Herzlich Willkommen!

Diese Internetseite bündelt meine aktuellen und früheren Gartenaktivitäten. Von 2010 bis 2019 stand hier im Blog der Garten rund ums Haus meiner Eltern im Fokus - zahlreiche Beiträge behandelt vor allem die dortigen Schattenbeete und die die Anlage eines Kiesbeets. Dieser Garten existiert nach wie vor - ich wohne aber nun seit sieben Jahren ein Stück weit entfernt auf einer kleinen Landwirtschaft, wo langsam aber sicher ein neuer Garten entsteht. Diesen zeige ich ausführlich auf meiner Instagram-Seite. Daneben gibts es hier Infos über meine Bücher, Vorträge und Infomaterial verschiedenster Art. Stöbern Sie gern auch im Blogarchiv!

20. März 2011

Geranium im Frühling

Mich erreichen immer mehr Anfragen, die sich um die Pflege von Storchschnäbeln im Frühling drehen. Ich bin in Bezug auf Geranium allerdings eine ziemlich faule Gärtnerin, ich schneide sie selten zurück und verwöhne sie auch sonst eher selten. Jetzt im Frühling beschränken sich meine Pflegemaßnahmen auf den Rückschnitt und das Entfernen des alten Laubs. Sobald ich die ersten Austriebe sehe, bekommen die älteren Pflanzen etwas Kompost.


  • Geranium macrorrhizum kann, muss aber nicht zurückgeschnitten werden. Sehr alte Pflanzen mit langen Trieben kann man kürzen, sie treiben dann an der Basis wieder aus. Wenn man befürchtet, die Triebe seien tot, empfiehlt es sich, auf den Austrieb zu warten und erst dann etwaige erfrorene Teile herauszunehmen. Die Vermehrung dieser Art funktioniert denkbar einfach: Triebe aus dem Boden ziehen und etwas tiefer wieder pflanzen/topfen, angießen, fertig. 

  • Geranium x magnificum kann dazu tendieren, bei langem Verweilen auf einem Standort über die Oberfläche zu wachsen, sodass die Rhizome frei liegen. Eine meiner Pflanzen, die seit 9 Jahren am gleichen Standort steht, werde ich heuer neu pflanzen müssen. Ich warte dazu auf die ersten Anzeichen von Austrieb, grabe die Pflanze aus, verbessere den Boden mit Kompost und frischer Erde und pflanze nur die jungen, vital aussehenden Triebe wieder ein. Die alten kompostiere ich. Es kann aber sein, dass dieses Problem nur bei ungünstigem Standort (in meinem Fall zuviel Schatten) vorkommt und es kein häufiges Problem dieser Art ist. In leichten Fällen hilft ganz sicher das Aufstreuen von Kompost!

  • Alle anderen Arten und Sorten: Eventuell düngen, auch Verpflanzen oder die Vermehrung ist jetzt möglich.Weiters kann jetzt gedüngt werden, allerdings lieber nicht, wenn die Pflanzen schon im Vorjahr sehr hoch und ausladend waren oder leicht umgekippt sind. Geranium wachsen zwar mit Nährstoffen kräftiger, aber sie werden auch instabiler und sollten daher im Zweifelsfall eher zu kurz gehalten werden.

Andere Arbeiten erledige ich im Moment nicht, da Geranium zum Glück sehr pflegeleichte und arbeitssparende Pflanzen sind!

16. März 2011

Schattenbeete im Vorfrühling


Im Schatten tut sich im Frühling am allermeisten. Die meist kleinen Pflanzen müssen die kurze Zeit nützen, die ihnen bis zum Laubaustrieb der Bäume bleibt, um Blüten zu bilden, Insekten anzulocken und Samen auszubilden. Manche von ihnen ziehen bald wieder ein, andere bekommen Laub, brauchen aber kaum mehr Licht und können es gut unter anderen Pflanzen aushalten. Zu den sicher schönsten und zartesten Pflanzen der ersten Gartenwochen gehören die Leberblümchen. Es gibt unterschiedliche Arten, heute zeige ich aber nur das heimische Hepatica nobilis in der gefüllten Form und in 'normalem' Leberblümchen-Lila. Die Pflanzen mögen einen nicht bedrängten, im Sommer gerne trockenen Standort in humosem Boden, dann gedeihen sie problemlos.


