14. März 2017

Solange man noch Erde sieht...

Im Frühling wächst der Garten besonders schnell, sobald es aber regnet und warme Nächte gibt, ist die Entwicklung von Tag zu Tag jedes Mal eine Überraschung. Und auch wenn wir im Vergleich zu den Vorjahren etwas zurückliegen, so wächst und verblüht doch das meiste schneller, als ich mit dem Fotografieren nachkommen kann. Die ersten Schneeglöckchen sind schon wieder Geschichte, aber so vieles erscheint gerade und noch viel mehr schlummert noch im Untergrund. Wie immer im Frühling daher ein kurzer Fotoüberblick, ehe der Garten zugewachsen ist!

Bei den Christrosen erstaunen mich die Unterschiede innerhalb der Gattung am meisten. Während einige schon aufblühen und andere, wie dieser schöne Sämling, gerade loswachsen, sind einige noch im Knospenstadium und werden wohl noch Wochen bis zur Vollblüte brauchen. Und auch wenn dieses Exemplar sehr sonnig steht: Es ist nich immer vom Licht abhängig, wie weit die Helleborus schon sind.

 
In den Schattenbeeten könnte ich im Moment Stunden verbringen. Dabei schauts auf den ersten Blick recht langweilig aus, aber die Spannung steckt im Detail: Austriebe von Buschwindröschen (links) und Zahnwurz (rechts) lassen auf üppige Blüte in nächstliegender Zukunft schließen!

Meine gelbe und vor allem auch gelblaubige Helleborus von Ashwood ist ein richtiger Hingucker. Eigentlich ist sie fast schon absurd auffällig, sie quietscht gegenüber vom Haus wie ein riesiges Ausrufezeichen nach Aufmerksamkeit, dabei ist sie aus der Nähe betrachtet noch viel schöner. Der zarte rote Rand um die Blütenblätter ist mir vorher noch nie aufgefallen. Und die Hummeln lieben sie auch, also alles perfekt!


In den Schattenbeeten ist der Boden schon fast geschlossen, daran sind Galanthus und Leucojum beteiligt - und leider auch Bärlauch, den ich in einer sehr unüberlegten Aktion dort angesiedelt habe. Nochdazu sind seine Blüten wirklich hübsch - die invasive Aussaat, die dann auf den Fuß folgt, leider weniger.
Im Gegensatz zu den blauen oder gar weißen gefüllten Formen von Leberblümchen ist das rosa gefüllte Hepatica nobilis 'Rubra Plena' schon um ca. 15€ zu haben und die Investition durchaus wert, weil die kleinen, gefüllten Blüten äußerst üppig erscheinen und auffällig aus dem Beet herausleuchten.

Mit den Winterlingen und den Galanthus ist es leider schon wieder fast vorbei. Die Winterlinge-Gruppe am Bild hat es auch endlich geschafft, Sämlinge zu produzieren, weshalb ich jetzt auf deutlich mehr gelbe Blüten in den kommenden Jahren hoffe!

Hier hat es mit der Vermehrung gut geklappt: Von 76 Blüten im Jahr 2012 auf diese Masse, nur durch regelmäßiges Teilen und Düngen, das hat sogar mich überrascht! Ich muss sie demnächst wieder etwas vereinzeln.

Im Schotterbeet ist noch nicht so viel los, einzig die reticulata-Iris zeigen schon Farbe. Einige neue Sorten habe ich im Herbst versenkt, aber die brauchen immer etwas länger als die bereits länger im Garten befindlichen, vermutlich haben die älteren schon früher im Herbst mit dem Wurzelwachstum begonnen.

Besondere Freude bereiten mir die vielen Leberblümchen, die hier gut gedeihen. Einige Sämlinge sind ebenfalls schon große Pflanzen geworden. Heuer gab es außerdem kein zu frühes Austreiben, sodass die Blüten alle unbeschädigt sind und herrlich leuchten.

Kommentare:

  1. Hallo Katrin,
    jetzt geht es wirklich los im Garten.
    Das mit dem Bärlauch habe ich auch im Garten. Vor Jahren unbedacht gepflanzt, wuchert er mir jetzt ein ganzes Beet zu. Ein paar Stauden, unter anderem Storchenschnabel, Carex und Trachystemon trotzem ihm aber.Ich kenn aber auch einen Garten, in dem außer Bärlauch im Frühling nur noch Sträucher und Efeu wächst. Schrecklich! Wenn man sich dem Haus im März/ April nähert, stinkt alles nach Knoblauch.
    Viele Grüße
    Anja

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  2. Ja, ja der Bärlauch!!! Ich habe ihn letztes Jahr aus meinem Kräuterbeet verbannt... ich hoffe,dass ich alles erwischt habe!!! Deine Frühlingsblüher sind ein Traum!!! Bei mir wollen die Leberblümchen leider nicht so recht!
    Viele Grüße von Margit

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  3. Guten Morgen Katrin
    deine stimmungsvollen Aufnahmen zeigen einen herrlichen Garten. Och..dein gefülltes Leberblümchen sieht toll aus, da werde ich mal auf die Suche nach einem solchen gehen. Letztes Jahr habe ich meine ersten drei einfach aber nicht minder schönen Leberblümchen gepflanzt und sie haben doch schon ein wenig zuwachs gehabt.
    Liebe Grüsse Eveline

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  4. Oh so einen wuchernden Bärlauch hätte ich gerne , unser humoser Sand ist da nicht der perfekte Standort.
    Und so schöne Blüten welch eine Freude es bei dir zu sehen
    Grüße von Frauke

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  5. Bezaubernde Aufnahmen! Das Ashwoodkind ist wirklich sehr außergewöhnlich, aber ist es mit dem gelben Laub auch genau so hart wie die anderen Helleboren? Warst du etwa dort? Ich scheue mich bisher immer, im Februar nach England zu fahren, da ist es mir einfach zu kalt.

    Sigrun

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  6. Herrliche Bilder! Die Details hier sind einfach genial. Ich freue mich schon auf die Tulipa - Jahreszeit!
    Frühlingshafte Grüsse,
    Florian

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