19. Juni 2017

Erwähnenswerte Pflanzen 2: Was blüht Mitte Juni?

 Kommendes Wochenende, 24. und 25. Juni: Tage der offenen Gartentür

Juni ist eine spannende Jahreszeit: Einerseits sind tragende Frühlingsblüher schon lange Geschichte und auch die klassischen Pflanzen des Mais (Pfingstrosen, Staudenmohn, Iris) sind verblüht, andererseits lassen viele Sommerblüher noch auf sich warten (Taglilien, Phlox, Ehrenpreis). Umso wertvoller sind in dieser Zeit selbstaussäende Pflanzen, die man je nach Lust stehen lässt oder jätet und die diese Blütenlücken mit Farbe füllen, ehe man sie entfernt und Platz freigibt für weitere Nachfolger.

Ein zu Unrecht wenig verwendetes Gras ist Melica ciliata. Zwar sät es sich üppig aus und krallt sich dann gerne in andere Stauden und ist schwer zu entfernen... aber seine frühe Blüte, die ab Mitte Juli silbern in den Beeten erscheint, entschädigt für meinen Geschmack eindeutig für etwas Jätaufwand.
Die Samenstände einiger Kugellauchsorten zerfallen rasch, andere sind haltbarer. Diese hier sind von ganz normalem Allium aflatunense und verfärben sich interessant gelblich, ehe sie verwelken.
Eine von mir schmählich vernachlässigte Staude ist der Bartfaden. Die Gattung Penstemon beinhaltet nämlich jede Menge robuste Gartenpflanzen und man darf sich von den weniger winterharten Vertretern nicht abschrecken lassen! Dieser hier ist Penstemon hirsutus und seine hellen Blüten erscheinen den ganzen Juni über, sein Laub ist glänzend grün und komplett gesund und die gesamte Pflanze steht straff aufrecht und ist stabil ohne gestäbt werden zu müssen. In meinem Pastellbeet mit jeweils mehreren vorkommenden Pflanzen (mein erstes richtiges Border!) gewinnt dadurch auf jeden Fall enorm, denn ansonsten wäre es im Juni dort noch etwas langweilig.
Im unteren Gartenteil ist es jetzt ruhiger. Einen deutlichen Akzent setzt der mittlerweile riesige Staudenknöterich Aconogonon 'Johanniswolke', dessen eigenartig riechenden Blüten (zu Beginn der Blüten duften sie, später wirds irgendwie unangenehm) durch den ganzen Garten leuchten. Später werden Wiesenrauten und Staudenknöterich anschließen, bis dahin dürfen die Blattstrukturen wirken.

Unglaublich bunt ist es hingegen im Kiesbeet. Die dortigen Pflanzen sind an die Helligkeit gewöhnt und brauchen weniger Blattwerk für die Photosynthese, eher vermeiden sie Laub, um nicht zu viel Feuchtigkeit zu verdunsten. Die Folge sind niedriger, kompakter Wuchs, kleineres, feinteiliges und häufig silbernes Laub und üppige Blüten. Hier eine hohe Nepeta-Sorte, das echte Labkraut (Galium verum) und mein schönstes Gras, Achnatherum calamagrostis, sind gerade dabei, mit ihrer Blüte loszulegen.

Im zweiten Hügel des Magerbeets gab es bei Stipa tenuissima und sämtlichen Arten des Currykrauts (Helichrysum) leider etliche Ausfälle. Aber auch gut, so kann ich neue Pflanzen ausprobieren und bei einigen etwas mehr Aussaat zulassen. Wunderschön schon wieder: Pennisetum orientale 'Karley Rose', für mich eines der schönsten Gräser überhaupt.
Und auch das knallige Kiesbeet - demnächst wird es wieder einen extra Beitrag dazu geben - hat seine ruhigere, sanften Bereiche, hier mit den verblühten Schnittlauchsorten und dem silbernen Beifuß (Artemisia ludoviciana 'Valerie Finnis').

15. Juni 2017

Einladung zu den Tagen der offenen Gartentür am 24. und 25. Juni

Und schon ist es wieder soweit: Unser Wochenende der offenen Gartentür steht bevor! Ich fände es schön, viele von euch bei uns begrüßen zu dürfen und freue mich schon jetzt auf interessante Gespräche und tolle Begegnungen.