Links oben ist Chrysosplenium macrophyllum, ein Milzkraut aus Asien. Viel schöner noch als die ungewöhnlichen, aber leider spätfrostgefährdeten Blüten sind die Blätter, die denen von Bergenien ähneln und dunkelgrüne Rosetten erzeugen. Die Pflanze vermehrt sich über Stolonen, an deren Enden noch im gleichen Jahr neue Pflanzen entstehen. Wenn es ihr gefällt, kann sie also langsam durch das Schattenbeet wandern. Wer mehr erfahren möchte: In der Februarausgabe der Gartenpraxis ist ein ganzer Artikel zu dieser hübschen Pflanze erschienen.

Rechts oben ist eine kleine Denksportaufgabe für mich. Ich denke, es handelt sich um Cardamine glanduligera, die lila Zahnwurz (früher Dentaria), aber ganz sicher bin ich nicht. Im Schattenbeet sind so viele kleine Stauden versteckt und so bald im Frühjahr fehlen mir die Nachbarn als Anhaltspunkt, um genauer wissen zu können, wer wo auftauchen soll. Ich habe im ganzen Beet kleine Steine gelegt, damit ich durch die Pflanzung turnen kann, ohne etwas zu zertreten oder etwas zu zerquetschen, wo ich dachte, es wüchse nichts.


Leucojum vernum, die Frühlingsknotenblumen, wachsen bei mir nur zögerlich, da mein Boden nicht lehmig ist. Aber seit ich mit Laubhumus arbeite und den Boden mulche, vermehren sie sich langsam. Sie werden hier in Österreich "Schneeglöckchen" genannt, wobei man Galanthus als "Echtes Schneeglöckchen" bezeichnet. "Märzenbecher" sind hier alle gelben Narcissus ("Osterglocken"), die Dichter-Narzisse wird als einzige mit "Narzisse" angesprochen. Schwierig, schwierig, da sind lateinische Namen eine echte Hilfe!

Meine Helleborus croaticus blüht viel früher, als alle anderen Helleborus, allerdings erwischt sie deswegen meist auch der Frost. Heuer hat sie nur wenige braune Spitzen und sieht besser aus als in den Jahren zuvor. Neben der frühen Blüte ziert auch ihr stark eingeschnittenes Laub, das eher niedrig bleibt.

15. März 2011

Neue Blümchen-Auslese ist online


Vielleicht können sich manche von euch noch an den Blümchen-Adventkalender erinnern? Heute ist die Frühlingsausgabe der Blümchen-Auslese veröffentlich worden, einer Art Online-Zeitung für Gartenfreunde, die Vierteljährlich erscheint.


Diesmal gibt es ein Samenrätsel, einen Artikel über die blauen Stauden des Sommers, über Feigen und von mir stammt ein Artikel über Epimedium.Wer die Auslese zu schnell ausgelesen hat, der kann sich im Archiv sämtliche ältere Artikel seit 2004 anschauen. Dort findet man auch alle Adventkalender.


Viel Spaß beim Lesen!

12. März 2011

Schreddern!


Bei strahlendem Sonnenschein habe ich heute gemeinsam mit meinem Vater den neuen Schredder eingeweiht. Nach nur einem Vormittag war das Material schon deutlich weniger, sodass ich zuversichtlich bin, den vielen Strauch- und Staudenschnitt (letzterer ist am Bild noch gar nicht zu sehen) rasch besiegen zu können. Schreddern ist eine wunderbare Tätigkeit - es sind zwar meine Arme ziemlich zerkratzt, weil ich der Wärme wegen kurzärmelig arbeiten musste -, weil man den Fortschritt unmittelbar erlebt und ein brauchbares und angenehmes Produkt entsteht.


In den Beeten beginnt nun langsam das Wachstum. Im Kiesbeet sind die Iris schon am Austreiben, im Schatten sind gerade erst Eranthis und Galanthus am Blühen. Ich habe in den letzten Tagen so viele schöne Bilder aus Gärten gesehen, in denen Geophyten, besonders Crocus tommasianus, Eranthis und Galanthus flächig gepflanzt waren, dass ich es bereue, nicht schon viel früher mit dem Pflanzen und Verteilen dieser netten Frühlingsblüher begonnen zu haben. Aber immerhin weiß ich schon jetzt ein Ziel für die kommende Gartensaison, auch nicht schlecht!



