29. März 2018

Einladung zum Tag der offenen Gartentür am 15. April

Nun hat der Winter wohl doch schon fast aufgegeben und im Garten wird alles immer grüner und voller. Einige Beete können mittlerweile kaum mehr betreten werden und jeden Tag gibt es etwas Neues zu entdecken. Weil so bald im Frühling besonders im Schatten einiges zu entdecken ist, gibt es heuer einen besonders frühen Tag der offenen Gartentür. Schon in zwei Wochen, am Sonntag, dem 15. April, möchten wir alle Gartenbegeisterten herzlich einladen, kleine und große Schattenblüher zu entdecken. Vielleicht ist uns das Wetter gewogen und auch die ersten Wildtulpen im Schotterbeet erscheinen noch - wir werden sehen.

Wir freuen uns auf zahlreichen Besuch! Wir öffenen den Garten übrigens bei jedem Wetter, hoffen aber natürlich auf Sonnenschein - oder zumindest keinen Schnee.



Was es sonst so im Garten zu sehen gibt? Erstaunlich viel! Bei den Schneerosen hat es leider, so wie in fast allen Regionen Mitteleuropas, die ganz frühen Blüten komplett erwischt. Einige Pflanzen, die also schon im Jänner Farbe gezeigt haben, sind leider heuer total ausgefallen - das ist das erste Mal passiert, seit ich im Garten Fotos mache. Und selbst wenn es schade ist, so überleben die Pflanzen damit doch, da sie einfach später ihr Laub treiben und vermutlich sogar mehr Kraft haben, als sonst, weil sie weder Blüten noch Samen versorgen müssen. Wir werden sehen.


Diese Pflanze hier hat den Frost schadlos überstanden, ebenso wie alle Zwiebelpflanzen, denen ich eigentlich schon schlechte Karten zugestanden hatte, nachdem wir nur wenig Schnee und doch fast -18°C hatten. Als besonders robust haben sich die Schneeglöckchen erwiesen: Seit Jänner haben sie sich dutzende Male komplett platt zu Boden gedrückt und sind immer wieder aufgestanden. Es ist erstaunlich, wie oft sie dieses Prozedere durchhalten!


Erstaundlich ist auch, wie viel Paeonia mairei aushält. Die Art stamm aus Zentralchina und wächst dort angeblich bis auf 3000m Seehöhe in lichten Laubwäldern (wobei dort die Waldgrenze aufgrund der Lage im Kontinent höher liegt als bei uns). Was es aber schon gibt, sind tiefe Fröste im Winterhalbjahr - und hier scheint unsere Päonie recht hart im Nehmen zu sein. Mein Exemplar steht halbschattig und stand bei den Minusgraden schon mehr als 10cm aus der Erde - nix ist passiert.


Wer auch schon erscheint, sind die ersten Zahnwurze, hier Cardamine glanduligera. Ich wollte sie eigentlich auch als sehr robust beschreiben, aber scheinbar sind in Berlin beim letzten Kahlfrost etliche Pflanzen erfroren. Meine hier stand auch schon aus der Erde und ist davon unbeeindruckt geblieben: Ein paar Tage Sonnenschein und sie wird in voller Blüte stehen. Ich freue mich drauf.

Ich wünsche allen Leserinnen und Lesern frohe Ostern! Und natürlich erfolgreiches Garteln bei etwas wärmeren Temperaturen als aktuell.

1 Kommentar:

  1. schade dass es vom Norden Deutschland zu Euch zu weit weg ist .
    Deshalb freue ich mich immer besonders über den Gartenzaun bei Euch zu schauen . Danke für die schönen Frühlingsimpressionen. ich bin auch immer wieder erstaunt wieveil die Pflanzen / Stauden in diesem Jahr aushalten! Grüße von Frauke

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