29. Februar 2012

Noch schnell, bevor es Frühling wird

Bevor im Garten alles zu sprießen beginnt und ich nicht umhin komme, hier aktuelle Ansichten, gerade blühende Stauden oder sonstige neue Themen zu posten, noch schnell eine letzte Vergleichsansicht aus dem vergangenen Gartenjahr. Die beiden großen Sedumpflanzen im Vordergrund sind "Fundstücke" aus einem sehr verwachsenen Beet, denen der Umzug an eine offene, sonnige Stelle sehr gut getan hat. Ich hoffe, ich vergesse nicht, heuer um sie herumzustechen, damit sie auch in diesem Jahr wieder gut standfest sind.




Die Ansicht mit dem Schnee stammt von vor ein paar Wochen und zeigt, wie schön unabgeschnittene Stauden im Winter sein können. Trotzdem werde ich sie in den nächsten Tagen abschneiden, um dem Frühling Platz zu machen. Zwar wird es noch etwas dauern, bis dieser auch hier in OÖ Einzug hält, aber die ersten wackeren Blümchen sind schon aufgetaucht und sogar die Zaubernuss blüht nun endlich.

Jetzt gilt es, die noch nicht geräumten Beete zu schneiden, den Schnitt zu schreddern und auszubringen, die Zwiebelpflanzen zu düngen und möglichst jede Pflanze im Frühling begrüßen. Bis auf ein paar einzelne Exemplare, von denen ich schon weiß, dass sie heuer etwas mickriger sein werden als normal, warten alle Stauden nur mehr drauf, dass es wärmer und heller wird. In etwa einem Monat wird schon so gut wie alles ausgetrieben haben.

Besonders gut vorbereitet sind die frühblühenden Schattenstauden, die die kurze Zeit zwischen Winter und Laubaustrieb der Bäume nützen müssen. Ihre Blühorgane sind zum Großteil schon im Herbst ausgebildet worden und liegen oft nur knapp unter der Oberfläche verborgen. Ihnen macht auch Frost kaum etwas aus, da sie an diesen Ablauf gewöhnt sind.

Etwas mehr Zeit haben all jene Schattenstauden, die große Blätter haben. Diese deuten auf eine Spezialisierung auf ihren Lebensraum im Schatten hin und darauf, dass die Staude auf ein Leben im schattigen Sommer eingerichtet ist. Zu diesen Stauden zählen Hosta und fast alle Vertreter der Maiglöckchengewächse. Sie brauchen noch lange, ehe man etwas von ihnen sieht. Falls es Spätfröste geben sollte, sind es aber genau sie, die in Mitleidenschaft gezogen werden. Kleine Frühblüher sind da robuster. Darum ist es nicht weiter verwunderlich, dass Galanthus, die Ende Januar eingeschneit wurden und jetzt auftauen, völlig unverändert aussehen und nun blühen, obwohl es wenige Zentimeter oberhalb von ihnen nur - 20°C gehabt hat.

Kommentare:

  1. Die drei Bilder aus den verschiedenen Jahreszeiten sind echt irgendwie krass. Schon beachtlich, wie sich die Natur innerhalb von 12 Monaten wandelt.

    AntwortenLöschen
  2. Very nice to see the seasons change!
    Have a blessed day!
    Lea
    Lea's Menagerie
    Mississippi, USA

    AntwortenLöschen
  3. Hast du den Obelisken selbst gemacht? Aus Weide oder Haselnuss?
    Schöne Vergleichsbilder, man kann es immer kaum glauben, wie sich der Garten von 0 auf 100 entwickelt, Pause macht um dann wieder von 0 auf 100....
    Ich wünsch dir einen schönen Frühjahrsbeginn ;-) Liebe Grüße Annette

    AntwortenLöschen
  4. Hallo Katrin,

    danke für die spannten Infos bezüglich der Schattenpflanzen. Wieder was dazu gelernt :-)
    Eine Frage, was meinst du mit "um sie herumzustehen, damit sie standhafter sind" ?
    Was bewirkt das "Stehen"?

    Wünsche dir einen schönen Sonntag.

    LG Mio

    AntwortenLöschen
  5. Rundherumstechen mit einem Spaten ist gemeint. Dadurch werden die Wurzeln gekappt, die Pflanze hat weniger Möglichkeit, Feuchtigkeit und Nährstoffe zu transportieren und bleibt kleiner. Ich habe das auch nie geglaubt, aber auf einen Tipp hin habe ich es probiert und das Ergebnis überzeugt micht.

    Annette, der Obelisk gehört meiner Mutter, ich glaube, er ist gekauft. Wir haben zu wenige Weiden hier, mit denen man gut flechten könnte.

    Euch auch einen schönen Frühling.

    Nice to have visitors from USA, Lea!

    LG, Katrin

    AntwortenLöschen