem Geschmack! Für viele von euch sind es sogar weiße Weihnachten (für uns hier leider nicht) und eure Gärte ruhen unter einer wunderschönen weißen Decke - hoffen wir, dass das kommende Jahr ein gutes Gartenjahr wird und wir viele Ideen und Pläne entwickeln, die wir dann auch umsetzen können und dass es immer nur passendes Wetter gibt ;-).

Alles Liebe, eure Katrin

21. Dezember 2010

Schöne Samenstände I


Aufgrund einer glücklichen Wetterfügung - Nordföhn - kamen wir heute erneut in den Genuss eines sonnigen, leider aber auch sehr warmen Wintertages. Im Garten sind mir einige besonders schöne Samenstände von Stauden aufgefallen, allen voran jene von Boehmeria platanifolia, die oben links zu sehen sind. Diese Schattenpflanze hat auffälliges, weich behaartes Laub und ist aufgrund ihrer Höhe von etwa 1,3m eine willkommene Hintergrundpflanze für Schattenbeete. Die Stängel am rechten Bild stammen von Coreopsis tripteris, einer hohen Mädchenaugenart.


Am linken Bild sieht man die Samenstände von Campanula latifolia var. macrantha 'Alba', einer ganz besonders hübschen Glockenblumenart, die ich im kommenden Jahr gerne häufiger verwenden würde - auch in der lila Variante. Rechts sieht man die fast tierisch wirkenden Sporenwedel von Matteuccia struthiopteris, dem Straußfarn, die sehr haltbar sind und die nun überall, wo ich diesem Farn freien Lauf lasse, wie Pfoten aus dem Schnee ragen.

19. Dezember 2010

Staudenbeete im Schnee


Nach Schnee und Matsch kam Anfang dieser Woche wieder Schnee, sodass wir mittlerweile wieder um die 30cm haben. Nach diesem Hin und Her stehen allerdings nur mehr die standfestesten Stauden, alle anderen sind geknickt, niedergebogen oder schlicht vom Schnee zu Boden gerungen worden - ich hätte also einiges mehr bereits früher im Jahr abschneiden können. Wirklich schön präsentiert sich die oben gezeigte Phlomis tuberosa 'Amazone', die bereits Anfang Juni geblüht hat und bis jetzt aller Witterung trotzen konnte.


Die anderen Stauden liegen in mehr oder weniger wirren Knäueln in den Beeten herum und machen meine Hoffnungen auf Winteraspekte zunichte und mit meinen Pro-Argumenten für das Abschneiden erst im Frühling stehe ich ziemlich blöd da... Wenigstens sind die Beete nicht leer ;-).


Manche Clematis haben ihr Laub noch behalten, das jetzt in der Wintersonne leuchtet. Ansonsten ruht der Garten und verträgt sämtliche Minusgrade ohne Probleme. Hoffentlich hält sich der Schnee noch etwas!

12. Dezember 2010

Matschwetter


Viel gibt es im Moment zum Garten nicht zu sagen. Wir hatten einiges an Schnee, das in den letzten Tagen durch Regen in Gatsch verwandelt wurde. Weil der Boden noch nicht gefroren ist, kann man noch keine Beete betreten, um umgefallene Stauden zu schneiden oder sonstige Arbeiten zu erledigen. Es scheint also, als gäbe es mal wirklich nichts zu tun im Garten! Aber leider auch nichts zum Genießen.

Ich weise an dieser Stelle noch einmal auf den Blümchen-Adventkalender hin - diesmal mit einem Türchen von mir :-).

4. Dezember 2010

Endlich Schnee


Nun hat es auch hier endlich vernünftig geschneit und etwa 25cm Schnee bedecken Beete, Pflanzen und sämtliche Konturen des Gartens. Mir gefallen keine immergrünen Gehölze, daher gibt es kaum Winteraspekte in diese Richtung; ich mag es, wenn im Winter alles ruht, völlig versteckt und man nur ahnen kann, wo die Beete verlaufen. Da ich aber fast alle Stauden stehen lasse, sieht es ein bisschen aus wie im Wald oder auf dem Bild oben, das die Schattenbereiche zeigt, wie auf einer Lichtung. Die Hecke rechts habe ich jahrelang sträflich vernachlässigt, sie ist ein unansehnliches Beispiel für eine falsch geschnittene Hecke und jetzt im Winter, wo kein Laub die Fehler verdeckt, kann ich intensiv darüber nachdenken, wie ich das wieder hinkriege.

