6. Dezember 2015

Auf ins neue Gartenjahr!

Gärten halten sich nicht unbedingt an den Kalender und auch das Wetter sieht das mit den Jahreszeiten nicht so eng. Ich habe daher heute die ersten Gartenarbeiten für die neue Gartensaison getätigt und dort mit dem Rückschnitt begonnen, wo die meisten Frühlingsblüher zu erwarten sind. Es hat sich nämlich aus mehreren Gründen als unpraktisch erwiesen, wirklich alle Gartenteile erst im Frühling zu schneiden:

                              - man zertritt dort, wo vieles austreibt, leicht Pflanzen
                              - wenn man beim Austrieb erst mulcht, werden kleine Pflanzen verdeckt
                              - wenn man schneidet und schreddert, dann bleibt meist keine Zeit zum Jäten

Die Beete im unteren Bereich des Gartens - wenn man alles wegschneidet, sieht man den Zaun zu sehr, daher bleibt ein Teil immer stehen.

Aus diesen Gründen und weil das Wetter so schön warm war, habe ich heute damit begonnen, an ausgewählten Stellen die Hauptarbeit des Rückschnitts zu erledigen. Im Bereich der Schattenbeete habe ich dort begonnen, wo im Moment die meisten Schneeglöckchen austreiben werde - wenn man weiß, wo man suchen muss, findet man schon jede Menge Triebe, die erstmal auf den Beginn und dann aufs Ende des Winters warten.

Hier das heute bearbeitete Beet. Noch sieht der Mulch etwas unordentlich aus, aber mit Schnee und Frost wird die Fläche ganz flach - aber sie verklebt nicht, weil genug Staudenstängel im Material enthalten sind.

Für mich ist wichtig, dass der Garten nicht schon jetzt vollständig geräumt wird und dass die Erde nicht blank zurückbleibt. Ich habe daher alle kleinen und weichen Pflanzenteile geschnitten und anschließend alles gejätet, was jetzt sichtbar war; das ist vor allem Lamiastrum galeobdolon, die Goldnessel, die praktischerweise wintergrün ist.

Danach habe ich mit dem Rasenmäher "gehäckselt" - was erstaunlich gut funktioniert hat. Das so entstandene Schnittgut wurde gleich wieder auf das Beet gestreut. Bis zum Frühling kann es nun von den Bodenlebewesen zersetzt werden, die Schneeglöckchen können durch die dünne Schicht gut durchwachsen und dieser Teil des Gartens ist zumindest im Groben erledigt.

Helleborus, Epimedium, Lamium und Vinca sorgen für winterliches  Grün im Schatten.

So insgesamt sieht es trotz dem Frost noch sehr grün aus. Viele Stauden im Schatten bleiben zumindest bis Jänner noch sehr ansehnlich und einige Helleborus oder Epimedium sind auch beim finalen Rückschnitt im Februar noch völlig grün. Im Gegensatz zu den Beeten in der Sonne ist der Schatten noch richtig herzeigbar!


Der Teich wirkt jetzt im Winter, umrahmt von Gräsern, besonders schön. Die Pflanzen am Teichrand werden wir immer mit der Sense geschnitten, sobald der Teich zugefroren ist.


Voriges Wochenende, am ersten Advent, waren meine Eltern und ich wieder am Adventmarkt. Zahlreiche Marmeladen, eingelegtes Gemüse, Chutneys, Liköre, Chilisaucen und andere Köstlichkeiten wurden angeboten. Der heurige Schwerpunkt lag auf Quittenprodukten.

Wir freuen uns immer sehr über die vielen positiven Rückmeldungen - es war ein schöner Sonntag, auch wenn das Wetter unweihnachtlich war und immer noch ist :-).

Schönen Advent und geht ruhig in den Garten, wer weiß, wie lange das im Frühling dann nicht geht...

Kommentare:

  1. Mit dem Rasenmäher also - sehr gute Idee. Aber die Gräser doch sicher nicht, oder? Wir haben auch schon ganz viel zurückgeschnitten, eben weil man im Frühling so viel zertritt. Gestern habe ich nach Helleboren geschaut, nichts in Sicht, es ist ja auch zu früh, erst sollte es mal richtig kalt werden. Knospen sind da. Euer Angebot für den Markt ist ennorm, das war sicher sehr viel Arbeit, die auch Freude gemacht hat.

    Sigrun

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    1. Ich schneide meist erst im Frühjahr zurück! Jetzt muss ich schnell noch nach draußen und ein paar Blumenzwiebeln verbuddeln!!!
      Viele Grüße von
      Margit

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  2. Ich habe auf Grund der milden Temperaturen auch schon einiges geschnippelt, aber eben auch nur da, wo die Frühjahrsblümchen kommen werden.




    LG aus der Holledau, Steffi

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  3. Bei so einem grossen Garten wie Eurem, kann ich verstehen, dass Du jetzt schon anfängst t dem Rückschnitt. Bei meinen kleineren Beete kann ich gut bis zum Frühling warten. Vieles liegt dann einfach auf der Erde und kann nur auch aufgeklaubt werden. so etwa Ende Januar fange ich dann damit an die Sommerblühenden Sträucher zu schneiden, je nach Wetter halt.
    Ich wünsche Dir gutes Vorankommen und viel Vorfreude auf den Frühling, die ersten Zwiebeln gucken ja schon wieder aus der Erde :-)
    Grüess Pascale

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  4. Oh, da warst du aber schon fleißig. Ich halt mich zur Zeit noch zurück, obwohl es mir bei den warmen Temperaturen der letzten Tage schwer fällt. Ich würd schon so gerne die Obstbäume zurück schneiden. Die ersten Frühlingsblüher habe ich auch schon entdeckt.
    Liebe Grüße aus der Welsergegend, Gartenleidenschaft

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  5. So ein schöner Garten! Der ist ja riesig :-)!In unserem Garten habe ich noch gar nichts geschnitten, von den Frühjahrsblühern ist aber auch noch nichts zu sehen hier.
    Leergefegte Beete mag ich auch überhaupt nicht, und wenn verblühte Stauden mir Reif überzoge sind, ist es doch wunderschön.

    Toller Blog!
    viele Grüße
    Lilli

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  6. Ich habe die meisten Arbeiten auf den Frühling verschoben. Vieles ging sich einfach nicht mehr aus, anderes wollte ich einfach nicht mehr machen. Jedenfalls wünsche ich Dir gutes Gelingen.

    lg kathrin

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