Klar bin ich selber befangen, was die Beschreibung des eigenen Gartens angeht, aber ich traue mich doch zu sagen, dass er gerade besonders schön ist. Wer schon einmal hier war, wird mit dem voll erblühten Kiesbeet, das es erst seit dem Sommer 2015 gibt und dem bereits üppig bewachsenem Glashaus, das zur selben Zeit entstanden ist, einiges Neues entdecken können. Und auch sonst hat sich an einigen Ecken und Enden etwas verändert.


Einen Lieblingsort im Garten nennen zu müssen, ist eine schwierige Angelegenheit... aber im Moment würde ich mich ohne zu zögern für das abgemagerte Beet entscheiden!

Mein Ziel, eine an die Optik von Magerwiesen angelehnte Bepflanzung zu erreichen, ist zumindest schon erahnbar. Wesentlich für den Eindruck sind einige Arten, die sich aussäen und zwischen andere Stauden weben - und Gräser, von denen ich noch einige mehr brauche.

Im weichen Abendlich sind zwar die Farben verfälscht, aber der wildhafte Wiesencharakter des Beets tritt dann am stärksten hervor. Salvia verticilliata geht gerade in Vollblüte, worüber die Bienen höchst erfreut sind.

Und noch etwas Neues gibt es, ich werde dazu am Blog bald einen Beitrag veröffentlichen: Im Winter haben wir eine Nisthilfe für Wildbienen aufgestellt, die mit verschiedenen Angeboten in Holzlöchern lebenden Wildbienen helfen soll. Bis jetzt sind schon einige verschiedene Arten eingezogen und ich bin gespannt, wer sich noch aller einfinden wird!

Das nun bereits ein Jahr alte Staudenbeet direkt am Vorplatz hat seinen Schwerpunkt im Sommer, nichtsdestotrotz gibt es schon jetzt einiges her. Ich habe versucht, bis zum Sommer mit harmonischen Farben zu arbeiten, die sich außerdem wiederholen, hier ist es das Gelb von Sisybrium strictissimum, der Aufrechten Rauke, das blasse Lila von Bartfaden (Penstemon hirsutus) und die Samenstände der Lauchpflanzen.



Was es natürlich auch noch gibt, sind die Gemüseanbauflächen von Mama! Im Bild das Frühbeet am Glashaus, aber noch mindestens drei weitere Stellen im Garten stellen unsere Versorgung mit eigenen Gemüsesorten und den daraus zu verarbeitenden Produkten sicher. Jetzt im Juni gibt es schon einiges zu ernten.

Wir freuen uns, wenn ihr unseren Garten besuchen wollt! 




Tage der offenen Gartentür
24. und 25. Juni 2017

Grabenstraße 3
4563 Micheldorf

jeweils 9:00 bis 17:00 Uhr

6. Juni 2017

Anfang Juni im niederösterreichischen Weinviertel

Der kleine Österreichurlaub an einem der langen Wochenenden im Frühsommer ist mittlerweile zu einer kleinen Tradition geworden und so hat es uns dieses Mal in für mich noch unbekanntes Gebiet verschlagen, nämlich in den äußersten Nordosten Österreichs, ins nördliche Weinviertel.

Wer in Österreich in einer Gebirgsrandlange wohnt und gärtnert wie ich, wird vor allem von den klimatischen Bedingungen überrascht sein: Meistens bewegt sich die Jahresniederschlagssumme um 300mm (auf der Karte die Grenzbereiche nördlich von Wien) herum, was weniger als einem Drittel des Regens entspricht, mit dem mein Garten auskommen muss. Die Folge sind bereits jetzt Anfang Juni verdorrte Rasenflächen und eine gänzliche andere Flora und Fauna - und natürlich Weinanbau.

Jetzt im Frühling sind die meisten Orte noch nicht sehr stark besucht, in vielen Kellergassen huschen nur Ziesel herum und weil die Landwirtschaft, auch wenn sie sehr idyllisch aussieht, intensiv betrieben wird, begegnet man in den Siedlungen öfter einmal Feldhasen, Igeln oder vielen, vielen Vögeln.

