30. Januar 2012

Staude des Jahres 2012 - Knöterich

Die Staude des Jahres ist ja, das muss man ganz realistisch sehen, eine Kampagne zur Steigerung der Popularität jener Staude. Gewählt wird sie vom Bund der Deutschen Staudengärtner und bisher hat mich die Wahl nicht gerade vom Hocker gerissen: Hosta, Nepeta, Sedum, Helenium... kaum eine Gattung, die nicht ohnehin schon genug Aufmerksamkeit hätte. Die Knöterichgewächse hingegen, von Botanikern nun in mehrere Gattungen zerlegt, haben es durchaus nötig, etwas beworben zu werden. Zu sehr haftet ihnen das Image der Wucherpflanze an, wobei es nur ganz wenige Vertreter sind, die ungebremsten Ausbreitungsdrang an den Tag legen. Der überwiegende Großteil sind wertvolle, robuste, aber niemals wuchernde Stauden mit breitem Verwendungsspektrum und langer Blütezeit.


Sämtliche Sorten von Persicaria amplexicaule, dem Kerzenknöterich, sind für mich unentbehrliche Stauden für Staudenbeete in sonnigen bis halbschattigen Lagen. Sie blühen ab Juli bis zum Frost und es gibt mittlerweile zahlreiche Sorten in Schattierungen von Rot, über Rosa bis hin zu Weiß. Die Form der Kerzen variiert dabei beträchtlich; es lohnt sich, vor dem Kauf Bilder zu vergleichen (oben: 'Firetail' mit Sanguisorba, 'Fine Pink' mit Alcea cannabina, 'Album').

Knöteriche schätzen frischen, niemals ganz austrocknenden Boden, können aber mit Mulchschicht auch durchlässige und trockenere Böden ertragen. Sie bilden am Boden aufliegende Rhizome, die im Extremfall an den Spitzen erfrieren können, ansonsten sind mir keine Probleme bekannt. Auch Schnecken mögen, zumindest bei mir, keine Knöteriche.


Persicaria amplexicaulis kann ganz leicht durch Abtrennen von Rhizomteilen von der Mutterpflanze vermehrt werden, bei mir war das bisher zu jeder Jahreszeit unproblematisch, solange die Teilstücke in den ersten Wochen etwas gegossen werden. Durch diese leichte Teilbarkeit habe ich meine drei ersten Sorten, 'Firetail', 'Album' und 'Fine Pink' mittlerweile an einigen Stellen im Garten verteilt. Kombinieren lassen sie sich mit allen Rosa- und Lilatönen, die der Sommer- und Herbstgarten hergibt, besonders schön sind sie aber mit Gräsern, Phlox, Sanguisorba, Eupatorium, Verbena hastata und bonariensis, Astern, Lythrum und eventuelle auch Echinacea.


Aber es gibt noch viele weitere Knötericharten. Eine besonders schöne und beeindruckende ist Aconogonun 'Johanniswolke', eine von Juni bis in den Sommer hinein in weißen Wolken blühende, standfeste und bis zu 2m hohe Art. Sie wächst absolut horstig und ist eine gute Wahl für den Hintergrund von Beeten, besonders vor dunklen Hecken oder schattigen Gartenpartien, da sich so die Blüten gut abheben. Schön ist auch Persicaria microcephala 'Red Dragon', eine rotblättrige Knöterichart, die durch ihre Blätter schmückt. Sie kann in sehr harten Regionen zurückfrieren, hält aber meist gut aus.


Sogar der gefürchtete Neophyt Reynoutria/Fallopia japonica hat mit der Sorte 'Variegata' einen gartenwürdigen Vertreter, der sich in nicht zu feuchtem Boden sehr manierlich verhält und kaum Zuwachs hat. Seine hell gesprenkelten Blätter auf hohen Stängeln sind in Schattenbeeten eine willkommene Abwechslung, zum Beispiel in der Nähe von großblättrigen Stauden wie Rodgersia oder Astilboides tabularis. Und wer Einjährige liebt, wird mit Persicaria orientalis große Freude haben: Diese seltene Pflanze wird über 2m hoch und hat hängende, leuchtend rosa "Würstchen", die von Juli bis zum Frost an den Pflanzen erscheinen. Leider hat sie sich bei mir nicht ausgesät, ich müsste wohl Pflanzen vorziehen, da sie in meinen dichten Beeten keinen eigenen Platz finden.



