22. Oktober 2012

Gehört Deko in den Garten?

Die Frage, ob Deko in den Garten gehört oder nicht, möchte ich schon des Längeren einmal diskutieren. Während für die einen ein Beet ohne Glaskugel, Windlicht, Fabelwesen oder zumindest Zierstein undenkbar ist, versuchen andere, völlig ohne Deko auszukommen und die Beete alleine sprechen zu lassen. Ich habe für mich selbst noch nicht restlos geklärt, wie ich es mit Gartendeko halten möchte.


Einige Gartendekoelemente erfahren in letzter Zeit eine inflationäre Verbreitung. Mit der zunehmenden Gartenbegeisterung weitet sich auch das geschmackliche Feld der erhältlichen Dekoelemente. Gab es früher nur Zwerge und allerlei praktischen Kram wie Stützstäbe und -ringe, so quellen selbst durchschnittliche Gartencenter mittlerweile über von Büsten, Engeln, undefinierbaren Wesen, Eisenelementen (und für die schwächeren: Eisenimitationselemente), Rosenbögen, Rankobelisken, Glaskugeln und sonstige -formen, Keramiklaternen, fernöstlich angehauchten Steinhäuschen, pseudoantiken Gießkannen und Glitzeraugenkatzen.


Viele Zierelemente werden ihrem Namen nicht gerecht. Sie sind den durch sie veredelten Gärten vielmehr Last und drängen sich dem Auge des Betrachters unangenehm auf. Das mag lustig und verspielt wirken, solange es mit Bedacht geschieht, aber nur allzu rasch passiert das genaue Gegenteil und ein Garten wirkt überladen, vollgestopft und so, als würde der Besitzer hauptsächlich pausbäckige Drachen, barbäuchige Buddhas und in allen farbenden glitzernde Flugtiere sammeln. Vielleicht tun manche das tatsächlich und die von mir als übertrumpft bedauerten Blumen sind tatsächlich nur dort, um den nackten Boden zwischen und unter den Kunstobjekten zu bedecken.


Was ich damit sagen will: Wir wissen vom bloßen Betrachten nicht, wie die Absicht eines Gartenbesitzers oder einer Gartenbesitzerin ist. Vielleicht gibt es begeisterte Beton-Nippes-Sammler, die krampfhaft überlegen, wo sie ihren nächsten Betonmops hinquetschen können und damit in Gedanken sehr nahe an meinen Wünschen und Hoffnungen zelten, was man ganz leicht dann erkennt, wenn ich mit einem unscheinbaren Schattenpflänzchen in der Hand die siebte Runde durch den Garten laufe und doch keinen Platz finde. Womöglich schütteln heimliche Gartenzwergbesitzer (und die muss es geben, denn es gibt unendliche Mengen von Gartenzwergen aber nur sehr wenige Menschen, die sich zu ihnen bekennen) entsetzt den Kopf über all den mit Hostas vergeudeten Platz in meinem Garten, wo doch statt eines hässlichen panaschierten Blattes viel schöner ein Zwerg unter den Farnen hervorlugen könnte.


Wir wissen es nicht. Es könnte auch sein, dass manche Gärten nicht entstehen, weil jemand gerne Rasen mäht, Laub recht und Beete jätet (obwohl sich er Gedanke beim Anblick mancher Gärten aufdrängt) sondern ausschließlich deshalb, weil jemand sein Herz peinlicherweise an die schillernde Vielfalt von Rosenkugeln verloren hat. Das klingt grotesk, aber ich kenne Gärten, wo mir die Sachlage ganz klar in diese Richtung zu weisen scheint.

Vielleicht gibt es sogar heimliche Liebhaberclubs besonders schriller, ausgefallener Gartenkunst, die geschmacksindividuelle Dinge wie goldene Frösche, giftgrüne Riesenlibellen und ganze Rabenscharen, die mit baumelnden Beinen in Beete drapiert werden, möglichst nahe zueinander anordnen und sich gegenseitig Tipps geben, welche konträrfarbige Bepflanzung ihre Objekte besser zur Geltung bringen könnte.


Möglicherweise denken manche Leute auch gar nicht über ihren Gartenschmuck nach. Sie finden Steinkatzen hübsch und Traumfänger, sie mögen Nachttöpfe mit Semperviven und verschnörkelte Windlichthalter gleichermaßen und freuen sich auch, wenn jemand kleine Strohwesen oder Wackelkopfreiher für neben den Gartenteich herschenkt. Sie stellen alles einfach hin und freuen sich an der Vielfalt, lachen darüber, wenn eine echte Amsel zwischen die Steinvögel hoppelt und lassen am Teich Plastikenten schwimmen, damit kleine Besuchskinder etwas zum mit Steinen bewerfen haben.


So gelassen bin ich leider nicht. Mich beißen Rosenkugeln in den Augen (außerdem auch die Rosen), kleine Tierchen lenken mich von den Stauden ab und zu wuchtige Eisengitter sperren für mich rein optisch die Wuchskraft der Pflanzen zu sehr ein. Ich bin unglaublich heikel, was Gartendeko angeht. Selbst in den Garten gestellt habe ich eine von meinem Freund selbstgebaute Kletterpyramide, drei alte Birnbaumäste und ein paar einzelne Steine sowie die eine oder andere Wurzel. Für das kommende Jahr ist eine weitere Rankhilfe aus altem Holz in Planung, um einen einzelnen Clematis vor dem Verschlucktwerden im Beet zu bewahren und vielleicht bastle ich ein Element aus alten Holzteilen und Steinen, wobei es durchaus sein könnte, dass ich es schon während dem Aufbauen aufgrund zu starker Präsenz wieder entferne.


