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Diese Internetseite bündelt meine aktuellen und früheren Gartenaktivitäten. Von 2010 bis 2019 stand hier im Blog der Garten rund ums Haus meiner Eltern im Fokus - zahlreiche Beiträge behandelt vor allem die dortigen Schattenbeete und die die Anlage eines Kiesbeets. Dieser Garten existiert nach wie vor - ich wohne aber nun seit sieben Jahren ein Stück weit entfernt auf einer kleinen Landwirtschaft, wo langsam aber sicher ein neuer Garten entsteht. Diesen zeige ich ausführlich auf meiner Instagram-Seite. Daneben gibts es hier Infos über meine Bücher, Vorträge und Infomaterial verschiedenster Art. Stöbern Sie gern auch im Blogarchiv!

25. Mai 2015

Frühling anderswo (2/2) - Trockenwiesen entlang der Donau und im Leithagebirge

Das Burgenland gilt zwar immer als recht flach, aber das stimmt natürlich nicht. Die letzten Ausläufer der Alpen, halbhohe Hügel, die aber trotzdem felsdurchsetzt sind, säumen den westlichen Rand des Neusiedler Sees und bilden dort das Leithagebirge, über das der Rest von Österreich gerne mal milde lächelt.

Zumindest für biologisch Interessierte ist das aber kein bisschen angebracht, denn selbst wenn man dort keine Klettertouren unternehmen kann - die Flora ist ausgesprochen spannend, da in diesem sehr speziellen Lebensraum die Alpen auf die pannonische Tiefebene treffen, heiße, trockene Sommer auf kühle, windige Winter und so Wiesen entstehen konnten, die es im Rest des Landes nicht zu finden gibt.

Carduus nutans, eine wunderschöne Distelart, die bestimmt auch im Garten gut verwendbar wäre

Dictamnus albus, der Diptam, kommt an einigen Stellen im Leithagebirge in großer Anzahl vor.
Diese Staude ist in meinem Garten immer sehr heikel, wächst recht langsam und wird dazu noch von den Schnecken dezimiert. Hier, mit Ausblick über die Weingärten, ist es so trocken, dass kaum Schnecken unterwegs sind - klarer Fall, dass das im Garten nicht so gut klappen kann.
Dabei wäre der Diptam eine so wunderschöne Staude!

Phyteuma orbiculara / Orobanche gracilis, eine parasitär lebende Pflanze, die ihre Nährstoffe aus einer Wirtspflanze bezieht - in diesem Fall aus Schmetterlingsblütlern - und daher völlig ohne Blätter erscheint / Dictamnus albus

Euphorbia seguieriana, die auch in Kiesbeeten gerne gepflanzt wird

Österreichischer Lein wächst im gesamten pannonischen Raum häufig und oft in dichten Vorkommen - er ist eine dankbare Staude für Kiesbeete und sät sich, wenn es trocken ist, auch zuverlässig aus.
In den Pflanzengesellschaften des trockenen Leithagebirges hätte ich kein Mädesüß erwartet, aber an etwas feuchteren, der Sonne nicht direkt zugeneigten Stellen wächst Filipendula vulgaris und fällt mit seinen weißen Sternchen weithin auf.

Ornithogalum pannonicum, eine niedrige Milchsternart, die auf Trockenrasen in großen Mengen und beinahe bodendeckend vorkommt

Aufgrund des nahen Sees finden sich auf den Trockenwiesen immer wieder sich sonnende Libellen - hier ein Spitzenfleck
Früher Schilfjäger (die heißt wirklich so :-))

Salvia pratensis in Weiß / in Blau / Descurainia sophia

Immer wieder bieten sich Ausblicke, wie hier nach St. Margarethen

Weiter nördlich, direkt an der Donau, und damit nicht mehr im Burgenland, sondern schon in Niederösterreich, liegen der Braunsberg, die Hundsheimer Berge und der Hainburger Schlossberg. Man sieht dort in die geschichtsträchtige Hainburger Au, nach Bratislava und auch in die pannonische Tiefebene, an deren Rand die Hügel vom milderen Klima profitieren. All das begünstigt interessante Pflanzengesellschaften.