Links 

Wer sich weitergehend informieren möchte, hat viele Möglichkeiten:


Ich hoffe, dass im Zuge der Staude-des-Jahres-Aktionen einige Arten und Sorten in den Handel gelangen und sich diese dankbaren Stauden weitere Plätze in den Gärten erobern. Wer nach Bezugsquellen sucht, hat viele Möglichkeiten, besonders gute Auswahl bieten folgende zwei Gärtnereien:

27. Januar 2012

Buchvorstellung: Schmetterlinge bestimmen

Es ist zwar noch etwas Zeit bis dahin, aber schon in wenigen Wochen werden die ersten Schmetterlinge erwachen und unsere Gärten besuchen. Wer Schmetterlinge mag und das Glück hat, in einer einigermaßen naturnahen Landschaft zu wohnen, wird das Problem kennen: Ein paar der Tiere kennt man, einige kennt man optisch, aber nicht beim Namen und viele weitere sieht man, hat aber keine Ahnung, wo sie leben, welche Pflanzen sie benötigen und wie man sie unterstützen könnte.


Mir ist es immer ganz ähnlich ergangen. Doch vor einiger Zeit ergab sich die Möglichkeit, zusammen mit August Pürstinger, einem Schmetterlingskenner aus meinem Bezirk, die Falter der Region schriftlich zu sammeln. Aber das anfänglich kleine Werk - nur wenige pdf-Seiten stark - entwickelte bald eine ziemliche Eigendynamik. August Pürstinger beobachtet die Schmetterlinge schon seit vielen Jahrzehnten und es war ihm ein Anliegen, die leider negativen Entwicklungen zu dokumentieren und so der Nachwelt Daten zu hinterlassen, welche Falter früher häufig vorkamen und nun immer weniger werden. Meine Aufgabe war es, seine Überlegungen und die Beschreibungen der Schmetterlinge in Worte zu fassen. Dann wurden wir ehrgeizig: Es sollten nicht nur verschwundene Falter dokumentiert werden, sondern alle am Tag fliegenden Schmetterlinge. Und wenn schon, dann zusammen mit Bildern von ihren Raupen und mit Hinweise auf die Futterpflanzen. Dank August Pürstingers umfangreichen Diaarchivs war das alles kein Hindernis.


Vergangenen Herbst erschien nun, in enger Kooperation mit dem Landschaftspflegeverein Bergmandl, dessen Obmann Werner Bejvl alle Dias einscannte, Bild und Texte in druckfähige Form brachte, ein 152 Seiten starkes Buch über die Tagfalter der Region. Ergänzt um Beschreibungen der für Schmetterlinge wichtigen Biotope, Erklärungsversuche zum Abnehmen der Populationen und Vergleichen der Landschaft zwischen früher und heute kann man das Buch sowohl zur Bestimmungshilfe als auch als Information über Schmetterlinge generell verwenden. Es sind auch einige Nachtfalter enthalten, denen man in Gärten öfter begegnen kann. Insgesamt werden 143 Arten beschrieben, viele davon mit Bildern ihrer Raupen.

Aufgrund des hohen Artenvorkommens in meiner Gemeinde kann man das Buch für eine viel größere Region verwenden, da unser Klima im gesamten Alpenvorland Österreichs und damit auch in Bayern ähnlich ist.

Wer Interesse hat, kann das Buch um € 15, zuzüglich Versandkosten, bei mir beziehen. Es reicht, eine formlose Mail an mich zu senden, ich melde mich dann.

24. Januar 2012

Was nun, Winter?

Ich wünsche mir noch immer tiefsten Schnee und Frost, wer jedoch nicht mehr an den Winter glaubt, findet dazu vielfältige Anzeichen. Zumindest die Schneeglöckchen kann man nun kaum mehr verstecken, sie schieben allerorten ihre kleinen Blüten aus dem Boden.


Davon abgesehen, schläft der Garten noch. Nicht einmal die Zaubernüsse blühen, geschweige denn eine andere Pflanze. Man kann also davon ausgehen, dass es noch eineinhalb bis zwei Monate lang Winter sein wird, ganz wie immer :-).



