26. Februar 2017

Auslosung und ein paar erste Blüten

Mit Verspätung komme ich nun zur Auslosung meines Gartenbuchs. Die letzten Tage waren zwar nicht alle strahlend sonnig, aber ich hatte Zeit und war daher fast durchgehend im Garten aktiv, was um diese Jahreszeit vor allem Rückschnitt, Häckseln und Mulchen bedeutet. Trotz des langen Winters sind die Pflanzen alle schon weit ausgetrieben und die Schneeglöckchen brauchen nur mehr ein paar warme, sonnige Stunden, um voll aufzublühen.

Die Auslosung des Buchs hat dieses Mal nicht Kater Pauli übernommen (er ist zwar immer noch sehr niedlich, aber nicht mehr so leicht für Papierbälle zu begeistern) und ich habe deshalb mit Hilfe des Auslosetools von Superanton die Gewinnerin des Gartenbuchs ermittelt: Es ist Birgit Fellecke! Viel Freude mit dem Buch und fröhliches Gärtnern!  

Allen anderen möchte ich für die vielen freundlichen und interessierten Rückmeldungen danken, die mich zum Teil auch als Mail erreicht haben. Bücher zu schreiben macht mir große Freude, aber es ist tatsächlich einiges an Aufwand. Dabei ist das Schreiben und Fotografieren selbst, wo ich alleine entscheide und solange feile, bis ich selbst zufrieden bin, der aufwändigste, aber für mich nicht sehr aufregende Teil. Spannend wird es, wenn das Layout entsteht, Rückfragen auftauchen und man gemeinsam mit dem Verlag entscheiden muss, welche Bilder wo sein werden, wie die Bildunterschriften reinpassen und wo noch Text dazukann oder wegmuss. Das ist dann die wirkliche Arbeit und da ist das fertige Buch dann ein schöner, für mich immer ganz aufregender Abschluss! Aber auch dieses Mal bin ich mit dem Ergebnis sehr zufrieden und blicke auf eine gelungene Zusammenarbeit mit meiner Lektorin zurück.

Im Garten waren bislang nur Honig-Bienen unterwegs, vermutlich meine eigenen. Rechts der Versuch, sie mit dem Handy zu filmen (der Ton ist schon sehr frühlingshaft!).

video

Im Rest vom Garten blühen bislang nur Schneeglöckchen, Winterlinge und die ersten Frühlingscyclamen. Aber es wird nicht lange dauern, bis auch alles andere auftaucht - beim Jäten stolpert man ständig über Austriebe, Triebspitzen und auf Sonnenschein und Wärme wartendes Grün. Es wird also insgesamt nicht mehr lange dauern und alles wird wieder zugewachsen sein.


Eine Ausnahme unter den Schneeglöckchen ist das riesige Galanthus elwesii - es ist immer als allererstes in Blüte

Das Schotterbeet vor dem Rückschnitt. Das schon vielfach gelobte Gras Achnatherum calamagrostis ist bis zuletzt stabil geblieben; in anderen Gartenteilen fällt es dagegen schon im September um. Wer ähnliche Probleme hat: Ein trockener, durchlässiger Standort könnte die Lösung sein.

Bei den gewöhnlichen Schneeglöckchen ist es ein aussaatfreudiger, wüchsiger Typ, der als erstes in Blüte kommt, obwohl er nicht einmal sonnig steht. Er war blinder Passagier in einem geschenkten Wurmfarn und von dort aus erobert er nun eine ganze Gartenecke.

Die tuffbildenden Galanthus dagegen lassen sich noch etwas bitten. Aber so verlängert sich die Blütezeit und ich habe länger etwas davon.


Und damit niemand denkt, hier wäre schon allgemein der Frühling ausgebrochen: In den Schattenbeeten, wo ich Elfenblumen, Trillium und andere zarte Schönheiten aufhebe, riskiere ich keine wuchernde Nachbarschaft von Schneeglöckchen und Winterlingen... und dort ist es auch noch richtig februarlich kahl und leer. Heute habe ich alles zurückgeschnitten und mit feinster Lauberde gemulcht, im Laufe der Woche soll dann gehäckselt und mit dem Schnittgut wieder gemulcht werden. Dann, und darauf freue ich mich schon, werden die Gartenbesuche wieder Schauen und Fotografieren zum Schwerpunkt haben (bis mir was Neues einfällt).

Ich wünsche euch einen schönen Vorfrühling!

