11. April 2011

Lathyrus vernus - Frühlingsplatterbse


Zu den nettesten und problemlosesten Frühlingsstauden gehört die Frühlingsplatterbse. Sie ist zerstreut in fast ganz Europa heimisch und liebt humosen Boden unter Laubbäumen, wo sie nette kleine Horste bildet, die im Moment voller Blüten stehen. Das grüne Laub bleibt den Sommer über erhalten und stets auf einen kleinen, kompakten Busch beschränkt - außer es ist sehr trocken und heiß, dann vergilbt es.

Oben ist zweimal die Art selbst zu sehen. Sie blüht lila/purpur auf, um über ein leuchtendes Blau hin zu verwelken. Spannend wird diese Pflanze jedoch erst durch die netten Sorten, die leider allesamt nur sehr selten angeboten werden. Mir ist das etwas unerklärlich, aber vielleicht lliegt es daran, dass die Sorten nur über Teilung verbreitet werden können, was ein langwieriges Verfahren darstellt, da die Pflanze horstig wächst und Aussaat sehr verschiedene Ergebnisse erbringen kann.


Zudem herrscht eine leichte Verwirrung, da die rosa Variante die Kreativität sämtlicher GärtnerInnen ähnlich beflügelt hat und es die Sorten 'Roseus', 'Rosenelfe' und 'Alboroseus' gibt, die allesamt in hellem bis dunklen Rosa blühen und mehr oder weniger gedrungen wachsen. Links sollte die Sorte 'Alboroseus' sein, rechts ein sehr blasser Sämling von 'Rosenelfe'. Mich stört diese Unklarheit nicht weiter, da schon kommendes Jahr eigene Sämlinge blühen werden und ich sehr gespannt bin, was herauskommt.


Eine Freundin hat mir aus England diese blaublütige und viel gedrungener und kleiner wachsende Form namens 'Caeruleus' mitgebracht. Bei ihr fehlt der Rotanteil in den Blüten fast völlig. Eine Rarität ist die reinweiße Form 'Albiflorus', die viel hellere Blätter besitzt und schwächer wächst als die anderen Sorten. Allerdings ist meine Pflanze ebenfalls nicht völlig weiß; die Rückseite der Knospen schimmert rosa.


Offensichtlich neigt Lathyrus vernus zur Bildung von schmalblättrigen Exemplaren. Links die Forum Lathyrus vernus gracilis und rechts die Sorte 'Spring Melody', deren Blätter nur mehr ganz schmale Nadeln sind. Da ich alle diese Sorten (und noch ein paar mehr) in meinen Beeten in ziemlicher Nähe versammelt habe, bin ich schon sehr gespannt, wie die zahlreichen Sämlinge blühen werden. Ich pikiere sie und pflanze sie an geschützte Stellen, wo sie rasch zu kräftigen Pflanzen heranwachsen. Im Moment erscheinen überall die Sämlinge vom letzten Jahr - auch rund um die besonderen Sorten :-).

Kommentare:

  1. Dieser Artikel ist sehr interessant und deine Fotos sind schön wie immer!
    Ich liebe die wilden, hier in Sardinien gibt es viele, und ich Blog
    Ich habe eine Menge Beiträge über unsere wild. Manchmal, was wir bewundern
    Natur kann viele Quellen der Inspiration.

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  2. Hallo Katrin!
    Die Frühlingsplatterbse gehört zu meinen Lieblingen, nur wusste ich erst nicht, dass sie ein Frostkeimer ist, und so habe ich immer noch keine im Garten.
    Viele Grüße
    Elke

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  3. Danke Katrin, wieder was dazugelernt!
    Liebe Grüße
    Elisabeth

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  4. Diese Staude sieht wirklich nett aus, muss ich das nächste Mal im Baumarkt schauen, vielleicht gönne ich mir auch ein Exemplar.

    lg kathrin

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  5. Sehr interessant, die Frühlingsplatterbse kannte ich noch überhaupt nicht. Jetzt will ich sie natürlich haben;-)
    Liebe Grüße, Margit

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  6. I adore Lathyrus vernus, especially the blue flowering form, yet oddly, the genus is not popular in gardens here in Canada! One can never account for taste, or the lack thereof! A wonderful post, here's hoping more people read it and are introduced to this wonderful plant!

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  7. Wie säe ich die Frühlingsplatterbse aus? Sammelt ihr die Saat oder wartet ihr einfach nur ab, wo sie sich selbst ausgesät hat?

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