Der Teich ist zum Teil schon zugefroren. Zum Glück konnten wir das Teichnetz rechtzeitig entfernen, damit wir, falls es länger kalt ist, auch eislaufen können. Vor ein paar Jahren kam der Winter zu schnell, da mussten wir das halbgefrorene und sehr schwere Netz zu dritt aus dem Teich ziehen, was eine sehr unangenehme und kalte Angelegenheit war.



Ich habe mir zwar Schnee gewünscht, aber komplett darauf vergessen, dass ich eigentlich auch gerne ein paar Reifaspekte fotografiert hätte. Nun sind fast alle zierlichen Gräser umgekippt - hier im Bild Panicum virgatum 'Warrior' - und falls es irgendwann Reif geben sollte, wird das nicht so luftig aussehen, wie ich es mir vorgestellt habe... Aber wer weiß, wie sich der Winter entwickeln wird. Im Moment sieht es nach einer ziemlich kalten Zeit aus, so richtig ein Winter nach meinem Geschmack.

Wer jedoch vom Winter schon frustriert ist, kann sich mit dem Blümchen-Adventkalender aufheitern!

30. November 2010

Empfehlung: Der Blümchen - Adventkalender


Manche von euch kennen ihn vielleicht schon, den Adventkalender der Blümchen, einer Gruppe von Garten- und Pflanzenfreunden, die vierundzwanzig Türchen mit Bildern, Artikeln oder Berichten zusammenstellen, damit die Wartezeit auf Weihnachten verkürzt - oder der Stress in dieser Zeit vermindert wird. Mittlerweile geht der Adventkalender in seine achte Saison. Morgen geht es mit dem ersten Türchen los, ich freue mich schon (einfach auf untenstehenden Link klicken).




Im Garten hat es mittlerweile geschneit und das erste Mal so richtige gefroren, allerdings sind die Zahlen nicht sehr beeindruckend, dafür, dass wir ganz knapp an den Alpen wohnen ( -9,9°C und knappe 8cm Schnee) - irgendwie haben alle schon mehr Winter als wir, sogar das Foto oben musste ich von letztem Jahr nehmen.

25. November 2010

Die Herstellung von Lauberde


Wer Schattenstauden mag und gerne pflanzt, wird über kurz oder lang mit Gewächsen konfrontiert sein, die humosen, durchlässigen Waldboden mögen oder ihn sogar benötigen, um sich gut entwickeln zu können - spätestens dann stellt sich die Frage, wie man humose Böden im Garten entstehen lassen kann und welche Substrate man benötigt, um die erwünschten Bedingungen zu erreichen. Grundsätzlich gilt: Mulchen, mulchen, mulchen. Zuallererst mit Laub, aber auch mit Holzschredder, Staudenschnitt, kleinen Ästchen, Nadelstreu, Rasenschnitt und allen sonstigen Dingen, die den Boden auflockern und die langsam verrotten.

Auf den Bildern oben sieht man die Unmengen an Ästen und Holzschnitt, den ich alljährlich bei Nachbarn und in der ganzen Familie aufsammle, mit einem Lastwagen zu uns fahre und dann gemeinsam mit meinem Freund Anfang April in mehrtägiger Arbeit schreddere.


Am rechten Bild sieht man den frischen Schredderhaufen aus dem April 2009 (den heurigen habe ich leider nicht fotografiert, er war etwa doppelt so groß). Daneben lagert nicht weniger wertvolles Material: Laub, das ich von einem Grundstück meiner Familie, das am Waldrand gelegen ist, zusammengerecht und zu meinem Garten gefahren habe. Es sind etwa 35 große Laubsäcke, dicht gepresst, manchmal auch einige mehr, die ich jeden Herbst oder auch erst im Frühling ebenfalls mit dem LKW herfahre und dann eine Saison lagern lasse.

Ich bin eine faule Kompostiererin und wende den Haufen nie, nicht ein einziges Mal. Ich lasse ihn einfach liegen - halb unter einem Birnenbaum, halb in der Sonne - und warte, bis das Laub zerfällt. Hin und wieder hole ich ein paar Schaufeln, um die Schattenbeete zu mulchen, aber im Großen und Ganzen liegt das Laub ein Jahr lang völlig unberührt herum.