12. Februar 2017

Mein Buch "Bienenfreundlich Gärtnern" ist erschienen - Verlosung

Endlich ist es soweit - manche haben vielleicht schon die Bilder in der Linkliste des Blogs gesehen - mein zweites Buch ist erschienen! Und auch wenn man Bücher als pdf viele Mal durchliest, so ist es doch etwas Besonderes, sie dann endlich gedruckt in Händen zu halten.
Wie schon mein erstes Werk wird das Buch beim BLV-Verlag veröffentlich und auch dieses Mal geht es um das Kombinieren von Pflanzen am richtigen Standort. Allerdings steht der Inhalt dieses Mal nicht nur unter ästhetischen Gesichtspunkten, sondern bietet Vorschläge für Pflanzen, die nicht nur für uns schön aussehen, sondern auch für Wildbienen, Honigbienen und andere Insekten wertvoll sind.

Tiere im Garten waren mir immer schon ein großes Anliegen, weil ich über die Tiere erst zu den Pflanzen gekommen bin. Einen Ratgeber dazu zu schreiben, wie man diese beiden Bereiche verbinden kann, hat mir daher großen Spaß gemacht. Außerdem imkere ich selber mit Honigbienen, weshalb ich mit Trachtpflanzen aus der Literatur und aus eigener Erfahrung immer besser vertraut werde. Ich stelle daher im Buch eingangs die Zusammenhänge zwischen Insekten und Pflanzen vor und gehe dann näher auf die Probleme dieser Tiere in unser immer intensiver genutzten und daher artenärmeren Umwelt ein. Weil Gärten hier eine große Hilfe sein können und als vielfältiger Lebensraum von zahlreichen Tieren besiedelt werden, kommt ihnen auch für den Schutz von Bienen Bedeutung zu und wir alle sollten diese Verantwortung wahrnehmen und die eine oder andere Bienenpflanze in unsere Gestaltung miteinbeziehen.


Naturnahes Gärtnern und die wichtigsten Grundsätze dazu stelle ich vor, der Kernteil des Buchs sind jedoch Pflanzvorschläge für robuste, wüchsige Pflanzen, die man in vielen Gärten unterbringen kann und die für Bienen ein Nahrungsquelle darstellen.
In einem umfangreichen Praxisteil werden Pflanzengesellschaften vorgestellt, die auf sonnigen und halbschattigen Standorten und auf nährstoffreichen und feuchten Böden gedeihen. Dabei werden nur Pflanzen verwendet, die für Bienen eine ergiebige Futterquelle darstellen und auch den Frühling und den Herbst abdecken, Jahreszeiten, in denen Bienen in der uns umgebenden Natur die größten Schwierigkeiten haben, Nektar und Pollen zu finden. Die Vorschläge sind mit Skizzen von Beeten illustriert und um Ergänzungsmöglichkeiten für größere Beete und Alternativen erweitert, dazu gibt es Tipps zur Pflege der Beete.

Zahlreiche Kurzportraits zu jedem Standort stellen geeignete Pflanze vor, dazu werden Gehölze genannt, die im insektenfreundlichen Garten nicht fehlen dürfen. Ganz am Ende steht eine Blühtabelle, in der nützliche Pflanzen nach ihrer Blütezeit geordnet sind, sodass man gezielt für blüharme Zeiten seinen Garten mit passenden Gewächsen "aufrüsten" kann.

Ich fände es schön, wenn in jedem Garten noch ein paar mehr Arten stehen würden, die neben uns Menschen auch Bienen erfreuen - einige sind viel verwendete Gartenpflanzen, denen man einfach etwas mehr Raum geben könnte, andere sind völlig zu Unrecht unbekannte Pflanzen, die Beete optisch aufwerten. Dazu kommt, dass einige Gattungen besonders beliebt sind, so gehören Glockenblumen für Wildbienen zu wichtigen Nahrungsquellen.




Geschrieben habe ich das Buch im vergangenen Sommer und ein Großteil der Bilder wurde auch in diesem Buch von mir selber aufgenommen. Ich hatte das Glück, wieder mit der Lektorin meines ersten Buchs zusammenarbeiten zu können, weshalb es zwar wie gewohnt viel Arbeit war, die aber konstruktur von statten ging und ein Buch zum Ergebnis hat, das ich selber gerne aufschlage. Das Buch hat 96 Seiten, 159 Farbfotos, 8 Farbzeichnungen und ist um € 14 (in Österreich € 14,40) seit Freitag im Buchhandel erhältlich.


So eine Bucherscheinung muss natürlich auch gebührend gefeier werden: Unter den Leserinnen und Lesern meines Blogs möchte ich daher ein druckfrisches Exemplar meines neuen Buchs verlosen. Dazu hinterlasst bitte bis einschließlich 19. Februar 2017 einen Kommentar unter diesem Beitrag, in dem ihr am besten entweder eine Emailadresse oder einen Link einbaut, sodass ich euch im Falle des Gewinns erreichen kann. Natürlich sind auch Leute ohne Blog willkommen oder auch welche, die ihre E-Mailadresse hier nicht veröffentlichen wollen: Schaut einfach am 21. Februar hier rein, ob ihr gezogen worden seid!

