17. April 2014

Das neue Schattenbeet oder Wie ich wir in einem Tag aus einem Erdhaufen ein Beet gemacht haben

Heute habe ich mit tatkräftiger Hilfe meiner Familie im unteren Bereich des Gartens eine bislang verwahrloste Fläche unter der Hecke in ein Schattenbeet verwandelt. Die Perspektive der Fotoserie ist ungünstig, da man frontal auf den Zaun guckt, aber so sieht man die Fortschritte zwischen den Bildern am besten. In Zukunft werde ich das Beet von rechts nach links fotografieren und damit wie sonst auch immer zaunlose Bilder schaffen.

Der erste Arbeitsschritt am Vormittag war das Entfernen der Unkräuter aus dem alten Erdhügel. Dieser war in den letzten Jahren von der mittlerweile stark zurückgeschnittenen Forsythie verdeckt gewesen und erst nach dem Schnitt wurde der viele Platz erkennbar. Die weißen Kübel links sind wegen Frostgefahr über die Diphylleia und Podophyllum 'Spotty Dotty' gestülpt, was denkbar doof aussieht, aber hilft.

Hier ist ein Teil des Erdhaufens schon nach hinter zum Zaun hin verteilt worden. Dort wuchsen bis auf ein paar Gehölzsämlinge nur Lerchensporne, die ohnehin gerade am Einziehen sind und daher bedenkenlos verschüttet werden konnten.

Nun ist das Nivau des Beets ungefähr erreicht und eine alte Wurzel, die ich seit Jahren hinter den Sträuchern liegen hatte, wurde schon im Beet platziert.

Ab da ging es schnell: Ich hatte etliche Schattenstauden aus Berlin und von Sarastro, die untergebracht werden wollten. Zuerst habe ich sie auf der Fläche verteilt und geguckt, wie sich das alles ausgeht.

Dann haben wir eingepflanzt, gegossen und aufgeräumt. Nun schaut die Ecke fast ein wenig zu geleckt aus. In Planung ist noch eine kleine Aussaatkiste rechts vom Beet, die den Abschluss bilden und den kleinen Hang abfangen wird. Die werde ich demnächst basteln - sie soll dann empfindlichen Schattenstaudensämlingen ein Heim bieten - die haben es in meinen Beeten nämlich immer recht schwer.

Hier bin ich gerade dabei, das Beet mit Holzschredder abzudecken. Im Moment habe ich nur halbverrotteten, aber neuer wird demnächst gemacht werden. Trotz des kühl-kalten Wetters der letzten Tage war der Boden recht trocken und ist musste reichlich gießen, damit die neuen und auch umgepflanzten Stauden nicht schlappmachen.

Ihr kennt meine Einstellung zu Gartendeko. So im Materialmix schauts besonders seltsam aus. Aber wer hat sich da ins Bild geschlichen? Kater Oskar liebt meinen schon etwas schiefen Schwemmholzpfahl als Ausguck. Hier hat er mich schon bemerkt, aber oft sitzt er wie eine Statue drauf.

Keine Deko sind diese Verhüllungsskulpturen, sondern der Versuch, meine Epimedien und sonstigen empfindlichen Stauden vor dem Nachtfrost zu schützen. Wenn es auch heute Nacht gutgeht, kann ich mich freuen.

Der Garten an sich ist schon wunderschön. Aber man sieht, wie kalt es hier war: Unten im Tal blieb der Schnee nicht liegen, aber von der Kremsmauer hat er heute herrlich weiß heruntergeleuchtet. Von mir aus darf es jetzt aber gerne wieder warm werden.

Kommentare:

  1. Hallo Kathrin, schön ist es anderen bei der Arbeit zuzuschauen. ;-) Dein Garten ist wunderschön, eine malerische Kulisse. Da er jetzt schon so schön ist, frag ich mich grad wie der Spätfrühling, Sommer das noch toppen kann?
    VG Bine

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  2. Die Erde Deines Hügels sieht aber klasse aus, da könnte man glatt neidisch werden. Und der Zaun, ich finde ihn gar nicht so störend! Gehört doch irgendwie auch zu einem Garten! Welche Schattenstauden sind denn eigentlich eingezogen? Dein Garten sieht toll aus und ich hoffe alle Deine "empfindlichen" haben den Frost gut überstanden.

    Liebe Grüße Alexandra

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  3. welch schöner Garten und mühe.. ich habe nun eher vielfalt durch verwildern..eher standortgerecht..da muss ich mich nicht wegen fröste sorgen...aber dein garten ist sicher wunderbar vielfältig..gruß wiebke

    ps wir haben immer eher zuviel nässe,da schweren tonboden und genug regen..

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