Man merkt, ich bin noch nicht so sicher. Ganz ohne Deko müsste man sehr dominante Pflanzen verwenden, die das ganze Jahr über genug Blickfang bilden, um keine weiteren Akzente setzen zu müssen. Das ist in vielen Gartenecken schwierig und manchmal wäre ein kleiner Lindwurm ganz praktisch, der von Lücken im Beet und von zuvielen eingezogenen Pflanzen ablenkt. Aber die selbe Funktion erfüllt auch ein großer bemooster Stein oder ein halb vermoderter Baumstumpf. Trotzdem scheint die mangelnde Vorliebe für Deko ähnlich verdächtig zu sein wie meine nicht erwiderte Liebe zu Rosen; zumindest den ungläubigen Blicken mancher Besucher zufolge.


Wie haltet ihr es mit der Gartendeko? Ich hoffe, ich habe meinen Text nicht zu zynisch formuliert, ich finde es wichtig, dass jede und jeder genau den Garten hat, den sie oder er mag, und sei er voller Gartenzwerge ;-).

(die Bilder sind gemischte Fotos aus den letzten zwei Jahren Bloggeschichte, die jeweils ein wenig von der vorhandenen Deko im Garten zeigen)

Kommentare:

  1. ... Oder voller Rosen .. Hihi
    Ich habe sehr viele Rosen und möchte nicht mehr
    ohne sie :-) allerdings kam meine Rosenliebe erst
    beim Entdecken der alten und sehr alten Rosen hervor.
    So hat eben jeder seine Vorlieben und ich liebe diese
    Vielfalt :-)
    Viele liebe Grüße Urte

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  2. If it's appropriate and in good taste, then it belongs. Of course, who is the judge? A difficult question.

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  3. Ich liebe Gartendeko!!! Hauptsächlich bevorzuge ich kleine Kunsterke aus Keramik uns rostigem Eisen! Die findet man überall in meinen beiden Gärten!
    Es gibt natürlich auch Gärten, die mir überhaupt nicht gefallen... aber das liegt meist nicht nur an der Deko! Ich halte es da aber mit dem Motto... "jeder so, wie er mag"!
    Wären alle Gärten und Geschmäcker gleich, wäre es doch auch langweilig!
    Ich liebe z. B. ungewöhnliche "Pflanzgefäße" für Dachwurzen! Und so findet man bei mir einen bepflanzten Fleischwolf, ein altes Waschbecken, Kuchenformen usw.
    Ich kenne Gärten, die eigentlich überhaupt nicht mein Geschmack sind, die aber einfach zum Besitzer passen und ein Ausdruck seiner Persönlichkeit sind!
    Also... leben und leben lassen!
    Viele Grüße von Margit

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  4. Also ich handhabe es so: In der blattlosen Zeit kann der Garten ruhig etwas mehr Deko vertragen. Und je üppiger er im Frühsommer wird, um so mehr verschwindet der Kram wieder aus dem Garten. Was ich an Deko vergessen habe, wird ohnehin überwuchert. Denn erst jetzt tauchen allmählich die 3 Frösche am Teich wieder auf. Oder auch die grünen Schnecken in der Wiese. Im letzten Jahr war ich froh, dass ich die Schnecken hatte. Denn das 'Zeckenloch' am Wiesenrand sah fürchterlich trostlos aus. Mit den großen grünen Keramik-Schnecken am zerfressenen Kaukasusvergißmeinnicht war es zumindest noch etwas komisch. Auch meine 5 kleinen Mausstecker sind noch irgendwo überwuchert. Solche kleinen rostigen Steckhasen & Mäuse nehme ich auch gern zum Markieren empfindlicher Pflanzen - damit ich nicht versehentlich auf sie trete oder vergesse sie zu gießen. Und nachdem ich am Sonntag etwa 2qm Schneefelberich-Waldmeister-Wlderdbeer-Mix neben dem Weg vorsichtig herausgerissen habe, sieht die gemulchte Fläche recht trostlos aus. Mittendrin kümmert ein Rosentrieb, auf den ich versehentlich getreten bin. Ihn umstehen nun 2 schwarze rostende Metall-Raben, die den Sommer etwas versteckt weiter hinten im Garten standen. Also hat Deko bei mir dann auch häufiger eine Funktion. Nur auf dem Gartentisch darf es schon mal inszenierter sein. Allerdings fand ich in diesem Sommer wuchernde Hopfenranken und eine Zinketagere auch mal reizvoll. Denn ganze Vogelfamilien kamen im Sommer dort zum Baden.
    Haltestäbe und Rankgerüste sind möglichst Zweige und abgestorbene Äste. Wenn es stabiler sein muss, mag ich es auch möglichst schlicht & dezent - ohne bunte Kugeln, Glitzer & Co. Da leide ich immer beim Besuch meiner Schwiegermutter: Die hat ihren Garten als erweitetes Dekozimmer mit Rosenkugeln in einem Beet ohne Rosen etc. ...
    LG Silke

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    1. Das kenne ich, ich markiere auch öfters irgendwas mit Steinen oder schönen Holzteilen (und vergesse dann manchmal, warum da nun was steckt... ;-).
      Frösche am Teich gibts hier übrigens auch, halb eingewachsen finde ich sie auch ganz nett.