Ich freue mich über die rege Teilnahme!
Viel Erfolg!

Wie man Insekten außer mit Gartenpflanzen, wie im Buch beschrieben, im Garten noch helfen kann, stelle ich demnächst am Blog vor. Hier befindet sich nämlich gerade eine Nisthilfe für Wildbienen im Bau.

4. Februar 2017

Eindrücke aus dem winterlichen Garten

Bevor alle der winterlichen Ansichten überdrüssig werden und sich viel mehr über austreibende Frühblüher und erste Farbtupfer freuen, poste ich lieber gleich noch ein paar Bilder der letzten Wochen. Im Vergleich zum spektakulären Raureif im Herbst können sie nicht mehr mithalten, weil nun doch schon einige Mal Schnee auf die Staudengerippe gefallen und wieder weggetaut ist, weshalb nur mehr die stabilsten unter ihnen standfest geblieben sind.

Den Rest hat ihnen allerdings der massive Eisregen der vergangenen Woche gegeben, der an gleich zwei Tagen für mehrere Stunden niederging und sich wie eine zweite Haut über alles zog, was sich ungeschützt draußen befand. Die Bilder sehen deshalb so seltsam verkehrt aus, weil die meisten Stauden schon umgeknickt waren, bis ich mit meiner Kamera ausgerückt bin. Für ein paar bizarre Motive hat es aber allemal gereicht.



Besonders beeindruckt hat mich der Kontrast von heller Eisschicht und dunklen Stängeln beim Wasserdost. Diese für den Wintergarten unverzichtbare, weil ausgesprochen stabile und formschöne Staude ist zwar leider auch zusammengebrochen, aber ihre schwarzen Stängel haben auch so noch geleuchtet.

Sie sind so stabil, dass die Stängel aufgehoben und als Stäbe für andere Pflanzen verwendet werden können und es wäre jammerschade, diese herrliche Staude schon im Herbst abzuschneiden! Zusammen mit Gräsern kann sie bis jetzt den Garten füllen - solange ihr kein Eisregen in die Quere kommt.


Hübsch präsentieren sich auch die Dolden des grün-gelb blühenden Goldbaldrians (Patrinia scabiosifolia), die den Winter über einen zierenden Gegenpart zu aufrechten Kerzen wie etwa von Agastachen stellen und daher auch in größerer Menge für den Winteraspekt gepflanzt werden könnten.


Die kleinen Blütenknöpfe der Aster sind nun im Februar zum Großteil schon abgefallen. Jene, die es ausgehalten haben, schimmern nun wie in Kunstharz gegossen. Ähnlich geht es auch der purpurnen Witwenblume (Knautia macedonica), die in meinem zweiten Garten auf feuchterem Boden ein viel besseres Auskommen findet als im großen Garten, wo ich sie wirklich auch sehr gerne kultivieren würde.

Die zweite Blüte des Geißbarts (Aruncus), die das Reh dann doch hat davonkommen lassen, konnte nun mit Eis überzogen noch einmal gefallen. Tatsächlich sind diese netten Stauden für den Halbschatten eine dankbare Alternative zur trockenheitsempfindlichen Astilbe, die hier in den heißen Sommern regelmäßig aufgeben muss.


Im großen Garten liegen die Schattenbeete noch gut unter Schnee versteckt. Ich hätte sehr gehofft, dass die versprochenen Plusgrade zumindest an den Rändern schon zum Auftauen führen, denn ich würde gerne ein wenig abschneiden, jäten und dann gleich wieder mulchen, um später nichts mehr zu zertreten, aber bislang sieht es nicht so aus, als ob mein Plan bald umgesetzt werden könnte. Eher soll es erneut noch kälter werden.


In den Sommerstaudenbeeten ist nun einiges schon umgefallen und wartet damit aufs Schreddern. Als am stabilsten haben sich heuer die Oktobermargeriten (Leucanthemella serotina) erwiesen, die, wie am rechten Bild zu sehen, noch immer ungerührt dastehen. Der Phlox hat seine Samenstände schon komplett verloren, Vernonia und Eupatorium sind umgefallen und einiges anderes dient nun auch mehr dem Schutz des Bodens als ästhetischen Ansprüchen.

Es scheint also Zeit zu werden, dass der Frühling kommt oder zumindest ein wenig Zeit ohne Schnee und mit Plusgraden. Im Jänner haben wir 16 Tage in Folge erlebt, dass die Temperaturen nie höher als -3°C stiegen. Das war seit dem Februar 2012 nicht mehr der Fall.


Mit einem letzten Blick auf die vereisten Samenstände von Bronzefenchel und Goldbaldrian hoffe ich nun, auch bald etwas Grünes posten zu können. Bis dahin schiele ich aufgeregt auf die Blogs und Instagrambeiträge von Leuten, die in klimatisch günstigeren Gebieten wohnen...