Ohne Gräser wäre der winterliche Garten - leider ist der Begriff "Wintergarten" im Deutschen schon besetzt, ganz im Gegensatz zum englischen Sprachraum - eine sehr langweilige Angelegenheit. Miscanthus 'Morning Light' erweist sich dabei besonders stabil, aber auch Calamagrostis brachytricha, Miscanthus 'Gracillimus' und Molinia 'Transparent' zieren schon seit fast einem halben Jahr die Beete.

17. Januar 2012

Jahresserie (4) - Ein Staudenbeet im zweiten Jahr

Noch ist Winter und ein paar Fotoserien konnte ich noch finden. Eine davon ist diese: Sie zeigt mein Staudenbeet vom vorvorigen Jahr (2010) von Westen aus. Die Ansichten im Frühling fehlen wie so oft, aber es steht in großen Lettern auf meiner Liste, auch die Großstaudenbeete im Frühling zu fotografieren und zwar im richtigen Ausschnitt! Das Beet ist von oben gesehen grob birnenförmig.


Für dieses Beet habe ich sogar einen Plan gezeichnet, weil ich alle meine Pflanzen, die ich im Sommer 2009 in England und den Niederlanden gekauft habe, aus ihrem Zwischenlager in den Gemüsebeeten meiner Mutter evakuieren und im neuen Beet unterbringen musste. Dazu kamen einige Stauden, die ich unbedingt noch ausprobieren wollte und etliche, die an anderen Gartenstellen nicht sonderlich glücklich waren. Im Endeffekt haben es etwa zwei Drittel aller Stauden tatsächlich ins Beet geschafft, am geplanten Platz stehen etwa ein Drittel und eine ganze Menge Pflanzen kam nachträglich dazu, weil ich sie geschenkt bekam, auf Gartenmärkten fand oder sie auf anderen Umwegen auf einmal zur Verfügung standen.





Die Bilderserie beginnt am 6. Juli aus einem Blickwinkel etwas zu weit links. Man erkennt gut die ersten Sommerblüher wie Kalimeris incisa, einige Hemerocallis und vereinzelt Geranium. Von späterer Blütenfülle ist kaum etwas zu erahnen; die Blattbüsche sind nur in verschiedenen Schattierungen grün. Besonders riesig sind Helenium (verdeckt eine Nepeta nuda), Phlox, Monarda und natürlich das Eupatorium.

Am 27. Juli blühen Phlox, Monarda und Patrinia scabiosifolia in Gelb. Sehr schön, aber am Bild sehr mit dem Hintergrund verschmolzen ist der Bronzefenchel, Foeniculum vulgare 'Rubra'. Am 9. August blühen ergänzend zu den letzten Stauden das Eupatorium und Artemisia lactiflora 'Elfenbein' (links hinten) sowie Thalictrum rochbrunianum, eine hohe Wiesenrautenart (links vom Wasserdost).

Die Blüte der Helenium hat mich offenbar nicht so sehr beeindruckt, daher ist das nächste Bild bereits vom 16. September. Nun ist das beet  - für mich! - an seiner schönsten Zeit angelangt. Die welken Blütenstände der Helenium unterstreichen die herbstliche Note, ebenso der welke weiße Phlox. Aster laevis 'Arcturus', schon vorher durch seine dunklen Stängel zierend, beginnt nun zu blühen, ebenso das Sedum.

Am 22. Oktober hat bereits der Zerfall eingesetzt. Phlox und Eupatorium sind völlig welk, nur Sedum und Aster blühen noch. Besonders schön sieht immer noch der Goldbaldrian aus. Am 8. November lebt nur mehr das Sedum, der Kirschbaum des Nachbarn belebt allerdings die Szenerie. Man sollte wohl weitaus mehr auf herbstfärbende Gehölze achten, als ich das tue. Bestimmt wäre da noch einiges Potential vorhanden.

Die Winterbilder vom 20. Dezember und von heute, dem 17. Jänner, zeigen eine fast vollständig erhaltene Höhenstruktur die nun endlich mal mit Raureif überzogen werden sollte. Nach wie vor top: das Sedum. Es ist übrigens deshalb so standfest, weil ich im Frühling einmal drumherumgestochen habe, damit es weniger Wurzeln hat, damit weniger Wasser und gedrungener bleibt.