Jetzt im Herbst sind beide Haufen stark zusammengefallen, am rechten sammelt sich aber bereits das erste Laub von heuer. Darunter aber - man sieht, wo ich gegraben habe - hat sich wundervolle Lauberde gebildet, die noch von Ästchen, härteren Laubarten und Rindenteilen durchsetzt ist, ganz ideal für viele Schattenstauden, besonders aber für Hepatica. Jetzt im Herbst schaufle ich einen Teil dieser Erde zur Seite, um sie ihm Frühling verfügbar zu haben; entweder für neue Beete, Um- oder Einpflanzaktionen oder einfach nur zum Drüberstreuen über die Schattenbeete.


Die Erde ist noch nicht ganz fertig, das ist aber auch gar nicht gewollt, denn die festeren Bestandteile halten den Boden locker. Meine Laubsammlung umfasst viele verschiedene Arten von Laub, in erster Linie aber Buche, Eiche, Hasel, Linde, Ahorn, Esche, Birne, Erle und Walnuss. Jetzt im Herbst riecht die Erde herrlich nach Wald und ich freue mich schon auf den Frühling, wenn ich sie ganz bald im Jahr den Schattenpflanzen geben kann.

22. November 2010

Gräser und Begleiter kurz vorm Winter


Bevor der Schnee kommt (und ich hoffe, es wird diese Woche was!), möchte ich noch einige spätherbstliche Staudenkombinationen aus meinen Hochstaudenbeeten zeigen. Besonders schön präsentierten sich in den letzten Wochen die Gräser - im Besonderen Calamagrostis brachytricha, Deschampsia caespitosa und Pennisetum. Ihr kennt diese Beetausschnitte schon aus früheren Bildern, nun aber ist fast jegliches Grün aus ihnen gewichen und nur mehr Stängel und verdorrte Blüten zieren nun. Ich war jedoch überrascht, wieviel Struktur trotz allem noch erhalten ist! Oben zu sehen: Agastachen, Astern, Gräser.


Von Frühsommer bis jetzt sehr dankbar ist Verbena bonariensis sowie der bereits vielgelobte Doldenblütler Selinum wallichianum. Beide sind sehr stabil und standfest, sodass sie durchaus auch den Winter überdauern könnten - außer die Witterung wird zu widrig. Am linken Bild erkennt man links die Samenstände des Wasserdost Eupatorium maculatum 'Riesenschirm'.


Von der Sonne durchstrahlt wirken sämtliche Stauden auch jetzt noch wunderschön und bringen zudem Fülle und Üppigkeit in die Beete. Hätte ich alles weggeschnitten, sähe man hier eine völlig ebene, langweilie Fläche.


Die Stars sind trotz ihrer allmählich schwindenden Pracht - die Blätter ringeln sich ein, die Samenstände zerfallen - die Gräser. Besonders vor dunklem Hintergrund leuchten die hellen Samenstände und beweisen mehr Fernwirkung als zu ihrer Blüte im Hochsommer.

13. November 2010

Novembersonne


Eigentlich würde ich hier lieber über Schnee und Frost schreiben, aber heute scheint der Winter noch ein paar Wochen entfernt zu sein. Dank Föhn kletterten die Temperaturen heute auf fast 17°C und bescherten einen tollen Gartentag. Durch den wenigen Frost bis jetzt sind viele Blätter grün und einige Stauden blühen auch noch. Hier sieht man das Schattenbeet an der Terrasse, mit Epimedium x rubrum, Carex, Brunnera, Polystichum, Helleborus foetidus und anderen.



Im Kiesbeet blüht erst jetzt Aster pringlei 'Monte Cassino'. Im Vordergrund ragt das Laub von Crocosmia 'Lucifer' ins Bild, ganz rechts erkennt man einen Teil eines Acanthus und ganz links etwas Laub von Romneya coulteri. Ansonsten ist im Kiesbeet die Blütezeit für heuer vorbei. Ich habe mit Zwiebelpflanzen und vielen Alliums die Hochblüte in den Frühling und Frühsommer gelegt und aus Platzgründen auf die vielen Herbststauden für diesen Bereich eher verzichtet. Vielleicht lege ich einmal einen Kiesgarten mit anderem Schwerpunkt an, in diesem hier wird es schon jetzt ziemlich eng.


Im Staudenbeet vom Jahr 2009 blüht nun kaum mehr etwas. Es lebt von den Herbstfarben, den verblühten Stängeln - wie hier Phlomis tuberosa 'Amazone' und den Formen der Stauden. Umkippende Teile werde ich in den nächsten Tagen abschneiden, damit einige schöne Pflanzen besser hervortreten, der Rest bleibt den Winter über stehen und wird hoffentlich bald mit Reif überzogen.