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  5. Ich setze Deko äusserst sparsam ein. Ich habe eigentlich nur rostige Deko In Form von winzigen Vögelchen und zwei verwitterte Engelsköpfe aus Ton, sowie die selbstgemachten Weidenobjekte, die meist innert 3 Jahren verwittern und somit nicht dauernd präsent sind.
    Farbig bemalte Keramiken und die übliche Baumarktdeko sind mir ein Graus.
    Allerdings habe ich dieses Jahr in einem Garten farblich passende Rosenkugeln mit matter, dezenter Glasur farblich ton in ton mit den Stauden gesehen, das hat eigentlich ganz schön ausgesehen.
    Lg Carmen

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    1. Dezente Glasur, da sagst du was. Dann kann so ein Arrangement tatsächlich sehr schön sein, da stimmt ich uneingeschränkt zu!

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  6. Schon in deinen ersten Sätzen las ich, dass du dich eigentlich bereits entschieden hast: Gegen Deko! Wir alle haben einen verschiedenen Geschmack, ich mag überdekorierte Gärten gar nicht. Bei mir findet man hauptsächlich naturnahe Farben, bis auf meinen Schrillen Buddha. Und bepflanze viele Sachen mit Semperviven, Engel mach ich z. B. überhaupt nicht. Das ist mir zu süßlich. Man darf diese Meinung allerdings nicht überall kundtun, weil viele Menschen sich angegriffen fühlen, weil man ihre Deko nicht mag. Dabei tut man das gar nicht, man hat nur eine andere Meinung. Und ja, ein wenig zynisch waren deine Sätze schon.

    Sigrun

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    1. Naja, ein bisschen provokativ musste ich ja sein, sonst hätte es hier nicht so viele interessante Anmerkungen gegeben. Ich teile deine Beobachtung, Deko-Kritik ist offenbar sehr nahe am persönlichem Kritisieren und das finde ich schade, denn natürlich darf jeder und jede im Garten drapieren, was ihm oder ihr gefällt. Aber es ist ein Thema, das sich sehr gut für Diskussionen eignet.

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  7. Also für mich käme ein Garten ohne Deko überhaupt nicht in Frage! Wenn ich allerdings Gartenzwerge sehe, dann kann ich mich nur noch mit Grausen abwenden. Meine Deko besteht eher aus Steinobjekten und vielen Rostteilen die sich aber jetzt im Herbst den Farben in der Natur wunderbar anpassen. Und falls mal eine meiner noch vorhandenen Rosenkugeln kaputt geht, ersetzen werde ich sie nicht mehr :-)

    LG Lis

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  8. Katrin, da hast du ja eine Diskussion begonnen :-)
    Ich denke, hier könnten 100 Posts stehen und jeder hätte eine andere Meinung zu Deko im Garten. Eben genau so unterschiedlich die einzelnen Gärtnerinnen und Gärtner sind. Aber gerade das finde ich so reizvoll. Dein Garten lebt von den Pflanzen, ganz klar und so würde auch kein Engel oder Buddah hinein passen. In vielen Gärten finde ich aber auch eine gelungene Deko, die einzelne Pflanzengruppen hervorhebt, sehr schön.
    Familiengärten sind oft bunt, weil die kreativen Ideen der Kinder auch noch irgendwie in den Garten kommen...wunderbar!
    Bei mir selbst haben auch die Pflanzen das erste Wort und ich renne eher mit einer neuen Rose oder Staude durch den Garten und suche einen Platz, als mit einer neuen Gartenelfe ;-)
    LG Heike

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  9. Mit Interesse habe ich deinen Text gelesen! Ich finde, du bist sehr ehrlich und das kann ja nun nicht falsch sein. Du bist auch niemandem zu nahe getreten oder hast Taktgefühl vermissen lassen.

    Natürlich, jeder kann und darf seinen Garten so gestalten, wie er es eben gerne mag. Da sag ich gar nichts. Aber für mich habe ich entschieden, dass nur ganz wenig hier sein darf. 2 Ausnahmegenehmigungen für Gartenstelen habe ich erteilt und für 1 Windspiel, denn das gehört meinem Mann, dem Signore. Und wir haben ja auf jeden Fall völlig unterschiedliche Meinungen zum Thema Dekoration, weil einmal Sizilien und einmal Deutschland.

    Langer Rede kurzer Sinn: Für mich mag ich so wenig wie möglich, denn mein Garten ist auch noch ein Garten in dem die Pflanzen Vorrang haben und auch Kies darf hier nicht rein. Meine Pflanzen liebe ich und für die blaue Rosenkugel, da kann ich nix, denn die wurde mir geschenkt und seit 20 Jahren wird bei jedem Besuch kontrolliert, ob sie auch noch da ist. Nicht mal am 30.06. bei dem schlimmen Orkan hat sie das Zeitliche gesegnet.

    Aber, manche dekorieren auch genial minimal. Und das gefällt mir aber schon!

    LG, Brigitte

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    1. Geschenkte Objekte wären fast noch einen eigenen Post wert! Vielleicht wirklich, der Winter ist ja noch lange. Hier stehen auch einige solche Teile herum - einige sind sehr schön und dezent, andere verfehlen meinen Geschmack und auch den meiner Mutter komplett. Aber zum Glück ist unser Garten groß; es gibt einige Ecken, wo solche Gaben nicht weiter stören und sogar zu liebgewonnenen Erinnerungsstücken werden können.

