19. Oktober 2010

Ein Staudenbeet im Jahreslauf II






Bei dieser Serie habe ich es leider nicht geschafft, jedes Mal den gleichen Blickwinkel zu finden. Man kann sich aber am Ast im linken Beet und am Rand der rechten Staudenrabatte, die erst dieses Jahr entstanden ist, orientieren. Gut erkennbar ist hier der Blütenhöhepunkt am dem Hochsommer, der sich noch bis zum Frost fortsetzen wird.

Das erste Bild wurde am 26. April aufgenommen. Die Zierkirsche ist bereits verblüht, ab jetzt übernehmen die Narzissen sowie die Lichtnelken, die sich - leicht gebremst von meiner Seite - im Beet frei aussäen dürfen. Man erkennt die Sämlinge sehr gut und kann sie daher im Winterhalbjahr leicht aus Stauden herausjäten oder bei zu starkem Aufkommen ausdünnen.

Am 23. Mai blühen die Lichtnelken noch immer, allerdings zieht Anthriscus sylvestris 'Ravenswing' mit seinem dunklen Laub und den weißen Doldenblüten die meiste Aufmerksamkeit auf sich. Im Hintergrund sieht man Allium aflatunense und Euphorbia palustris 'Walenburg's Glory', die auch auf eher trockenem Boden ziemlich umfangreiche Maße annimmt.

Auch Mitte Juni befinden sich die meisten Stauden in diesem Beet noch im Höhenwachstum (seltsamerweise befinden sich genau in diesem Beetabschnitt keine Geranium - ein klarer Planungsfehler meinerseits ;-)). Eine Ausnahme bildet die weiße Orlaya grandiflora, eine fabelhafte Anuelle, die es rein vom Charakter her mit jeder Prachtstaude aufnehmen kann. Zusammen mit Nepeta 'Veluws Blauwtje' ergibt sich eine sanfte Kombination. Links im Vordergrund erkennbar ist Phlomis tuberosa 'Amazone'.

Nach der schon im letzten Beitrag beschriebenen Juli-Urlaubs-Lücke geht es erst am 11. August weiter (wir haben meine Lieblingskombination, weiße Galega, rosa Monarde, rosa Phlox und grün erblühendes Deschampsia verpasst - ich hoffe, es ist kommendes Jahr ebenso eine Augenweide!). Die Monarden habe ich bereits zurückgeschnitten, die Orlaya ist nun verdorrt und darf sich aussäen. Gräser, Phlox, Agastachen und das noch frische Grün der Astern übernimmt nun.

Eine besonders schöne Phase hat das Beet Mitte September. Solidago caesia und Coreopsis tripteris in Gelb bilden einen spannenden Kontrast zur blauen Agastache 'Black Adder'. Abgefangen wird diese Kombi durch das mittlerweile goldgelbe Deschampsia caespitosa 'Goldtau'. Das frische Grün von Boltonia 'Snowbanks' wirkt ebenfalls beruhigend.

Jetzt im Oktober geben die Astern den Ton ab. Der Phlox hat sich zu einer Nachblüte durchgerungen und die Boltonia erstrahlt als Wolke in Weiß. Vielleicht schneit es diese Woche schon, dann wird vieles in diesem Beet umkippen - falls nicht, bleiben zumindest die stabilen Stauden den Winter über stehen und werden erst im Frühling abgeschnitten. Aus steht noch die Blüte von Aster tataricus - dazu wird es aber erst in ca. zwei Wochen kommen.

Kommentare:

  1. Staudenbeet im Jahreslauf gefällt mir sehr gut! Da wirkt das Gartenjahr richtig lebendig. Deine Beete sind echt toll, hab auch einen großen Garten und weiß, wieviel Arbeit es bedeutet, solche Flächen zu betreuen. Mich verläßt dann zwischendurch die Lust und das "Unkraut" freut sich. Werde öfter bei dir reinschauen, vielleicht motiviert mich das ja :-)

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  2. Ich pflanze zum Glück so dicht, dass ich nur zweimal im Jahr jäten muss - klar, hin und wieder ziehe ich einen Löwenzahn oder eine Melde raus, aber Arbeit machen die großen Beete wirklich nicht viel. Ich schneide sie auch nur etwa zwei Mal während der Vegetationsperiode zurück und dann im Februar/März, wenn alles 'frisch' gemacht wird.

    Rasenflächen machen garantiert zehnmal soviel Arbeit :-).

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  3. Nach dem Genuss des schönen Geranium-Blüten-Post, war ich auf der Suche nach dem Platz auf dem sie wachsen.
    Hier bewundere ich die Monat-Vergleichs-Fotos - toll!

    LG Sigrid

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