Im Folgenden möchte ich euch einfach ein paar Eindrücke zeigen, natürlich immer mit botanischem Schwerpunkt! Bei weiteren Fragen bitte Mailen oder einen Kommentar hinterlassen.


Eine der schönsten Kellergassen der Region und vermutlich auch darüber hinaus befindet sich am Galgenberg bei Wildendürnbach.





Wir sind quer durchs Waldviertel angereist und haben einen Zwischenstopp am Ottensteiner Stausee eingelegt, der mit den Gneisgestein am Ufer ganz deutlich an Skandinavien erinnert. Und auch wenn der Kamp angeblich kalt ist: Der Stausee ist es ganz sicher nicht, wer in der Nähe ist: Ruderboot ausleihen, eigene Insel oder Buch ansteuern und sich auf den warmen Steinen in die Sonne legen! / Das zweite Bild zeigt eine kleine Kellergasse irgendwo unterwegs, leider ist nur mehr eine kleine Insel inmitten von Agrarwüste.
Rund um den Truppenübungsplatz Allentsteig, in dem neuerdings sogar ein Wolfsrudel lebt, finden sich unglaublich reiche Vorkommen von Lupinen. Das mag manche nicht weiter beeindrucken, für mich, die ich auf Kalk gärtnere und lebe und den Kampf für Lupinen und gegen Schnecken schon vor Jahren aufgegeben habe, ist so etwas ein kleines Wunder.

Unser Quartier befand sind in Staatz-Kautendorf, eines jener Dörfer, in denen aus der ziemlich flachen Umgebung eine Kalkklippe aufragt, die natürlich im Mittelalter als Platz für eine Burg genutzt wurde. Zur blauen Stunde spazierten wir auf die Burgruine von Staatz, die einen herrlichen Rundblick bietet.

Blick nach Nordwesten, Richtung Sonnenuntergang.

Die Reste des Gebäudes sind rund um die Uhr zugänglich und bieten einen herrlichen Rundblick auf das sanfthügelige Weinviertel.

Die am Beginn des Posts gezeigte Kellergasse, die einen Hügel - den Galgenberg - fast ganz umgibt, liegt bei Wildendürnbach. Im Spätsommer werden dort Weinfeste gefeiert, aber bis dahin liegen die Keller verlassen auf dem warmen Hügel. Wer sich langsam anpirscht, kann jede Menge Ziesel beobachten. / Oben auf dem Hügel befindet sich der oberste Teil des alten Kirchenturms, der beim Neubau vor 30 Jahren von der Feuerwehr dorthin verfrachtet wurde. / Die Kellergasse ist wunderschön einheitlich und in gutem Zustand.

Aber jetzt zu dem, was mich dort am meisten begeistert hat... Sind Ziesel nicht unheimlich niedlich? Ich bin ja leicht von Tieren zu begeistern, aber Ziesel zu beobachten gehört zu meinen liebsten Beschäftigungen im Osten von Österreich. Leider bin ich noch nie einer zahmen Kolonie begegnet, alle meine Zieselsichtungen erfolgten aus weiter Ferne und ergaben Bilder, auf denen man braune Schatten durchs Gras huschen ahnt. Dieses Mal hatte ich aber Glück: Ein unvorsichtiges Jungtier war so in die Suche nach Grassamen vertieft, dass es immer weiter in meine Richtung gelangte. Erst ganz kurz nach dem rechten Bild erschrak es schließlich und sauste in sein weitläufiges Gangsystem. Glück gehabt, wir alle beide :-).

Die Aussicht vom Galgenberg reicht schon bis ins benachbarte Tschechien nach Mikulov.