Die kurze Wanderung auf die Ruine der Hainburg lohnt sich
Im Wald unterhalb wachsen neben dem bekannten Polygonatum odoratum auch Polygonatum latifolium
In den Felsen daneben kann man die Samenstände von Scorzonera austriaca entdecken, einer frühblühenden, löwenzahnartigen Staude
Meine Lieblings-Annuelle habe ich auch gefunden: Orlaya grandiflora!

Am Braunsberg, der ein recht flaches Plateau aufweist und damit gute Bedingungen für eine ausgedehnte Wiesenlandschaft, sieht es wieder ganz anders aus.

Galium glaucum wächst dort in großer Zahl in den Wiesen
Campanula sibirica ssp. sibirica zwischen Federgras


Stachys recta subsp. recta / Globularia bisnagarica / Carduus nutans mit Federgras
Ranunculus illyricus
Vincetoxicum hirundinaria


Tephroseris integrifolia subsp. integrifolia

Veronica austriaca (vermutlich) / Reseda lutea / Verbascum pheoniceum

Verbascum phoeniceum in großer Zahl - ich war sehr beeindruckt!

Aussichtsplattform über die Donau un die Hainburger Au zur österreichischen Seite hin.

Wer sich für Pflanzen und vor allem für Stauden, die auch in unseren Gärten verwendet werden, interessiert, wird in den vorgestellten Regionen einige Tage etwas zum Entdecken haben. Wir waren sehr beeindruckt vom pflanzlichen Reichtum und können den Besuch des nördlichen Burgenlands und dem angrenzenden südlichen Niederösterreich weiterempfehlen - nicht nur der Pflanzen wegen :-).

Es ergaben sich viele Anregungen für Trockenpflanzungen und die Pflanzliste für ein künftiges Kiesbeet wächst und wächst!

21. Mai 2015

Frühling anderswo (1/2) - Rund um den Neusiedler See

Das einzige Anstrengende am Frühling ist ja, dass es überall gleichzeitig interessant, besonders schön und unglaublich spannend wäre - im eigenen Garten sowieso, draußen in der Natur auch und erst recht an noch unbekannten Orten. Dazu noch diese verlockenden langen Wochenenden... und schon war ich endlich einmal nicht im sommerlich-vertrockneten - zugegeben, auch von Reiz - sondern im frühlingshaft-saftigen, blühenden und mich sehr überzeugenden Burgenland.

Flache Steppen, schilfumsäumte Lacken, Wasservögel, soweit das Auge reicht: Unser östlichstes Bundesland ist für viele Österreicherinnen und Österreicher einigermaßen exotisch.

Der grenzüberschreitende Nationalpark umfasst sowohl trockene Wiesenlandschaften, die vorwiegend beweidet werden, als auch den See selbst und die dichten Schilfgürtel rundherum.
Dadurch treffen ganz verschiedene Lebensräume auf kleinem Raum zusammen - Anchusa officinalis, Helmknabenkraut (Orchis militaris) und natürlich Wasservögel wie das Thorshühnchen

Für die flauschige Vollblüte des Federgrases (Stipa pennata) waren wir etwas zu früh dran, aber die im Wind wogenden Wiesen waren auch so beeindruckend.

Hier sieht man eine dieser trockenen Wiesen mit einer Lacke direkt dahinter. Viele dieser Lacken vertrocknen im Sommer und lassen nur eine weiße Schicht aus Algen und Salz zurück - ein weiterer, sehr spezieller Lebensraum.

Salvia pratensis blüht in vielen Wiesen und auch entlang von Straßen im Moment sehr üppig. Auch sein in Gärten mittels Sorten weit verbreiteter Verwandter, Salvia nemorosa, kommt im Burgenland vor.

Sehr gefreut habe ich mich über gleich mehrere gefundene Spinnenragwurze (Ophrys sphegodes). Sie sind winzig und ein wenig unscheinbar, aber sehr besondere Orchideen, die wie alle Ragwurze versuchen, mit der Nachbildung eines Insekts dieses anzulocken und so eine Bestäubung zu erzielen.
Nonea erecta, das baune Mönchskraut, ist eine sehr seltsame Schönheit und ich würde es gerne im Garten kultivieren.