      Ich selber hätte auch lieber nix von allem im Garten. Aber wenn nun schon mal da ist... ;-)

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  10. Das ist wirklich gefährliches Terrain. Mir geht es ähnlich wie dir, obwohl ich schon ein bisschen Deko habe und auch Rosen mag. Aber das sind nur wenige ausgesuchte Stücke und der Sinn von Rosenkugeln erschließt sich mir auch nicht. Aber ich denke, das muss jeder für sich selbst entscheiden. Wer bin ich, dass ich etwas zum "no go" erkläre, wie man heute so schön sagt, wenn es einem anderen gefällt? Da kann ich dann beim Anblick von *lol* Semperviven in diversen ausrangierten Küchengeräten (und das ist sooo weit verbreitet) halt nur sagen: "Mir gefällt es nicht". Aber - hätte meine Mutter gesagt - jedem Tierchen sein Plessierchen.
    Lieben Gruß
    Elke

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  11. Na ja, die Geschmäcker sind halt verschieden. ich halt es da nach dem Motto: weniger ist mehr. schliesslich habe ich einen Garten und keine Kunst resp. Kitschausstellung. aber wie gesagt, das muss wohl jeder für sich entscheiden, dasselbe finde ich gilt übrigens für Gartenbeleuchtungen auch da: bitte ni cht zuviel wenn überhaupt.
    Grüess Pascale

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  12. Oh, die vielen Reaktionen freuen mich! Ich werde morgen am Abend detailliert auf eure spannenden Beiträge eingehen, nur soviel schon heute: Meine Mutter dekoriert sehr gerne und es bevölkern geschätzte 15 Zinkwannen und alte Küchengeräte mit sempervivem Innenleben unseren gemeinsamen Garten - nur aufs Bild schaffen es die selten ;-) - des Weiteren gibt es im Schattengarten eine Buddhaecke (von Papa), die schon viele lustige Erlebnisse ausgelöst hat (ältere Besuchsfrau, in verschwörerischem Ton: "Ist jemand von Ihnen hier Buddhist? Weil da hinten sitzt so ein... einer *gg*).
    LG, Katrin

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  13. Hm, im Moment gefällt mir das Meiste, was Du vermutlich Deko nennen würdest in meinem Garten noch nicht wirklich - obschon es mir früher, in meinem viel kleineren Ex-Garten, schon gefallen hat. Grund: Ich verwende diese Gegenstände (seien es nun Sitzgelegenheiten, Rankhilfen, Zäune oder auch Figuren) als Raumbildner. Sie wirken in meinen Augen aber erst wirklich harmonisch, wenn Pflanzen diese Räume einnehmen, die strengen künstlichen Konturen umspielen oder sie sogar komplett zuwuchern (wie z.B. Gabionensäulen).

    Grundsätzlich mag ich Gartendeko. Ich finde, darin spiegeln sich der Geschmack und auch ein stückweit die Persönlichkeit des Gärtners. In den letzten Jahren habe ich für mich herausgefunden, dass ich kein Rostfan bin und keine Engel oder Zwerge in meinem Garten mag. Und mit bunten Figuren kann ich überhaupt nichts anfangen. Das passt einfach nicht zu mir und fügt sich in meinen Augen nicht in meinen Garten ein (auch nicht in den zukünftigen meiner Vorstellung). Terracotta jedoch gefällt mir gut - sowohl in Form von Figuren (wobei es lange dauern kann, bis ich mal eine finde, deren Ausdruck mich wirklich anspricht), als auch in Form von Pflanzgefäßen. Und schwarzes Eisen mag ich auch.
    Allerdings kann ich in fremden Gärten auch den Anblick von Dingen ertragen, die ich in meinem Garten scheußlich finde würde. Manchmal gefallen sie mir woanders sogar, weil sie einfach in den Garten/zum Gärtner passen. Das ist ähnlich wie mit manchen Pflanzen oder Farbkombinationen, die ich mir für meinen Garten nie aussuchen würde, woanders aber stimmig finde.

    Herzliche Grüße,
    Iris

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    1. Liebe Iris,
      da sprichst du einiges an. Ich denke auch, dass man die Dekofrage nicht verallgemeinern darf. Es gibt viele Gärten, die perfekt mit der enthaltenen Deko harmonieren, aber auch nur ein Ding davon würde bei mir wie ein Fremdkörper wirken.
      Ich kenne einen Garten, wo große, lockere Kugeln aus breiten Eisenbändern in der hohen Wiese liegen. Das ist ein klasse Bild, aber es braucht dazu die grüne Ruhe einer Wiese. Im Staudenbeet würde das gar nichts hergeben.
      LG, Katrin

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  14. Dekorationen mag ich nur, wenn sie "dezent" gehalten sind ... knallebunt lenkt mich einfach zu sehr ab; ich habe immer das Gefühl, plötzlich aus meinem stillen Erleben herausgerissen zu werden ... ojeh! :)

    Was mir aber auf Deinen Bildern direkt in's Herz gesprungen ist: Dieser tolle Rosenbogen unter diesem hutzeligen, kahlen Baum! *lechzzz* (Wo ist er her? Aus welchem Material ist er?) Woooooarrrrrr, den finde ich toll . toll . toll!!!

