10. Dezember 2011

Jahresserie - Das Kiesbeet II (3)

Bei meinem letzten Beitrag über den Kiesgarten habe ich öfter die "obere Ebene" erwähnt, nämlich jenes Beet, das ich im Herbst 2009 völlig umgestaltet habe. Überraschenderweise habe ich davon doch einige Fotos gefunden - zwar nicht sehr viele und nur im Zeitraum von Mai bis Juli - und möchte sie trotzdem zeigen, da sie vielleicht Mut machen, ungeliebte Flächten in schöne Bereiche umzuwandeln.




Das gezeigte Beet liegt direkt am Haus, und zwar westseitig davon. Es bekommt daher erst in den Vormittagsstunden Sonne, hat diese aber bis spät am Abend. Bis vor zwei Jahren befand sich dort ein unliebsames Dickicht aus einer alten Paeonie, Chamäleonpflanze, Calamintha, Maiglöckchen und anderem Gestrüpp, das zu keiner Jahreszeit schön aussah. Das Umgraben und Aussieben der Flächen nahm einige Tage in Anspruch, umso mehr freut mich das Ergebnis.

Am ersten Bild vom 4. Mai sieht man den gesunden Austrieb der Iris, die nirgendwo sonst im Garten so gut wachsen. Ich habe den Boden mit Kies und Sand versetzt, und obwohl er ohnehin schon trocken ist, gefällt es den Iris nun noch besser. Gegen Mitte Mai stehen die lila Iris in voller Blüte und man kann ihren Duft gut wahrnehmen, da sie nahe am Weg stehen. Nach der Irisblüte herrscht eine kurze Blühflaute, die bis Mitte Juni (4. Bild) andauert. Dann schließen Silene armeria, Salvia verticilliata und Linaria purpurea an. Letztere muss ich kommedes Jahr stark zurücknehmen, da es ihnen zu gut gefällt und ich um die konkurrenzmeidenden Irisrhizome fürchte.

Die Silene ist einjährig und kann bei zu zahlreichem Auftreten leicht gejätet werden.
Die undurchdachte rosa-leuchtend-Rot-Kombi im Juli ist sehr eigenwillig und nicht durch meine Absicht entstanden. Eigentlich sollte dort alles in lila und rosa Tönen gehalten bleiben - die in England gefundene rosa Wegwarte sollte im Sommer ungestört sein. Aber ich bekam einige Knollen der Monbretie 'Lucifer' geschenkt und habe sie im Herbst, weil ich einen Platz suchte, einfach dort versenkt. Nunja. Es sieht doch ziemlich spannend aus, Echinacea aus Selbstaussaat und die violette Kalimeris mongolica 'Antonia' entschärfen die Sache etwas. Aber getraut hätte ich mir das nie.


Das linke Bild zeigt das Beet aus einer anderen Perspektive im April, wenn alles austreibt. Das Bild rechts habe ich schon einmal gezeigt, man sieht die schon öfters erwähnte Hybride Solidaster (Solidago x Aster) und meine liebste Lieblingspflanze, gekauft in Holland, eine Romneya. In diesem Fall passt der 'Lucifer' im Hintergrund hervorragend!


Noch einmal eine andere Perspektive, wenngleich aus den selben Monaten wie die Bilder oben. Man sieht, wie die Silenen verblühen (ich habe sie später dann gejätet, aber sicher haben sie abertausende Samen verloren), die Romneya und die Monbretie sich erheben und die Laucharten ver- und erblühen. Bis auf gelegentliche Jätarbeiten und Nachschütten von Kies ist das Beeet sehr pflegeleicht. Geschnitten wird im Frühling, gegossen nie.


Und hier ein Bild vom Herbst 2009. Ein Winterbild wird folgen. Versprochen :-).

Kommentare:

  1. Bewundernswert wie schön das Beet geworden ist. Ich habe auch versucht einige Stellen im Garten herzurichten, leider vergeblich, wir haben zu viele Solitärbäume, die die Nährstoffe verbrauchen und durch diese auch zu viel Schatten.

    lg kathrin

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  2. Da sieht toll aus. Was war den vorher auf Deiner "ungeliebten" Fläche ? Ich hätte da auch noch den einen oder anderne Winkel der eine neue Garderobe brauchen könnte. Vor allem fehlt mir die Geduld mit der Blumenwiese. Das muss doch schneller gehen.
    Mach weiter so, es sieht super aus.
    Grüsse Pascale

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  3. Deine Beete sehen einfach wundervoll aus. So perfekt ist mir das noch nie gelungen! Ich finde ja meist die ungewollten Farben, Formen und Höhen am spannendsten, wenn sie auch für mein Empfinden immer erst mal etwas stören. Meist lasse ich dann aber alles genauso, wie es sich selbst gepflanzt hat...
    Liebe Grüße und ich hoffe, Du hast noch weitere Fotos in der Schublade,
    Dagmar

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