Der untere Gartenbereich könnte ganz sicher einige tausend Frühblüher vertragen. Seit die Beete geräumt sind, sieht es dort ziemlich leer aus. Aber das wird sich hoffentlich schon bald ändern :-).

6. März 2011

Langsam wird es...


In Gartenforen aktiv zu sein bringt besonders im Frühling – neben interessantem Austausch, vielerlei Information und dem Aufmerksamwerden auf neue Must-Haves – einen hohen Faktor an Verzweiflung mit sich. Wenn einer Schneefreundin, wie ich eine bin, der Winter so böse mitspielt und schon seit Wochen kein nennenswerter Niederschlag (weder Schnee noch Regen) zu verzeichnen ist, neigt man dazu, sich auf den Frühling zu freuen, selbst wenn nach Jahren des Gärtnerns eigentlich klar sein sollte, dass vor Ende März nicht viel los ist. Und da in Gartenforen Menschen aktiv sind, deren Gärten quer durch alle mitteleuropäischen Klimazonen gestreut sind, gibt es beneidenswerte Gartenfreunde, bei denen die Vegetation schon ein gefühltes Monat weiter ist. Während ich als hier in 6b hoffnungsfroh in der Erde bohre, ob denn eh alles da ist, wird dort schon über das Blühverhalten von Pflanzen diskutiert, bei denen ich selber nicht einmal sicher bin, ob es sie noch gibt (was ein dummer Gedanke ist. Es verschwindet nur in den seltensten Fällen eine Pflanze und über Winter schon gar nicht).

 
Daher ein kurzes Gartenupdate, damit ihr euren Stand der Vegetation mit meinem hier vergleichen könnt: Cornus mas öffnet sehr langsam seine Knospen. Die Anfang Februar bereits ausgetriebenen Adonis zeigen Farbe. Wirklich in Blüte befinden sich nur ein paar wenige Crocus im sonnigen Kiesbeet, wohingegen sich die vielen, vielen versenkten Crocus tommasianus zwar überall zeigen, aber noch weit jenseits jeglicher Blüte sind. Eranthis würden hier blühen, aber meine Bestände bewegen sich erst im niedrigen zweistelligen Bereich, weshalb auch hier noch von keinem Blühereignis die Rede sein kann. Die Helleboren sind etwas weiter, warten aber noch vorsichtig ab.

 
Ebenso zögerlich verhalten sich alle Hepaticas – das wundert mich am meisten, war doch eine frühe Blüte dieser netten Schattenpflanzen oft schon ab Mitte Februar zu beobachten (aber oft auch erst ab Ende März). Überrascht hat mich dagegen der frühe Austrieb von Paeonia mairei. Diese schöne Wildform soll leuchtend dunkelrosa Schalenblüten mit gelben Staubgefäßen tragen und das schon Mitte April. Bisher zeigte sich die Staude selbst von – 12°C nicht beeindruckt.


Die Staudenbeete sind nun fast alle zurückgeschnitten. Bis sich frischer Austrieb zeigen wird, dauert es aber sicher noch zwei, drei Wochen. Diesen großen Tuff Schneeglöckchen werde ich gleich nach der Blüte teilen und in mehreren kleinen Stücken in der Nähe pflanzen. Diese Vorgehensweise vermehrt Galanthus schneller als die Aussaat alleine.

Ein verfrühtes Osterhasengeschenk wird mich vermutlich die ganze kommende Woche und auch noch länger beschäftigen: Ich habe einen Schredder geschenkt bekommen! Damit kann der anfallende Strauch- und Staudenschnitt in wertvolles Häckselmaterial zum Mulchen verwandelt werden. Und was übrig bleibt, wird zu wunderbarer Erde. Bestimmt freuen sich die Pflanzen auch :-).