Die Zwergiris sind schon lange verblüht, aber auch jetzt finden sich noch einige Irispflanzen in den Wiesen rund um den Neusiedler See.

Und dort und da sieht man auch Ziesel - meistens huschen sie aber flink in ihre stets in der Nähe liegenden Behausungen und man sieht nur den Aushub und die Löcher.
Wir hatten dann außerdem noch das große Glück, dass einige Bienenfresser schon zurückgekehrt waren und bei einer bekannten Brutkolonie beobachtet werden konnten. Ich finde diese Vögel wunderschön und so ungewöhnlich im Vergleich zur restlichen Vogelwelt in Mitteleuropa.

 
Auch ein Feldsperling, ein junges Kaninchen und weitere Perspektiven auf die Bienenfresser boten sich :-).
Ich mag Rabenvögel und diese Dohle hat besonders intelligent geguckt.

Cerinthe minor fand sich überall am Wegrand.

Und natürlich Wein - immerhin ist das Burgenland dafür in Österreich bekannter als die Tiere und Pflanzen zusammen ;-).

Und hier könnte man im Hintergrund den See erkennen. In der zweiten Folge wird es um Trockenrasen rund um Hainburg und in St. Margarethen gehen.

6. Mai 2015

Im Schatten blüht es jetzt - und wie!

Die beeindruckendsten Bereiche im Garten sind nun die Schattenbeete. Sie wandeln sich nun am schnellsten, vieles erblüht, etliches verschwindet und einige Stauden fehlen immer noch - sie haben ihren Auftritt erst später.

Wer Schattenbeete in sehr prominenten Lagen des Gartens anlegt, sollte daran denken, dass auch später im Jahr noch Pflanzen dort schön sein müssen. Bei mir werden noch einige Hosta aus dem Dschungel auftauchen; auch das Tafelblatt (Astilboides tabularis) fehlt noch und etliche Farne entrollen sich erst. Dazu treiben viele der Stauden, die jetzt blühen, auch schöne Blätter, wie etwa Brunnera und Tiarella, viele bleiben zudem bis zum Herbst standfest (Lunaria rediviva, Lamium orvala).

Warum die Bilder so einen Gelbstich haben, weiß ich leider auch nicht, scheint irgendwas mit Picasa zu tun zu haben...

Dieses Beet ist nun sieben Jahre alt und definitiv voll. Ich werde heuer damit beginnen, einzelne Pflanzen herauszunehmen und vor allem die Tiarella ein wenig einzudämmen. An sich gefällt mir der Effekt sehr, es ist ein dichter, bunter Teppich.

Helle Blüten passen gut in den Schatten. Hier sind es Tiarella und das weiße Epimedium stellulatum 'Long Leaf Form', das einen schönen Kontrast zum Lila von Lunaria annua und zum Laub der Umgebung aufbaut (links Polygonatum multiflorum 'Ramosissimum', Stylophorum diphyllum, Epimedium grandiflorum var. flavum 'La Rocaille', Adiantum venustum)

Ich hätte nie gedacht, dass die kleine Dicentra-Pflanze aus Berlin von letztem Jahr bis heuer so eine schöne Pflanze werden wird! Dicentra spectabilis 'Gold Heart' hat das Zeug, eine ganze Gartenpartie zum Leuchten zu bringen! Begleitet wird sie von Cardamine heptaphylla, Epimedium und anderen kleineren Schattenpflanzen.

Cardamine pentaphyllos und Adiantum pedatum

Lunaria annua blüht verschwenderisch - später muss man mit den Samen etwas vorsichtig sein, damit die Pflanzen nicht überall auftauchen

Eine sehr unkomplizierte Staude für nicht zu trockene Böden im Halbschatten ist Chrysosplenium davidianum, ein Milzkraut, das sich über kleine Ausläufer vermehrt und so Teppiche bildet. Es zieht nicht ein und sieht auch nach der Blüte noch hübsch aus - besonders zu dunklem Laub wie hier zu Euphorbia dulcis 'Chamaeleon', Hieracium maculatum, einer dunkel austreibenden Deinanthe und zu Adiantum aleuticum 'Japonicum'.