    Oh, ... und mir fällt gerade ein, dass ich Findlinge gerne mag. Überhaupt gefallen mir auch Steinsteelen gut ... so richtig RIESIGE, die dann im Winter übernehmen, wenn die Stauden sich zurückgezogen haben.

    Ich bin gespannt, wie sich die Dekorationsfrage mit mir und dem Garten entwickeln wird. Es ist ja noch alles sehr wild & neu: ♥

    Alles Liebe,
    Petra

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    1. Hallo Petra,
      der Rosenbogen ist einfach nur aus Holz und es wird nicht mehr eruierbar sein, woher der ist, weil er seit mindestens 10 Jahren dort steht. Ich glaube, wir haben ihn links und rechts um ein Rankgitter ergänzt, damit sich Clematis und Rose besser festhalten können.

      Deinen ersten Satz unterstreiche ich, so gehts mir auch!

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  15. Lieber nicht - zu mindest für meinen Garten halte ich das so. Die einzige Deko ist eine rostige kleine Schnecke, die ich geschenkt bekommen habe. Da sie aber wirklich hübsch und klein ist und erst noch gut zum Garten passt (ganz offiziel heisst ja die Gegend Schneckenberg) darf sie bleiben.

    Selbst Kletterhilfen habe ich am liebsten so schnörkellos wie möglich. Hier sind die Pflanzen die Hauptatraktion.

    Andererseits in andere Gärten kann mehr Deko durchaus passen.

    Jeder wie er will. Hauptsache man kümmert sich überhaupt um den Garten. Ich sehe mir auch gerne Gärten an, die für mich selber absolut nichts wären, aber in sich stimming sind.

    Liebe Grüsse Rosana

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  16. Hallo Katrin,
    jeder sollte seinen Garten gestalten und dekorieren wie er will. Vielleicht bin ich so unbedarft, aber ich sehe mir gerne Gärten an - dekorierte und undekorierte - und hole mir Anregungen - sowohl aus den dekorierten als auch undekorierten Gärten. Jeder, wie er mag, denn er muß seinen Garten mögen. Und der ist nun mal sehr persönlich, wie die Wohnung/Haus auch.
    Und auch Gartenzwerge können witzig sein (in England habe ich einen Vorgarten gesehen, in dem nur Gartenzwerge standen).
    Für mich war ein Grund aus eínem Gartenverein auszutreten: entweder war der Garten ungepflegt (einige Wildkräuter, usw.) oder man hatte Helfer (Neid, Neid). Dann waren der Garten wieder nicht strukturiert, die Bank stand nicht so, wie sie zu stehen hatte, der Abstand zwischen Rasen und Bepflanzung war zu groß usw. Keiner hat gesehen, was schön war, was man selbst vielleicht übernehmen könnte eventuell in abgewandelter Form. Es wurde nur geurteilt.
    Liebe Grüße
    Braunelle

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    1. Ohje, so sollte mein Post nicht aufgefasst werden, im Gegenteil. Ich kenne einige ganz tolle Dekoelemente, aber sie wären für meinen Garten eben nicht passend und daher habe ich überlegt, ob es generell Deko braucht, damit ein Garten komplett ist (was ich verneinen würde).

      Ganz abgesehen davon beinhalten die meisten Gärten Deko und es gibt so viel verschiedene Dinge, mit denen man den Garten ergänzen kann, dass ein allgemeingültiges Urteil völliger Blödsinn wäre. Ich finde andauernd Deko, die ich wunderschön finde - aber meist sind das Objekte aus Naturalien und einiges ist schweineteuer.

      Und Anregungen findet man in jedem Garten, da pflichte ich dir bei!

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    2. "(...) ob es generell Deko braucht, damit ein Garten komplett ist"

      Würde ich auch verneinen. Aber Gartendeko kann helfen, dem eigenen Garten seinen ganz persönlichen Stempel aufzudrücken. Den einzigartigen Charakter Deines Gartens hast Du aus meiner Sicht vor allem mit Deiner ganz persönlichen Art, Stauden zu arrangieren, herausgestellt. Da steckt oft eine Menge Dramatik drin. In diesen z.T. oppulenten Inszenierungen könnten künstliche Gegenstände tatsächlich störend wirken - wären dann einfach too much (das Equivalent zum "overdressed" zu bestimmten Anlässen).

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  17. Ich halte es wohl wie die meisten hier, etwas Deko. Nicht zu viel. Natürlich oder verrostet, in den Garten passend. Keine Zwerge, kein Kunststoff, keine Knallfarben... Und so gefallen mir Gärten meist auch am besten. Ich hab aber auch schon welche mit vielen Statuen und Klimbim gesehen und musste zugeben: Das passt. Schön und stimmig!

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  18. Ach jetzt hab ich es erst gesehen, ich bin ja auf einer ganz neuen Seite. Hillside-Garten hat mich hergeführt. Ich werd mich gleich einmal umschaun.

    liebe Grüße von meinem Weinviertler in deinen oberösterreichischen Garten, die Kärntnerin

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  19. So, puh, so viele Kommentare!

    Ich halte es mit vielen von euch: Natürlich dürfen alle in ihren Gärten haben, was sie wollen. Das beginnt bei den Pflanzen und betrifft natürlich auch Deko.

    Aber ist es nicht spannend, dass so viele von uns die gleichen Dinge schön finden und andere völlig andere Geschmäcker haben? Das macht den Austausch ja gerade so schön.