28. Februar 2011

HP-Update und aktuelle Gartenarbeit


Da im Sommer meist ohnehin zu wenig Zeit dafür bleibt, habe ich in den letzten Tagen die Geranium-Profile auf meiner Homepage ergänzt und erweitert (www.geranium.at). Eigentlich wäre es ja mein Ziel, irgendwann zumindest alle eigenen Geranium (im Moment ungefähr 130... ich weiß es nicht so genau) mit Blütenfoto und Blattabbildung erfasst zu haben. Leider klingt das viel einfacher, als es ist: Jedes Jahr im Winter fehlen Bilder und im Sommer vergesse ich darauf, die betreffenden Pflanzen zu fotografieren. Auf den ersten drei Seiten der Profile habe ich nun alle existenten Blatt- und Blütenbilder ergänzt und auch alle Geranium, die letztes Jahr neu in meinem Garten zu finden waren (Geranium 'Melinda', 'Danny Boy', 'Mrs. Jean Moss' und 'Madelon', um nur ein paar zu nennen) - (die Bilder von oben links nach rechts unten: koraiense, maculatum (Typ Oudolf), macrorrhizum, 'Eva').



Im Garten war heute Strauch- und Baumschnitt angesagt. Für die nächsten Tage, die ja sonnig sein sollen, habe ich eine umfangreiche Liste von Dingen, die erledigt werden sollen:
  • rund um die Sedums herumstechen (sie kippen dann im Sommer nicht um)
  • die Schattenbeete mit Laubhumus und Schredder mulchen
  • Zwiebelpflanzen düngen (als ich das zuletzt gemacht habe, waren noch nicht alle sichtbar)
  • die restlichen Staudenbeete schneiden
  • Galanthus teilen und neu pflanzen
  • Stauden- und Strauchrückschnitt wegfahren (puh)

22. Februar 2011

Wie dauerhaft sind Staudenbeete?

Der Garten ist, wie für die aktuelle Jahreszeit in unseren Breiten auch zu erwarten, verschneit und eingefroren. Daher nutze ich die hoffentlich nur mehr wenigen Wochen, um Themen und Bilder der vergangenen Jahre zu thematisieren. 


Die Titelfrage nach der Dauerhaftigkeit von Staudenbeeten ist natürlich rhetorisch gemeint, zumindest aus meiner Sicht. Bisher gelang es mir nämlich noch nie, ein Staudenbeete zu anzulegen und ein Ergebnis zu erzielen, das über mehrere Jahre hinweg möglichst ähnlich ausgesehen hätte. Warum das nicht funktioniert, hat vielfältige Gründe: Stauden wachsen schneller als erwartet, sie fühlen sich nicht wohl und verschwinden, sie werden zu dicht gepflanzt (oh ja, ich bekenne mich) und verdrängen sich gegenseitig, sie kümmern oder sie überwuchern ihre Nachbarn.

Aber auch die je nach Jahr unterschiedlichen Witterungseinflüsse verändern das Aussehen von Staudenbeeten – manchmal funktionieren Kombinationen, ein anderes Mal verpassen sich die eigentlich einander zugedachten Pflanzen. So passiert bei einem Staudenbeet, das ich im April 2009 angelegt habe. Die südwestliche Seite, die auf den Bildern in diesem Blogeintrag zu sehen ist, wurde mit Stauden bepflanzt, die ab Ende Juni bis zum Frost blühen: Galega x hartlandii 'Alba', Phlox paniculata, Agastache 'Black Adder', Agastache 'Linda', Boltonia 'Snowbanks', Oenothera speciosa 'Alba', Orlaya grandiflora, Deschampsia caespitosa 'Goldtau', Sedum 'Iceberg', Calamintha nepeta ssp. nepeta, Solidago caesia, Aster laevis 'Arcturus', Monarda 'Ou Charme', Aster ericoides, Coreopsis tripteris, Gaura lindheimerii, Nepeta 'Pool Bank' und andere.


Im Juli 2009 hatten die weißen Galegas ihren großen Auftritt. Gemeinsam mit der weißen Oenothera, der Gaura, ohne mein Zutun aufgetauchtem roten Fuchsschwanz (Amaranth) und den roten Achilleas ergab sich damit ein faszinierend rot-weiß-grünes Gesamtbild. Rosa und Lila kamen erst einige Wochen später mit Phlox, Agastachen und Nepeta.