Ich sammle ja Epimedium und heuer hat es nicht gefroren, daher sind alle in voller Blüte, hier 'William T. Stearn'.

Lunaria rediviva ist mein Star unter den Schattenstauden des Frühlings, die Farbe ist großartig, der Wuchs aufrecht und ordentlich - nie hängt oder lungert eine Pflanze davon - und sie duften unbeschreiblich großartig. Letzthin blieben sogar Spaziergänger an der nahen Straße stehen und haben nach dem Duft gefragt (im Garten wachsen etwa 30 Pflanzen, das ergibt schon eine beachtliche Duftwolke!).
Wulfenia x schwarzii, eine etwas heikler Schattenstaude, die es gerne feucht und etwas heller hätte, dann würde sie auch reicher blühen. So dümpelt sie immer etwas unscheinbar vor sich hin.

Sehr üppig dagegen hat sich Saruma henryi entwickelt, eine ungewöhnliche Pflanze mit keinen direkten Verwandten, die weiche Blätter treibt und einen halbkugeligen, sehr ordentlich Busch bildet, der bis zum Sommer immer weiter Blüten hervorbringt.

Und eine sehr seltene Blattschmuckstaude zeige ich noch am Ende: Eine Peltoboykinia, eigentlich denke ich, es ist eine P. watanabei, aber manchmal sieht man Bilder dieser Pflanze auch unter der Beichnung P. tellimoides. Was auch immer - sie ist sehr schön und unbedingt zu empfehlen!

3. Mai 2015

Stauden, die zu Tulpen passen

Nachdem die Schattenbeete im Frühling die Stars im Garten sind, gibt es dieses Mal einen Post, bei dem ich mich mit voller Konzentration den Sommerstaudenbeeten gewidmet habe, in denen das Jahr immer etwas verhaltener startet. Das liegt daran, dass viele Stauden, die auf sonnigen Freiflächen vorkommen, ja noch das ganze Jahr Zeit haben und daher keine Eile, im noch kühlen Frühjahr auszutreiben. Einige von ihnen - Wasserdost etwa - sind überhaupt noch nicht zu sehen.

Das ist jedes Jahr so und in diesen Beeten muss man sich für den Frühling etwas ganz anderes überlegen, damit es bis etwa Juli nicht zu langweilig wird. Die einfachste Möglichkeit ist das Einplanen von Zwiebelpflanzen, die ihrerseits zwar auch sonnige Freiflächen mögen, aber nicht den heißen Sommer, sondern den noch kühleren Frühling. Sie haben die ökologische Nische, die ihnen zu Beginn des Staudenaustriebs bleibt, für sich entdeckt und verschwinden dann, sobald die anderen Pflanzen sie überwachsen.

Tulpen 'Spring Green', 'Flaming Springgreen' und im Hintergrund 'Westpoint' (heuer neu), dazu Euphorbia polychroma, Anthriscus sylvestris 'Ravenswing' und im intergrund Silene dioica.

Die bekanntesten unter ihnen sind die Tulpen. Es gibt sie in allen erdenklichen schönen und schrecklichen Farben und viele von ihnen haben - zumindest in meinen Beeten - die ärgerliche Tendenz zu verschwinden. Ich hab daher für mich selbst beschlossen, dass ich Tulpen wie Saisonware behandle und mir einfach jeden Sommer neue leiste, so, wie andere das mit Balkonblumen machen, die ich nicht habe.

Nach mehreren Jahren Tulpeneinlegens haben sich aber einige Sorten herauskristallisiert, die entgegen meiner Erwartungen doch wiederkommen, sich sogar vermehren und dabei auch ins Farbschema meiner Beete passen.

Noch einmal dieses Beet, eine namenlose gelbe späte Narzisse passt hier ebenfalls gut und auch das gelbe Scharbockskraut, das ich sowieso nie wieder von dort wegbekomme.