    Und ich verspreche, es wird hier mal einen ausführlichen "Welche-Deko-habe-ich"-Post geben, wo ihr dann merken werdet, dass ich dafür, dass ich keine Deko mag, doch ziemlich viel davon in meine Beete eingebaut habe.

    LG, Katrin

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    1. Vielleicht wäre auch zunächst zu klären: Was ist überhaupt Gartendeko? Schon diese Frage kann man ganz unterschiedlich beantworten, denke ich. Ich persönlich sehe z.B. alles als Gartendeko, was ich im Garten platziert habe und keine lebende Pflanze ist. Und das sind eine ganze Menge sehr unterschiedlicher Dinge - viele davon haben neben dem dekorativen auch einen funktionellen Zweck. Beispiele aus meinem Garten: Steine (Findlinge, Trittsteine, Steinpyramide, Beeteinfassungen, Gabionensäulen), Totholz (Stämme, Äste, Zäune), Bänke, Stühle, Gartenschaukel, Pflanzkübel, Vogeltränke, Vogel- u. Eichhörnchenfutterstand, Wildbienenstand, Rankgerüste für Kletterpflanzen (Rosenbogen, Obelisken, Rankpavillon, Rankgitter u. -stäbe), Lampen, Terracotta-Figuren.

      Schon meinem alten kleinen Garten hab ich festgestellt, dass man selbst manches mit der Zeit auch gar nicht mehr als Deko wahrnimmt, weil es nach einer Weile mit dem Garten verwächst und einfach Teil davon wird; Kleinode, die man zwischen den Pflanzen oft erst entdeckt, wenn man genau hinschaut. Und dann finde ich Gartendeko eigentlich am schönsten.

      Liebe Katrin, ich bin gespannt, was zusammenkommt, wenn Du erst Mal alles auflistest, was bei Dir so an arrangierten Elementen im Garten zu finden ist ;o).

      Herzliche Grüße,
      Iris

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  20. I find it interesting to look at how other gardeners decorate their gardens, and some people are very creative with their decorations. Some decorations that fascinate me are the insect hotels, because they are both useful for wildlife and often very appealing looking.

    I have two birdbaths, and that is about it for decorations. I do have some pots for flowers on my patio and front porch.

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  21. Hallo ihr Dekofreunde,

    nachdem ich mich durch alle Beiträge durchgelesen habe, mußte ich feststellen, dass es wohl keinen gibt, wie mich, der absolut keine Dekoelemente im Garten duldet. Für meinen als naturalistisch bezeichneten Gartenstil habe ich so einige Grundsätze für mich formuliert. Wer weiterlesen will: http://www.wildstaudenzauber.de/Seiten/Gartengestaltung.html.
    Mich würde ja mal interessieren, was da seelisch dahinter steckt, wenn man einen Fleischwolf im Garten dekoriert. Das war kein Scherz!
    In der Wohnung finde ich es übrigens ganz in Ordnung, aber da ist ja alles tot. Der Garten jedoch lebt.

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    1. Hallo Jochen, "der absolut keine Dekoelemente im Garten duldet",
      nach meinem Verständnis von Gartendeko stimmt das nicht ganz, denn ich habe dort arrangierte Natursteine, einen Blumenkübel und Bänke entdeckt ;o).

      Für mich ist es durchaus vorstellbar, dass jemand einen alten Fleischwolf einfach schön findet und ihn deshalb zur Dekoration verwendet. Da muss nicht unbedingt seelisch was dahinter stecken. Schönheit liegt im Auge des Betrachters.

      In meiner Wohnung ist übrigens nicht alles tot. Außer mir und meinem Lieblingsgärtnergehilfen leben da noch eine Katze und ein paar Zimmerpflanzen. Deko und Lebendiges schließen sich für mich nicht zwangsläufig aus. Warum auch? Wer braucht schon eiserne Grundsätze, wenn er einen Garten hat? ;o)

      Herzliche Grüße,
      Iris (Natur-, Garten- und Dekofreundin)

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  22. Ich glaube, mit Gartendeko verhält es sich wie mit den Wohnungseinrichtungen...Geschmäcker sind verschieden...die einen mögen es lieber überladen, die anderen eher puristisch. Ich denke auch, durch Gartendeko kann man seinem Garten einen individuellen Stempel aufdrücken. Ich persönlich mag Gartendeko, allerdings am liebsten, wenn die Deko nicht sofort ins Auge fällt...man sie eher zufällig entdeckt. Und ich mag sehr gern Keramik, ich finde, sie paßt gut vom Material zu Pflanzen. Kitsch ist dagegen nicht so meins...doch wo fängt Kitsch an, wo hört er auf....Letztendlich sollte jeder seinen Garten so gestalten, wie es ihm gefällt...so wie auch seine Wohnung....denn ich muss ja dort nicht wohnen...LG Lotta.

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  23. Finde es gut, dass Du dieses Thema aufgegriffen hast. Ich mag Deko bis zu einem gewissen Grad gerne und habe dieses Jahr auch selbst in einem Töpferkurs Dekoelemente für den Garten selbst gemacht. Was ich allerdings nicht leiden kann, ist, wenn ein Garten mit allem möglichen Krimskrams vollgestopft wird.

    lg kathrin

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  24. Hallo Katrin !

    Jetzt hab ich aber ordentlich schmunzeln müssen !
    Ein geniales Posting ! :-))

    Dein Hostabeet mit dem Stein und der Steinkugel obendrauf lässt mich dahinschmelzen. Genau so mag ichs auch.