Ab September übernahmen im Beet Astern und besonders Agastache 'Linda', die ich mit jeweils zwei Pflanzen an zwei Stellen gesetzt hatte (das linke untere Bild zeigt die Pflanzung 5 Monate nach der Anlage, so kräftig können Beete wachsen!). Eindruck machte auch die weiße Boltonia 'Snowbanks', die in den Monaten zuvor einen ruhigen und gleichmässigen Hintergrund für die anderen Stauden ergeben hatte.


Die obenstehenden Bilder des Beets sind alle aus dem Jahr 2009. Natürlich glaubte ich nicht, dass das Beete in der Saison 2010 ganz genauso aussehen würde, aber ich dachte doch, es wäre zumindest ähnlich. Doch weit gefehlt. Agastache 'Linda' kam nur schlecht über den Winter und ihre Reste wuchsen so langsam los, dass ihnen von anderen Stauden das Licht genommen wurde, weshalb sie dann, als ich mal nachschauen wollte, auch einfach verschwunden waren. Aber statt Löchern gab es im Beet trotzdem überbordende Fülle, da die rosa Monarden nach einem Jahr Eingewöhnung plötzlich loslegten. Da fiel auch nicht weiter auf, dass die pinkfarbige Aster nicht mehr im Beet weilte. Schade war, dass sich Orlaya grandiflora zwar ausgesät hatte, aber selbst ausgesät viel früher blüht, als wenn man Pflanzen geschenkt bekommt. Zur Blütezeit der Galegas war sie folglich schon lange welk.


Leider waren auch die Achilleas verschwunden und Fuchsschwänze ließ ich nur im Nachbarbeet aufkommen. Somit war mein toller weiß-roter Juliaspekt völlig demontiert. Dafür blühte nun das Deschampsia in Überfülle und fing - wie man im linken Bild gut sehen kann - Morgentau und Licht in seinen feingliedrigen Blütenbüscheln. Diese verfärbten sich bis in den September hinein golden, sodass ich zusammen mit Coreopsis tripteris und Solidago caesia im Spätsommer das Beet von Lilatönen auf Gelb/Blau/Golden umtönen konnte (nunja, Glück war auch dabei).

Nun habe ich mich in die Phlox-Monarda-Galega-Deschampsia-Agastachen-Kombi verliebt, nur fürchte ich, sie könnte dieses Jahr ganz anders aussehen; womöglich fehlen diesmal die blauen Agastachen, die Monarden spinnen oder der Phlox ist zu groß/zu hoch/zu breit und verdrängt die Galegas - es könnten viele Dinge passieren. Wenn man bedenkt, wie stark das Beet 2009 von Agastache 'Linda' geprägt war, die 2010 völlig fehlte, dann ist es unmöglich vorherzusehen, wie das Beet 2011 aussehen wird - ich warte daher einfach und zeige euch dann, was von meinem Garten besonders schön oder ausgesprochen schrecklich gelöst wurde ;-).

(das Bild mit Phlox im Morgenlicht reiche ich beim Fotowettbewerb im gardening-gone-wild-Blog zum Thema 'Genus Loci' ein, da dieses Beet im vergangenen Jahr ganz sicher eine der schönsten Stellen im Garten war)

10. Februar 2011

Erste Gartenarbeiten


Gutes Gartenwetter will genutzt werden: Obwohl es nicht mehr so warm war wie in den letzten Tagen, so gab es doch Sonnenschein und noch genug zu tun. Die von mir bereits im Winter erwähnte Hecke wurde heute zum Teil geschnitten, in erster Linie Cornus sanguinea, der hoffnugslos überaltert meterlange in sich verworrene Triebe produziert hat. Der riesige Schnitthaufen stammt von ungefähr einem Fünftel der betreffenden Pflanze. Ich hoffe, meine Schattenbeete haben jetzt etwas mehr Licht.