Daher habe ich Stauden etabliert, die ebenfalls schon früh im Jahr für Aufsehen sorgen: Der purpurblättrige Kälberkropf, der den wunderschönen Sortennamen 'Ravenswing' trägt, sät sich bei mir echt aus und wandert so durch die Beete. Dass die grün-gelbe Euphorbie so gut dazupasst, ist mir erst letztes Jahr eingefallen - diese Kombi könnte ich mir sogar in Serie vorstellen. Die Tulpen passen wohl deshalb so gut, weil die Weißanteile in der Springgreen-Serie sowieso eher cremefarben sind - weshalb das alles besonders harmonisch wirkt.

Silene dioica, Persicaria microcephala 'Red Dragon', Tulpe 'Spring Green' (dahinter in Rot 'Jan Reus')

Die haltbarsten Tulpensorten in meinen Beeten sind zum einen die weiß-grüne 'Spring Green', zum anderen ihre rotgeflammte Version 'Flaming Spring Green' und die dunkelrote 'Jan Reus' sowie eine weiße Sorte, deren Namen ich leider nicht mehr weiß. Das Rot von 'Jan Reus' nimmt der rote Knöterich Persicaria microcephala 'Red Dragon' wieder auf.

'Jan Reus', im Hintergrund - heuer neu und als Test für eine viel größere Pflanzung im Kiesbeet - Tulipa clusiana 'Cynthia'

'Jan Reus' hat als eine der wenigen Tulpen hier im Garten einen deutlichen Zuwachs vorzuzeigen, denn teilweise treiben drei oder mehr Stängel an einer Stelle und ich pflanze Tulpenzwiebeln immer einzeln ein.

Vielleicht hat das Düngen beim Austrieb geholfen oder der durchlässige Boden in sonniger Lage behagt den Tulpen besonders - obwohl es gerade letzten Sommer recht viel Regen gab.

'Jan Reus' mit Iberis, Silene und Sambucus nigra 'Black Lace'

Wer Tulpen in Beete integrieren möchte und nicht vorhat, sie nach der Blüte auszugraben, zu trocknen und dann im Herbst wieder einzupflanzen (der Aufwand schreckt mich ab und ich käme auch nicht in die Beete rein, wenn die Zeit dazu wäre), der sollte sie so stecken, dass ihr welkendes Laub verdeckt wird. Das gilt zwar für alle Zwiebelpflanzen, aber bei Tulpen sehen die Blätter ganz besonders grausig aus, weshalb es gut ist, wenn blattreiche Nachbarn sie vollends verdecken.

'Spring Green', Silene dioica und jede Menge andere Zwiebelblüher (Allium, Galanthus, Narcissus, Lilium...)  - und, ich seh es grad beim Posten, auch Nichtzwiebelblüher wie Giersch... :-)
Das Schöne an der Sorte 'Spring Green' ist, dass Weiß sich mit allen Farben verträgt und das Grün in der Blüte mühelos eine Verbindung zu Nachbarpflanzen herstellt. So kann man diese Tulpe eigentlich in jedes Beet pflanzen... ich mag die Kombination mit rosa Tönen ganz besonders gern, wie hier mit der in allen Beeten blühenden Silene dioica, dem rosa Dicentra und den blasslila Blütenständen von Lunaria rediviva, die sich in der Versuchspflanzung in der Sonne ganz wacker schlagen.

'Flaming Springgreen' zwischen Wiesenrauten und Lauch
Am Bild oben wirken vor allem die Kontraste zwischen dem feinen Laub der Wiesenrauten und den unglaublich wuchtigen Austrieben des Zierlauchs; dazwischen schwebt dann noch die 'Flaming Spring Green'... eine Kombi, die nun schon seit drei Jahren besteht.

Aber es stehen unendlich viele weitere Möglichkeiten offen und ich möchte alle ermutigen, Tulpen als Staudenpartner zu sehen und nicht reine Tulpenbeete zu pflanzen, die weder halbbar sind noch ohne großen Arbeitsaufwand angelegt werden können.