    Ganz ohne Deko gehts nicht, aber kaufen tu ich keine. Wenn schon, dann mach ich sie selber. Ich flechte Weidenkugeln, und ganz besonders mag ich Steine. OK, gut eine kleine rostige Eisenkugel hab ich mal gekauft.

    Ansonsten krieg ich schonmal was geschenkt. Die Schenker wissen allerdings schon, nix Buntes. Wenn schon, dann Ton NAtur.

    Das bleibt dann eine Saison im Garten,(irgendwo im Hintergrund) damit die Schenkerin nicht vor den Kopf gestossen ist, und wird dann meist im Keller verstaut, und wartet auf den nächsten Fetzenmarkt. *ggg*

    Ein Graus sind mir bepflanzte Gugelhupfformen, und so Zeugs.

    Ich finde nicht, daß das Posting zynisch geschrieben ist, ich habe mich beim Lesen sehr amüsiert.

    lg Frieda

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  25. Meine Schwester, die ihren Garten dezent und in meinen Augen geschmackvoll dekoriert, sagt immer: Ein bißchen Kitsch muss sein. Da ich auch eher einen puristischen Ansatz habe, war dieser humorvoll dahingesagte Satz ein Denkanstoss für mich nicht mehr so streng über Gärten in meiner Nachbarschaft zu urteilen, wo imposante Löwen- oder Nymphen aus weißem Beton im Brandenburger Winter vor sich hinfrieren.
    Da die Prägung meiner gärtnerischen Seite zu Zeiten der Achtziger erfolgte, dem Beginn der Umwelterziehung und Biogartenbewegung, kann ich mich bei der Beurteilung des Dekowahns auch nicht davon befreien. Mit Schrecken sehe ich, dass inzwischen eine ganze Deko-Industrie herangewachsen zu sein scheint. Wenn ich bei Google Gartendeko als Stichwort eingebe, erscheinen 3,120,000 Resulatate, der Dekowahn ist ausgebrochen. Billigware aus Süd-Ostasien, verschwendete Ressourcen fällt mir etwas verkürzt dargestellt dazu ein. Da sind mir dann doch 'geupcyclte' Fleischwölfe oder ausrangierte Zinkwannen sehr viel lieber muss ich sagen.
    LG
    Sisah

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  26. Sisah vom Fließtal möchte ich gerne sagen: fast alle Dinge kann man ja unter verschiedenen Gesichtspunkten betrachten: "Billigware" aus Süd-Ostasien verstellt wegen des Preises manchmal den Blick auf die oft beachtlichen handwerklichen Fähigkeiten der Menschen dort. "Billig" macht die Waren ja vor allem das unvorstellbar niedrige Lohnniveau dort, das es uns ermöglicht, hemmungslos zu konsumieren. Und "verschwendete Ressourcen",auch Umweltzerstörung, ja, da stimme ich zu. Aber eben oft gleichzeitig die einzige Lebensgrundlage für viele Menschen in Asien. Und hätten wir eine Lösung für die endlos vielen Menschen ohne Lohn und Brot auch bei uns, wenn die Menschheit nur noch das herstellen würde, was unumgänglich lebensnotwendig wäre?
    Um zum eigentlichen Deko-Thema zu kommen: Ich finde die Vielzahl der hier angesprochenen Aspekte und die durchweg sehr gelassenen und toleranten Haltungen wirklich beeindruckend und stimme damit überein, daß man in jedem Fall berücksichtigen sollte, daß ein Garten als ein Stück mehr oder weniger "gestalter" Natur ja sehr unterschiedlichen Zielsetzungen dienen kann und es eigentlich für mich mit am wichtigsten ist, daß unsere Gärten mit eines der letzten Refugien für Kreativität und Individualität sind in unserer vielfach überreglementierten und von mannigfachen Zwängen begrenzten Welt. Diese Möglichkeit, sich gestalterisch auszuleben und in einen mehr oder weniger intensiven Dialog mit der Natur zu gelangen, läßt mich dann auch meist nur milde die Augen verdrehend über in meinen Augen geschmacklose Deko-Orgien hinwegsehen.
    Viel schlimmer finde ich persönlich das derzeit grassierende Abholzen alter, aber gesunder Bäume. Ist das Kontrollwahn? Ökonomische Gier, weil Holz im Preis steigt? Entfremdung vom Zusammenspiel der Natur, deren Teil wir selber sind? Unkenntnis, daß Bäume mit ihrer Photosynthese wichtiger Teil unserer Lebensgrundlage sind? - Aber das ist zweifellos ein weites Feld und neues Thema...
    LG Christel

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    1. Liebe Christel,
      es tut mir leid, wenn ich mit meiner verkürzten Darstellung zum Thema Dekowahn der Westeuropäer mit dem Wort ' Billigware aus Südostasien' bei dir den Eindruck erwecke, jemanden diskriminieren zu wollen. Das war überhaupt nicht meine Absicht. Und das war hier auch überhaupt nicht mein Thema, vielleicht hätte ich doch mehr auf uns konsumfreudige Gärtner anzielen sollen, denn wir Dekogärtner sind schließlich der Markt für einige dieser häufig sehr schnell im Müll landenden Produkte aus Süd-Ostasien, deren Halbwertzeit sehr gering ist.
      Du unterstellst mir eine Herabwürdigung der handwerklichen Qualitäten der Menschen Südostasiens, ich frage mich aus
      welcher Aussage du das entnimmst.
      LG
      Sisah