Außerdem habe ich jene Zwiebelpflanzen, die schon sichtbar waren, nach Rücksprache mit andern Zwiebelpflanzenbesitzern vorsichtig gedüngt. Gerade bei großen Narzissenhorsten oder Beständen, die nur mehr wenige Blüten ausbilden, sollte das die Blüte für nächstes Jahr garantieren. Blumenzwiebel wachsen ja im Winterhalbjahr und wenn man erst düngt, wenn sie blühen, haben sie nicht mehr viel von den Nährstoffen. Man sollte sie also entweder im Herbst mit Hornspänen bedenken (was ich jeder Jahr vergesse) oder jetzt beim Austrieb mit schneller verfügbarem Dünger. Tomatendünger in meinem Fall, der höhere Kaliumgehalt wirkt sich positiv auf den Zwiebelaufbau aus - Kompost würde zu spät verfügbar werden, der ist sonst das Mittel meiner Wahl, allerdings auch eher stickstoffhältig, ebenso wie Blaukorn, das ginge auch, aber nur sehr dosiert.




Die beiden großen Staudenbeete, gemeinsam ungefähr 90m² groß, waren schon vorgestern dran. Es treiben schon allerlei Zwiebelpflanzen aus, daher war es vernünftig, die Arbeiten gleich zu erledigen. Falls es doch wieder schneit und dann länger sehr nass ist, könnte ich dann lange nicht mehr in die Beete und müsste immer komplizierter herumturnen, um nichts zu zertreten.

7. Februar 2011

Erste Austriebe


Das warme Wetter - heute +12,2°C - hat jetzt fast in allen Gartenecken den Schnee schmelzen lassen. Und entgegen aller Erwartungen sind sofort die ersten Austriebe aufgetaucht! Links oben sieht man Adonis 'Fukujukai', das allerdings schon vom ersten Schnecken angeknabbert wurde, zum Glück nur ein kleines bisschen. Rechts Cyclamen coum, die stehen allerdings hinter dem Haus und waren bis gestern noch unter dem Schnee, daher sind sie noch weiter zurück.


Hepatica nobilis sind in meinem Garten sehr zahlreich vertreten. Diese erste Blüte habe ich an einer sonnigen Stelle gefunden, die schon länger schneefrei ist. Alle anderen Pflanzen warten noch vorsichtig ab, so wie rechts Hepatica transsilvanica 'Blue Jewel'.

Die 16 Obstbäume sind endlich gepflanzt und die ersten beiden Schattenbeete sind frühlingsfit gemacht - ich hätte eigentlich noch keine Eile gehabt, aber es treibt schon so viel aus, dass ich später wohl kaum mehr in die Beete steigen kann.

5. Februar 2011

Chilisaat und Gartenlinks


Gemüse pflanzen und säen ist sonst eigentlich nicht so mein Ding (die umfangreichen Gemüsebeete, die unser Garten neben den Stauden beherbergt, werden allesamt von meiner Mutter bearbeitet und betreut. Allerdings ernte ich hin und wieder ;-)) und außerdem sind sie keine Stauden - aber seit wenigen Jahren säe ich jeden Frühling Chilis und später auch Tomaten aus. Es ist eine ganz besondere Freude, bei Schnee und Frost Erde zum Auftauen ins Haus zu tragen, auszusäen und damit das neue Gartenjahr zu beginnen. Seit mir der praktische Trick verraten wurde, Chilisaat warm zu stellen, keimen frische Samen innerhalb von vier Tagen. Oben zu sehen sind 'Jalapeño' -Sämlinge, aber auch einige andere Sorten ('Cayenne', 'Aji Cristal' und 'Criolla Sella') zeigen schon Grün.

Im Garten haben wir heute gemeinsam die elf restlichen Löcher für unsere Mostobstbäume gegraben, morgen haben wir vor, die dazuhörigen sechzehn Bäume endlich zu pflanzen, nachdem die Armen schon seit Ende November im Einschlag herumliegen müssen. Der frühe Wintereinbruch hat alle Pläne für eine rechtzeitige Versorgung durchkreuzt. Bei gemütlichen +9°C und Sonnenschein gräbt es sich aber auch viel leichter als bei typischem Winterwetter.


Weil der Winter aber sicher noch etwas dauern wird, möchte ich euch ein paar Links empfehlen, die ich immer wieder gerne besuche:

Viel Spaß beim Durchklicken und Genießen!