Auch wenn die Landschaft idyllisch aussieht und die Grüntöne beim Fotografieren Spaß machen: Naturbelassene Flächen gibt es hier kaum, die Wälder sind meist abgezäunt und innerhalb des Gatters werden Wildschweine gehalten, die Felder grenzen fast ohne Rain aneinander und die wenigen natürlichen Flächen sind auf die Hügelkuppen zurückgedrängt: Die dort wachsende Trockenrasengesellschaft ist aber äußerst sehenswert! Wir waren etwa am Schweinsbarther Berg, in dessen Umkreis etliche Trockenhänge als geschützt ausgewiesen sind. An einen Stellen kommt sogar der Tatarische Meerkohl vor (Crambe tatarica), aber dafür waren wir zu spät, ich konnte nur mehr die beeindruckend großen Samenstände bewundern.

Für mich völlig unbekannt war bis dato der Acker-Wachtelweizen, Melampyrum arvense, ein Halbschmarotzer, der einjährig ist und nur in Verbindung mit bestimmten Gras- oder auch Getreidearten gedeiht. Er gehört wie der verwandte Klappertopf zu den Sommerwurzgewächsen, die allesamt auf Wirtspflanzen leben. In Magerwiesen zuhause, trägt er zur weiteren Abmagerung der Wiesen bei, allerdings kenne ich diese leuchtend pinkfarbige Art aus den nördlichen Kalkalpen und den Trockenrasen im Alpenvorland definitiv nicht, obwohl die Art Kalk wohl mag. / Der weißblühende Lein ist Linum tenuifolium und er würde auch in meinem Magerbeet zuhause gut passen!
Im Waldviertel waren die Kirschen schon reif und überall verstreut in der Landschaft, an Wanderwegen, am Fuße von Hügeln und in Hecken findet man große, saftige Kirschen an Bäumen mit gesundem, grünem Laub - etwas, das ich von Daheim schon seit Jahren nicht mehr kenne, hier sind alle Kirschen wegen der vielen Feuchtigkeit mit Pilzen befallen, von wildwachsenden Esskirschbäumen, die teilweise als Überreste alter Obstbaumgärten als letzte noch sichtbar sind oder von Vögeln weiterverbreitet wurden, kann ich hier nur träumen! Und wer genau schaut, sieht auf meiner Hand auch eine Wildbiene, leider konnte ich sie nicht bestimmen, weil sie so schnell wieder weg war.

Der Kirchturm von Ottenthal / Ein Teil der großen Windparks Richtung Wien.

Eine unserer letzten botanisch interessanten Stops waren die Leiser Berge, die gleichzeitig von Süden her die erste Kalk-Erhebung darstellen. Rund um die Buschberghütte, die gleichzeitig Österreichs niedrigstgelegene vom Alpenverein betriebene Hütte ist, sie liegt nämlich nur auf 480m Seehöhe, führen ausgedehnte Pfade durch Wiesen, Hecken und Waldstücke und man könnte stundenlang zu den nahegelegenen Dörfern wandern.

In den Wiesen blüht neben dem schon bekannten Ackerwachtelweizen der Natternkopf und Carduus nutans, eine meiner liebsten Disteln, die ich immer noch nicht im Garten habe.

Noch ein paar Impressionen aus den Leiser Bergen, die weiße Pflanze könnte ein Galium sein, ich habe aber noch keine passende Art gefunden, falls also jemand eine Idee hat?

Einen Urlaub in diese Region kann ich uneingeschränkt weiterempfehlen!

28. Mai 2017

Erwähnenswerte Pflanzen 1: Was blüht Ende Mai

Weil mir der Garten grad etwas davonwächst und die langen, hellen Abende ein Draußensein bis halb 10 erlauben, ist am Blog gerade weniger los, obwohl doch gerade jetzt sehr viel zum Herzeigen wäre. Ich beginne also diese lose Serie, in der ich Pflanzen der Saison vorstellen möchte, die mir im Moment besonders gut gefallen!

Silene fimbriata stammt aus dem Kaukasus und bildet mit langsam aber beständig kriechenden Rhizomen lockere Bestände, die im Halbschatten bis zu 1,4m hoch wachsen und ihre hinreißend gefransten, weißen Blüten mit dem hellgrünen Kelch in andere Pflanzen hineinlugen lassen. Ich habe sie mit Farnen und gelber Hesperis kombiniert, für die Zukunft sind aber Vergesellschaftungen mit Akelei, Kugellauch und anderen Nachbarn geplant. Definitiv ein Versuch wert!

