8. Juli 2016

Offener Garten im Sommer (Nachlese)

Mit Freude blicken wir auf die heurigen offenen Gartentage vergangenes Wochenende zurück. Die Aufteilung auf zwei Termine hat sich bewährt und zahlreiche Besucher nutzten die Möglichkeit, den Garten zu Beginn der Gartensaison und nun im Sommer, wo es doch schon sehr viel üppiger ist, anzuschauen. In Erinnerung bleiben vor allem die Begeisterung für die vollen, blütenreichen Beete und das große Interesse an insektenfreundlicher Gartenpflege ohne chemische Hilfsmittel.

Digitalis lanata mit Federgras (Nasella tenuissima)

Einige Eindrücke aus den letzten Tagen zeigen fast auf jedem Bild Mohn, der sich an allen Beeträndern ausgesät hat und immer wieder auch in sehr schönen Farbe auftaucht. Die weißen Vexiernelken erhalten sich ähnlich und sorgten ebenfalls für viele Nachfragen, da sie sich leichter kombinieren lassen als ihre pinkfarbigen Verwandten.

Einjähriger Mohn mit Rauer Nelke (Dianthus armeria)

Vexiernelken, Mohn und im Hintergrund Melica ciliata, Galega x hartlandii und Campanula lactiflora

Einjähriger Mohn, Melica ciliata, Geranium psilostemon

Feurige Kombi: Hemerocallis fulva und Papaver rhoeas (dahinter das Schotterbeet)

Epilobium angustifolium, Hystrix patula, Tanacetum parthenium

Die höheren Staudenbeete sind nun auch eingewachsen, was für mich bedeutet, dass die Höhenstaffelung voll zum Tragen kommt und unterschiedliche Pflanzenstrukturen sich abwechseln. Das Wimper-Perlgras (Melica ciliata) sät sich zwar aus, ist aber Anfang Juli unübertroffen, da seine Blütenstände früh erscheinen und so elegant überhängen, dass sie aus den Beeten herauszufließen scheinen - daher möchte ich nicht darauf verzichten.

Melica ciliata, Nepeta nuda, Thalictrum occidentale (?)

Auch mein aktueller Lieblingsgartenteil fand eine Menge Beachtung. Das Kiesbeet wächst nun immer mehr und mehr zu und Insekten aller Art schwirren durch die Pflanzen. Mit den silbernen Blättern und den kleinen, zarten Blüten wird das Beet immer mehr zu Wiese und entwickelt sich ganz so, wie ich das erhofft habe. Einige waren überrascht, dass auf Kies doch so viel wächst und einige äußerten auch den Wunsch, statt kahler, bloß gekiester Vorgärten solche Vielfalt zu sehen. Ich selber bin gespannt, wie sich das Beet über den restlichen Sommer und vor allem in den folgenden Jahren entwickeln wird.

Überblick über das Schotterbeet

Glacium flavum, der Hornmohn, stammt aus dem Mittelmeerraum

Langsam schließt sich der Boden

Danke für den zahlreichen Besuch und einen schönen Gartensommer!

Kommentare:

  1. sehr schöne Impressionen aus dem Staudenbeeten , so licht und leicht ist da Kiesbeet,
    wünsche dir weiterhin einen so sicheren grünen Daumen
    Frauke

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  2. Hallo Katrin,
    schade, dass Dein Garten so weit von uns entfernt liegt, ich würde ihn mir zu gern einmal in echt ansehen. Vor allem Dein Kiesgarten würde mich reizen, da ich mit ähnlichem liebäugele. So genieße ich nur die schönen Bilder.

    Viele Grüße aus dem weit entfernten Wendland
    Silke

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