Weitere Fotos von diesem Beet, allerdings aus anderen Perspektiven, sind folgende, schon in diesem Blog gezeigte Aufnahmen (die Bilder sind alle von 2011):









Weitere Serienaufnahmen:

13. Januar 2012

(Vor)frühlingsarbeiten im Staudengarten

Klar, es ist noch um einiges zu früh und vermutlich werde ich meine Liste erst Ende März abarbeiten können, aber die schneelosen Tage mit warmen Temperaturen geben den Blick frei auf vielerlei Dinge, die bei Vegetationsperiodenbeginn im Garten erledigt werden sollen (oder die man zum Teil auch schon im Spätwinter abarbeiten könnte, falls man schon sehr darauf brennt, wieder Dreck unter die Fingernägel zu kriegen).

  • Frühlingsblühende Blumenzwiebel düngen
Oft nicht bekannt, viel zu wenig kommuniziert und daher selten wirklich umgesetzt: Zwiebelpflanzen brauchen Nährstoffe, um auch im kommenden Frühling blühen zu können. Und die brauchen sie jetzt, genau jetzt im Vorfrühling, da sie sich in dieser Zeit in vollstem Wachstum befinden und im April, nach der Blüte, wenn man dann beim Anblick ihres welken Laubs ans Düngen denkt, schon längst nichts mehr davon aufnehmen können. Narzissen, Tulpen, Allium, Galanthus und in an ihre Größte angepasst geringerem Ausmaß auch Scilla, Puschkinia, Crocus, Scilla, Chionodoxa, Muscari und alle anderen vermehren sich nach einer Düngergabe viel schneller, blühen kräftiger und zahlreicher und man hat rascher mehr von ihnen, was zumindest ich ganz dringend wünsche.

Düngen kann man mit allen möglichst schnell verfügbaren Düngern, Blaukorn wäre die einfachste Möglichkeit. Um die Zwiebelwände zu stärken und sie nicht nur mit Stickstoff aufzublasen empfehlen manche Experten Tomatendünger (nehme ich). Für Kompost, Hornspäne und Hornmehl ist es jedenfalls zu spät, da hätte man bereits im Herbst streuen müssen - nur weiß ich da nie genau, wo sich nun Zwiebelpflanzen befinden. Daher: Sobald die Spitzen erscheinen, etwas Dünger aufbringen. Wer sich tiefer in die Thematik einlesen möchte, dem sei ein Thread bei garten-pur empfohlen, der sich näher damit beschäftigt.

  • Mulchen
Das klingt etwas seltsam, aber ich mulche meine Schattenbeete stets im Vorfrühling, da ich so alle Beete näher betrachten muss, sie gegebenenfalls von großflächigem, matschigem Laub befreie und kleineres, lockeres aufstreue und dann freigerottete oder von Amsel freigescharrte Stellen großzügig mit Holzhäcksel (frisch oder halbverrottet) abdecke. Dadurch werden etwaige früh austreibende Knospen geschützt - man kann bei frostempfindlichen Stauden wie frühen Epimedien, Deinanthe oder anderen etwas Extra-Laub anhäufeln - und die winterliche Feuchtigkeit im Boden gehalten, falls unerwartet plötzlich der Frühling ausbrechen sollte und mit ihm trockener Wind und Wärme. Außerdem vermeide ich dann, im April in sehr eng bepflanzten Schattenbeeten artistische Verrenkungen zu riskieren, um beim späten Mulchen nicht auf zarte Austriebe zu latschen, deren Erscheinen ich seit Monaten herbeisehne.

  • Alte Hecken auslichten
Es steht in jedem Gartenbuch, in sämtlichen Gartenheften werden anschauliche Zeichnungen gezeigt und eigentlich sagt es einem auch der Verstand: Hecken sollten (eigentlich) nicht ständig nur gestutzt, sondern mit Hirn und Überlegung ausgelichtet werden, will man nicht unten kahle und oben tausendfach verzweigte, komplett greise Sträucher sein Eigen nennen. Soweit die Theorie. Dass Heckenschneiden kein besonderer Spaß ist und ein maschineller Oben-drüber-Schnitt dem mühevollen Ausschneidearbeiten mitten drin im Geäst vorgezogen wird, ist leider selbst erlebte Tatsache. Trotzdem bemühe ich mich seit, hm, letztem Winter, nach und nach sämtliche Heckenzüge zumindest ansatzweise auszulichten, zu neuem Austrieb anzuregen und damit eine dauerhafte Verjüngung zu erzielen.