Lange hat es "gehunzt", nun aber wächst er: Mein no-Name-Frauenschuh aus dem Ramsch-CC-Wagen eines Gartencenters hat sich nun wirklich etabliert und ziert mit Kapperl und Dreadlocks das Schattenbeet. Ich bin so begeistert, dass ich in Versuchung bin, etwas Geld in andersfarbige Kultivare zu investieren (kleinblütig müssen sie sein, ein großblütiger Kollege der gezeigten Pflanze blüht meist ungesehen, weil die Blüte immer am Boden liegt).

Und schon sind wir im Kiesbeet, das im Moment jeden Tag für Begeisterung sorgt. Dieser ausgesprochen hübsche Doldenblütler ist Athamanta turbith var. haynaldii, der aus Südeuropa stammt und mit federfeinem Laub einen wuschligen Tuff bildet, aus dem üppig und zahlreich schneeweiße Doldenblüten sprießen, die meistens waagrecht stehen und verhältnismäßig groß sind. Die Pflanze mag trocken, sonnig und heiß stehen und kann daher gut auf Mauerkronen oder im Vordergrund von Kiesbeeten verwendet werden.

Direkt daneben, man sieht die dichten Bestände auch am vorherigen Bild links, wächst der Österreichische Ehrenpreis, Veronica austriaca. Längere Zeit von mir schmählich vernachlässigt, weil er in Töpfen immer recht unscheinbar vor sich hingammelt, habe ich einige geschenkte Pflanzen vorigen Frühling lustlos in ein Kiesbeeteck gestopft, mit Kies völlig bedeckt, weil sie im Topf so gakelig waren, und dann komplett auf sie vergessen. Bis heuer: Ein Meer aus blauen Blütenkerzen, in verschiedenen Farbschattierungen und ca. 40cm hoch, breitet sich in besagtem Eck aus. Wun-der-schön!

Und gleich anschließend eine weitere Pflanze, die im trockenen Habitat gefällt: Knautia macedonica, ein Bienenmagnet, wächst auf magerem Boden zart und ansprechend und webt sich mithilfe von Selbstaussaat durchs Beet, ein weiterer Pluspunkt ist die lange Blütezeit. Definitiv ein Plus!

Schnittlauch wird als Zierpflanze ja leicht unterschätzt oder halt im Gemüsebeet geduldet. Seine Farbsorten aber, die in England größere Beliebtheit genießen, blühen üppig und lange, ziehen Bienen und andere Insekten an und können Beete im Mai durchaus dominieren. Nach der Blüte ist ein Rückschnitt sinnvoll, außer natürlich, man möchte reiche Aussaat. Die hier gezeigte weiße Sorte ist 'Wallington White', links und rechts wachsen jeweils Exemplare von 'Forescate'.

Wer duftende Pflanzen mag, wir Nelken lieben und besonders Dianthus lumnitzeri 'Tatra Fragrance' ist eine tolle Pflanze: Üppige Blüte, herrlicher Duft, blaues Laub und Stängel, kitschig rosa gezeichnete Blüte... aber auch andere Sorten und die Art selbst sind lohnenswert, auf passendem Boden kann es zu reicher Selbstaussaat und abweichenden Tochterpflanzen kommen, was ich (noch?) spannend finde.

Und meine letzte Pflanze, die mich im Moment fasziniert, ist die unglaublich blaue Lindelofia longiflora. Ein gedanklicher Fehler hat sie mich statt in den Halbschatten, von dem man häufig liest, mitten ins abgemagerte Schotterbeet pflanzen lassen, wo sie das letzte Jahr etwas mickrig vorsichhinvegetierte. Aber offenbar hat sie die Zeit für die Wurzelbildung genützt, denn nun blüht sie in einem riesigen Busch und strahlend blauen Blüten, die von Bienen reich besucht werden und lässt sich weder von Sonne noch Trockenheit irritieren. Von allen Pflanzen, die ich bisher gesehen habe, hat sie das leuchtendste Blau, weshalb es mich wundert, dass sie nicht öfter in Gärten anzutreffen ist.


Welche Pflanzen begeistern euch im Augenblick?