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  27. Liebe Sisah,
    oje, da habe ich mich aber wohl nicht klar genug ausgedrückt! Keinesfalls wollte ich Dir "unterstellen", Du würdest die handwerklichen Qualitäten der Asiaten herabwürdigen! Ich habe lediglich Dein Stichwort "Billigware aus Südostasien" aufgreifen wollen, um eine kleine assoziative Reflexion über diesen Aspekt anzustellen. Denn Kunsthandwerk aus Asien ist einfach ein Thema, mit dem ich mich beruflich seit vielen Jahren befasse.Und wo es mir einfach am Herzen liegt, darauf zu verweisen, daß "billig" nicht immer gleich "minderwertig" sein muß. So kann man z.B. in Asien unendlich feine und subtile Stickereien zu unglaublich niedrigen Preisen kaufen (natürlich wird aber auch viel Wegwerf-Schund produziert).- Wenn ich Dir damit in irgendeiner Weise zu nahe getreten sein sollte, so entschuldige ich mich, dies lag natürlich nicht in meiner Absicht!- Ich gebe Dir allerdings völlig Recht, daß durch die billigen Preise vieler Asienprodukte für den Garten bei uns Westeuropäern offenbar ein inflationärer Dekowahn und eine gewisse Wegwerfmentalität befördert werden. Ähnlich wie das durch Billigklamotten aus Asien der Fall ist. Aber das ist ja auch schon wieder ein neues Thema...
    Also liebe Sisah, ich hoffe, jetzt habe ich so weit alles erklärt?! Ich wünsche Dir einen schönen letzten Oktobertag!
    Liebe Grüße
    Christel

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  28. was ist schon gartendeko :) für einen ist das ein alter weidenkorb der für eine stütze im beet macht und aus dem eine scchöne staude herauswächst, für den anderen ist es ein gartenzwerg :)

    ich persönlich mag es eher natürlich, holz, steine, weide, etwas rostiges... sachen die nicht in die augen springen :)

    aber wie schon mehrmals gesagt, jeder soll einen garten haben, den er gerne haben möchte.

    liebe grüße
    aneta

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  29. Das ist ein interessantes Thema... Ich für meinen Teil habe einen riesigen ländlichen Garten mit einem halben Schrottplatz darin *lach*. Da zieren Topfdeckel oder Wärmflaschen die Beetränder, Zinkwannen hängen an Holzwänden, alter Kram wird bepflanzt, Tüllen zieren den Staketenzaun usw. Das würde ich jetzt mal als Deko bezeichnen... Ich mag keine Beetstecker oder Obeliske - ist mir zu statisch und unflexibel. Farbiges gibt es bei mir eigentlich nicht - ich mag mich nicht durch ein einziges Deko-Teil zu doll festlegen müssen. Ich habe gezielte Ecken, in welchen ganz viel auf einmal steht und diese Ecken werden auch mal jahreszeitlich umdekoriert. So werden sie zum Hingucker. Ebenso habe ich ein paar mobile Tische bzw. Gartensstühle, welche ich je nach Jahreszeit in die Beete oder in den Garten stellen und dekorieren kann (das wäre auch mein Tipp an dich, denn bei deinen weitläufigen Beeten braucht es schon einen etwas größeren "Blickfang"). Ich bin beruflich auch viel in fremden Gärten unterwegs um Reportagen zu fotografieren und greife hier schon auch mal zur Dekounterstützung - viele Gärtner sind eben einfach pflanzenorientiert und haben wenig Sinn für schöne Deko. Manchmal reichen ein paar Handgriffe und es kommen Teile zusammen die der Besitzer vorher in alle Himmelsrichtungen im Garten verteilt hatte. Bisher war jeder dankbar für meine Deko-Tipps und ich denke, es ist bei Deko im Garten wichtig, nicht den Überblick zu verlieren und die Dinge wahllos irgendwo hin zu platzieren damit sie eine "gefühlte" Lücke füllen. Ich wende gerne die "3 gehören zusammen" Regel an - eine Gruppe wirkt gleich ganz anders als ein einsames Deko-Teil im Nirgendwo...
    Liebe Grüße,
    Christine

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  30. eben entdeckte ich diesen Post passend zu dem Thema Gartenmarkt Pflanzen oder Deko. Auch mich gruselt es wenn ich den Garten mit Deko zugeschüttet sehe. Und ich gestehe ich habe einen Pniguin mit Holzwolle für die Ohrwürmer , ein Geschenk vom Töpfermarkt. Dann selbstgezimmerte dchlichte Bänke aus Palettenholz sehr sinnvoll auch als Ablage und für die Gärtnerpause, aber auch schon als Stütze für die Erdbeernetze verwendet.
    Aber ansonsten geben die pflanzen in ihrem Wuchs in ihren farben und ihrer Vielfalt den Ton an. Manchmal ist auch eine ruhige Fläche ohne Schnick Schnack sehr wohltuend!
    Dekoriert ist nur die Terasse:
    gesammeltes Treibholz als Windspiel, gebastelt von meinen Enkeln!
    Dazu Laternen für die Terasse, eine alte Bootsleiter Erinnerung an unseren ersten Kutter, darauf stehen nun Sekulanten in schlichten Zinngschalen.
    Grüße von Frauke

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