Wer damit noch nicht vertraut ist: Einfach alle alten, knorrigen, vermoosten und flechtenüberzogenen Äste rausschneiden, damit neue, vitalere und in Folgesaisonen blühfreudigere nachwachsen. Aber hallo, könnte man nun einwenden, man schneidet doch nach der Blüte? Ja, das tut man. Aber wer meine Hecken kennt (und vielleicht selbst etwas zu lange zugeschaut hat), der versteht: Sobald da Laub dran ist, geht gar nichts mehr. Außerdem reichen meine Beete bis an die Hecke heran, sie schließen sie geradezu ein, was Schneidearbeiten im Mai oder Juni unmöglich macht.

Damit kann man sich schon einige Zeit beschäftigen, zumindest in unserem Garten. Ansonsten, ich hoffe, ihr merkt mein Augenzwinkern: Auch im März kann man vieles davon noch gut und rechtzeitig erledigen. Daher: Bitte kein Stress. Aber vollstes Verständnis, wenn ihr sofort loslegt ;-).

3. Januar 2012

Schöne Samenstände IV

Im Vergleich zu anderen Wintern ist der heurige besonders mild und schneearm. Der Boden war noch nie richtig gefroren und es ist kein Problem, Unkraut zu jäten oder Pflanzen umzusetzen. Entgegen meiner Überlegung, Stauden nicht zu früh zu schneiden, habe ich heute in und um die Schattenbeete aufgeräumt, um nicht später im Jahr Schneeglöckchen und andere Frühblüher zu zertreten. Die schönsten Samenstände habe ich natürlich stehen gelassen, auch das Laub der Epimedien und Helleborus steht noch, es soll die Triebe in der Erde die nächsten Wochen schützen.


Die Samenstände von Boehmeria platanifolia sind wie jeden Winter sehr haltbar, obwohl sie sehr zerbrechlich aussehen. Viel zu selten lassen Gartenbesitzerinnen die Stängel von Campanula latifolia stehen. Die kleinen, wie aus Netz geformten Kugeln leuchten bis in den Frühling hinein. Weniger spektakulär oder nur bei genauem Hinsehen zierend sind die Stängel von Fallopia japonica 'Variegata', der panschierten Form des gefürchteten Neophyten. Im Gegensatz zu seiner wilden Ursprungsart ist die gemusterte Form ausgesprochen langsamwüchsig - zumindest in meinem eher trockenen, aber humosen Schattenbeet.


Lunaria rediviva ist noch immer sehr schön und leuchtet in den dunklen Partien unter der Hecke im Gegenlicht. Und Deinanthe caerulea, die Staudenhortensie, sieht auch im verblühten Zustand aus wie ihre verholzte Namensgeberin.



Die Sommerstaudenbeete verändern sich seit Herbst nur wenig, da sich Schnee und Frost in Grenzen gehalten haben. Trotzdem tauchen erste Zeichen des Zerfalls auf, so zerbröseln die Samenstände, wie links unten bei Echinacea zu sehen und machen Platz für neue, teilweise ungewöhnliche Formen. Weil die dunklen Blätter der Stauden langsam verweht werden und den Blick auf die oft hellbraunen oder roten Stängel freigeben, erscheinen die Beete wieder heller. Wenn es jetzt doch mal Schnee geben sollte, schaffe ich auch noch meine Winterbilder, sonst werden die Beete schon Mitte Februar geschnitten.


Und noch eine weitere Neuigkeit gibt es: Der Ulmer Verlag hat mich um ein Interview über meinen Garten gebeten, das heute im garten2null-Blog erschienen ist. Vielleicht lest ihr mal hinein, aber einiges wisst ihr sicher schon aus dem Blog. Ganz abgesehen davon erscheinen auf garten2null sehr lesenswerte Artikel, sich als Leser eintragen, lohnt sich!

Heute im Garten habe ich außerdem die ersten Frühlingsblüher des Jahres 2012 gefunden. Ich hoffe, sie haben noch ein paar Wochen Geduld, denn noch möchte ich Schnee, bevor ich mich dann auch über Schneeglöckchen so richtig freuen kann ;-).

Und bevor ich es vergesse: Ich wünsche euch ein erfolgreiches und erfreuliches neues Jahr. Grabt brav um und pflanzt viel ein!